Bild: Ingersoll
Herausforderung: Hardox-Bearbeitung 

 

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Mit leistungsfähigen, leicht schneidenden Werkzeugen von Ingersoll sowie deren fachlicher Unterstützung wurde bei Firma Winkelbauer GmbH in Anger,Österreich, die Bearbeitung schwer zerspanbarer Materialien wie Hardox 400, 450, 500 und 600 deutlich verbessert.


Die Firma Winkelbauer GmbH ist ein Maschinenbaubetrieb mit Firmensitz im steirischen Anger. Auf einer Produktionsfläche von 6500 Quadratmeter verarbeiten 90 hochqualifizierte Mitarbeiter mehr als 3000 Tonnen Stahl im Jahr zu hochwertigen Arbeitswerkzeugen und Ausrüstungen für Baumaschinen. Das Unternehmen gliedert seine Tätigkeit in die vier Bereiche Baumaschinenausrüstung, Wear Parts, Komponentenfertigung und die Ideenschmiede.


Die vier eng verzahnten Geschäftsbereiche geben dem Kunden die Sicherheit, stets mit der höchsten Kompetenz betreut zu werden. Für die Kunden stellt sich die Firma Winkelbauer nicht nur als Entwickler und Produzent hochwertiger Arbeitswerkzeuge und Ausrüstungen für Baumaschinen dar, sie ist auch ein professioneller Partner, wenn es um einsatzorientierte Lösungen für besondere Herausforderungen geht. „Wir sind ein Unternehmen mit Innovationsgeist und profitieren von der langen Firmentradition und unserem Know-how. Wir suchen gemeinsam mit unseren Kunden nach optimalen, nachhaltigen Lösungen und setzen diese termingerecht um“, erklärt Geschäftsführer Michael Winkelbauer die Philosophie des Unternehmens.

 

Zusammenarbeit Winkelbauer und Ingersoll


„Unser Unternehmensziel ist nicht das Wachsen um jeden Preis, sondern das Wachsen in der Nische. Wir wollen gemeinsam mit Ingersoll unsere Position als Nummer 1 bei der Hardox-Bearbeitung ausbauen.“ ergänzt Klaus Portsch von der Winkelbauer Produktionsleitung die Zielvorstellung. Denn zwischen dem Werkzeughersteller und den Österreichern besteht mittlerweile eine über 14-jährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit.


Hier in Anger schätzt man vor allem die Stetigkeit der Besuche von Karl Böhm, Ingersoll-Verkaufsleiter Österreich. „Angebote für neue Werkzeuge werden von Herrn Böhm immer ganz gezielt vorgetragen. Er kennt stets das richtige Produkt für unsere Aufgaben“, erklärt Portsch. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Testbearbeitungen mit neuen Werkzeugen immer mit Produktionsstörungen verbunden seien, erwarte man eine möglichst hohe Erfolgsquote der Tests, so seine Vorgabe. Hier zahle sich aber die internen Betriebskenntnisse von Karl Böhm und die Unterstützung durch den Ingersoll-Anwendungstechniker Alexander Tammerl aus.

 

Gemeinsame Problemlösung am Beispiel der „Spulenbearbeitung“


Mit seinem anwendungstechnischen Know-how konnte Alexander Tammerl erst kürzlich wieder überzeugen, als es galt, ein Fertigungsproblem zu lösen.


Die Firma Winkelbauer hatte einen kurzfristigen Auftrag über eine spezielle Spule für eine Laboranlage. Dieses Werkstück wird ursprünglich aus einem Schleudergussteil gefertigt. In Anbetracht der langen Lieferzeit für den Schleudergussrohling musste eine alternative Herstellmöglichkeit gefunden werden. Der Vorschlag, mit einem Hochvorschubfräser der Ingersoll-Serie „HiFeedMini“ die Spule im Bohrzirkularfräsverfahren auszubohren, fand sofort die Zustimmung.


Das Werkzeug wurde mit Aufnahme SK50 mit Innofit-Verlängerung auf eine maximale Gesamtlänge von 375 Millimeter verlängert. Die Bearbeitung erfolgte in drei Schritten trocken. Der zu bearbeitende Durchmesser betrug 412 Millimeter. Die Werkstücklänge war 585 Millimeter. Es wurde von beiden Seiten je 290 Millimeter gefräst.


Bei dem Bearbeitungsschritt 1 konnte mit einer Schnitttiefe ap = 0,5 Millimeter gearbeitet werden. Bei den Bearbeitungsschritten 2 und 3 wurde die Schnitttiefe reduziert auf 0,3 Millimeter im zweiten beziehungsweise 0,17 Millimeter im dritten Bearbeitungsschritt. Insgesamt war die Bearbeitung ein voller Erfolg, denn die Spule stand in wesentlich kürzerer Zeit zur Verfügung als ein Werkstück aus Schleuderguss.

 

Hardox 450-Bearbeitung


Wie zu Beginn erwähnt, liegen die Hauptzerspanungsaufgaben bei der Firma Winkelbauer aber bei der Zerspanung von Hardox-Verschleißblechen für die Baumaschinenausrüstung.


Ein Bauteil, das in hohen Stückzahlen (Losgrößen von etwa 100 Stück) gefertigt wird, ist zum Beispiel das Seitenteil eines Adapters für die Winkelbauer-Schnellwechselsysteme. Hier kommen besonders Fräs- und Bohrarbeiten zum Tragen.


Bedingt durch die hohe Stückzahl dieses Bauteil haben sich die verantwortlichen Mitarbeiter der Fertigung auf die kontinuierliche Optimierung dieser Bearbeitung fokussiert und die Ingersoll-Zerspanungsspezialisten mit ins Boot geholt.


Fräsarbeiten an dem verschleißfesten Material übernehmen jetzt in erster Linie Schaftfräser der „HiPos+“-Serie. Besonders in Verbindung mit der Wendeschneidplatte „ZOMT13“ konnten wesentlich höhere Vorschübe realisiert werden, die zu einer enormen Reduzierung der Bearbeitungszeit führten. Auch bei den Besäumoperationen an den angeschweißten Blechen bewähren sich jetzt die leichtschneidenden „HiPos+“-Schaftfräser. Hier waren in der Vergangenheit mit Eckmesserköpfen mehrere Schnitte notwendig.


Im Zuge der Prozessoptimierung wurden für die Bohrbearbeitung an diesem Werkstück auch Wendeschneidplattenbohrer der „QuadTwist“-Serie von Ingersoll getestet. Diese überzeugten auf Anhieb, denn mit diesen Bohrwerkzeugen realisierte man Schnittwerte, die die bisher erreichten Werte um 30 Prozent übertrafen. Die 4-fach einsetzbare Wendeschneidplatte dieser Bohrerserie garantiert zudem eine hohe Wirtschaftlichkeit.


Weiterhin ist die Wendeschneidplattengeometrie auf gute Spankontrolle und deutliche Schnittkraftreduzierung hin entwickelt. Die effizient verdrallten Spankammern und die innere Kühlmittelzufuhr garantieren eine zuverlässige Spanabfuhr, die dann auch eine gute Bohrungsoberfläche ergibt.

www.ingersoll-imc.de

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Beitrag aus dima 4/2016:

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