Foto: Kasto
Zuverlässiger, sicherer und mannarmer Sägebetrieb

Eine vollautomatische Bandsäge vom Typ „Kastotec FC 4“ sorgt bei einem Maschinenbau-Zulieferer in Österreich seit kurzem für eine enorme Produktivitätssteigerung.

Die Säge ist nicht nur für den Einsatz mit Hartmetall-Sägebändern ausgelegt, der Maschinenbauer Kasto hat sie auch mit einer robotergestützten Abschnittsortierung ausgestattet.

Der Süden Österreichs besticht auf den ersten Blick hauptsächlich durch seine Natur: Sonnenverwöhnte Wiesen und sanfte Hügel machen die Region zum Eldorado für Wanderer und Radler, Wintersportler kommen in der kalten Jahreszeit an den schneesicheren Hängen mehrerer Skigebiete auf ihre Kosten. Dass hier, zwischen Graz und Klagenfurt, hochspezialisierte Komponenten für den Maschinenbau entstehen, überrascht zunächst. Das österreichische Familienunternehmen betreibt hier den größten seiner Fertigungsstandorte.


Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt Lösungen zur Beherrschung von Drehschwingungen an großen Diesel- und Gasmotoren. Das Portfolio umfasst unter anderem dreh- und biegeelastische Kupplungen und Drehschwingungsdämpfer aus Stahl und Faserverbundmaterialien. Diese kommen zum Beispiel in Schiffsantrieben, Kraftwerksgeneratoren, Bulldozern und Eisenbahn-Lokomotiven zum Einsatz.

 

Verschiedene Sägeverfahren parallel im Einsatz


Einer der ersten Fertigungsbereiche ist die Sägerei. Hier werden die Rund- und Flachstähle, die als Stangenmaterial bezogen werden, präzise auf die richtige Länge gebracht. Es werden hauptsächlich vergütete Stähle verarbeitet. Diese hochwertigen Materialien sind sehr anspruchsvoll zu sägen. Seit Dezember 2014 ist hier eine automatische Bandsäge vom Typ „Kastotec FC 4“ des Säge- und Lagertechnik-Spezialisten Kasto im Einsatz. Mit der vorhandenen Säge konnten die benötigten Schnittleistungen nicht mehr erreicht werden. Dadurch entschloss man sich, eine neue Säge anzuschaffen, die mit den gestiegenen Anforderungen mühelos zurechtkommt.

 

Höhere Sägeleistung dank „Performance Cutting“


Dabei stieß das Unternehmen bald auf die Kasto Maschinenbau GmbH & Co. KG. Mit der „Kastotec FC 4“ hat der Sägespezialist eine Lösung im Portfolio, die für diese anspruchsvolle Aufgabe geradezu prädestiniert war: Ihr Schnittbereich von 430 Millimetern bei einer kleinsten zu sägenden Abmessung von 10 x 10 Millimetern ermöglicht die wirtschaftliche Bearbeitung unterschiedlicher Materialdurchmesser. Und mit der Ausstattungsvariante „Kasto Performance Cutting“ (KPC) ist die Bandsäge auch für den Einsatz von Hartmetall-Sägebändern bestens geeignet. „Die KPC-Ausstattung umfasst verschiedene Maßnahmen, um die Führung des Sägebandes zu verbessern, Schwingungen zu vermeiden und die Dämpfung des Sägewerkzeuges zu optimieren“, erläutert Sönke Krebber, Leiter Strategische Vorentwicklung bei Kasto. „Mehr Laufruhe bringen beispielsweise die Trum-Guides, zwei am rücklaufenden Band angreifende federbelastete Führungselemente, die entstehende Schwingungen zuverlässig dämpfen.“

 

Robotergestützte Abschnittsortierung inklusive


Bei einem Besuch bei KASTO im badischen Achern-Gamshurst konnten sich die Verantwortlichen vorab von der neuen Technologie überzeugen. Dabei hat den Anwender auch das hochprofessionelle Auftreten des Unternehmens beeindruckt. Das exzellente Preis-Leistungs-Verhältnis war ein weiterer Grund für die Entscheidung – ebenso wie die Tatsache, dass Kasto alles aus einer Hand anbieten konnte. Der Anwender hatte sich nämlich nicht nur für eine neue Säge entschieden, sondern auch für eine robotergestützte Abschnittsortierung, die das zeitraubende und monotone Entnehmen und Ablegen der Sägeabschnitte automatisieren sollte. Die Sägespezialisten realisierten diesen Wunsch durch einen ABB-Industrieroboter, der mithilfe von verschiedenen wechselbaren Magnetgreifern die Abschnitte aufnimmt und auf einem von vier Palettenstellplätzen deponiert.

 

Informations- und Warenfluss durchgängig vernetzt


Ein Vorlagemagazin mit Platz für vier Stangen mit einer Länge bis zu 3500 Millimeter versorgt die Säge mit Material. Damit kann die Produktion auch über einen längeren Zeitraum mannlos laufen. Auftrags- und Geometriedaten erhält die „Kastotec“ aus dem Produktionsleitsystem (Manufacturing Execution System, MES), an das die Säge mit einer individuell angepassten Schnittstelle angebunden ist. Damit ist die Säge mit allen vor- und nachgelagerten Produktionsprozessen bestens verknüpft – ein wichtiger Schritt in Richtung Industrie 4.0. Dies sorgt für deutlich mehr Transparenz in der Fertigung.


Dank der Sägemaschinen-Steuerung „EasyControl“ ist die „Kastotec“ einfach und intuitiv zu bedienen. Eine grafische Oberfläche führt den Benutzer schnell und übersichtlich zu den gewünschten Funktionen. Vieles läuft durch die Anbindung an das MES zudem vollautomatisch ab, zum Beispiel der Wechsel zwischen zwei Aufträgen. Das erleichtert die Arbeit und sorgt zusätzlich für mehr Sicherheit. Sollte ein Prozess einmal nicht wie gewollt ablaufen, sitzen bei Kasto Sägetechnik-Experten und Roboter-Programmierer im selben Haus. Per Fernwartung können sie sich jederzeit auf die Anlage schalten und Probleme in kürzester Zeit beheben.

 

Produktivität um das Drei- bis Vierfache gesteigert


Die Kasto-Lösung ist für den Anwender nicht mehr aus der Fertigung wegzudenken. Durch den Einsatz der Hartmetall-Sägebandtechnik stieg die Produktivität um das Drei- bis Vierfache. Trotz des riesigen Artikelspektrums von rund 1000 verschiedenen Abschnittlängen und Querschnitten sind die Rüst- und Taktzeiten gering – dank der Automatisierung und Vernetzung der Säge. Die Abschnittsortierung mit Roboter-Unterstützung habe sich bereits so gut bewährt, dass die neue Technologie auch bei einer weiteren Säge eingesetzt werden soll, meinen die Fertigungsverantwortlichen des österreichischen Unternehmens.


Besonders beeindruckt haben die Sägeexperten aus Achern zudem mit der effizienten Kombination aus Säge- und automatischer Lagertechnik. Das können sich die Österreicher in Zukunft auch sehr gut vorstellen.


Beim Anwender ist man jedenfalls überzeugt, den richtigen Partner für eine zukunftsfähige Lösung gefunden zu haben. „Die ‚Kastotec‘ verschafft die nötigen Kapazitäten, um die Herausforderungen der kommenden Jahre zu meistern“, betont der Anwender. „Und dass Kasto Wert auf Qualität und Langlebigkeit legt, wissen wir ja auch nicht erst seit gestern“, fügt er mit einem Schmunzeln hinzu und deutet auf die nebenan stehende Bügelsäge. Diese stammt auch von Kasto und verrichtet bereits seit den 1980er Jahren präzise und zuverlässig ihre Arbeit.

www.kasto.com

 

Beitrag aus dima 1/2016:

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