Foto: Horn
Ein universeller Spezialist – wie seine Werkzeuge auch

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„Als unternehmerischer Einzelkämpfer und Viermaschinenbediener mit einer anspruchsvollen Teilepalette aus den unterschiedlichsten Werkstoffen brauche ich erstens leistungsfähige universelle Werkzeuge für flexiblen Einsatz und zweitens, ich muss mich zu 100 Prozent auf ihre Leistung verlassen können.“

Der das spricht, ist Lajos Gyovai, ein Teilefertiger im ungarischen Esztergom; und die Werkzeuge, die er meint, liefert ihm der Werkzeugspezialist Horn aus Tübingen.

Lajos Gyovai, Geschäftsführer der Gyovai Tech Kft in Esztergom in Ungarn, hat nur einen Mitarbeiter – sich selbst. Sein Vater hilft ihm beim Beaufsichtigen der Maschinen und beim Füllen der Magazine. Gyovai ist ein virtuoser Autodidakt. Nach seiner Militärzeit arbeitete er an einer berufsbildenden Schule gegenüber seinem Elternhaus. Dort vergab er auch Aufträge für einfache mechanische Drehteile, die in der Ausbildung der Schule benötigt wurden. Er dachte sich: „Die kannst du doch auch selbst machen“ und kaufte sich zwei alte Drehmaschinen, die er zu einer Funktionierenden umbaute. Das war 1990. Heute stehen in seiner Werkstatt vier moderne Drehmaschinen, Drehbearbeitungszentren und ein Fräsbearbeitungszentrum des ungarischen Anbieters NCT aus Budapest. Die älteste ist acht Jahre alt, die neueste zwei Monate.

 

Viermaschinenbediener mit nach oben offener Arbeitszeit


Gyovai weiß, was er will und was er tut. Virtuos programmiert und optimiert er an seinen NCT-Steuerungen all die Geometrien und Bearbeitungsprogramme der vielen unterschiedlichen Teile seines Lieferprogramms. Das „µ“ am einzelnen Teil ist ihm nicht fremd und auch nicht große Serien. Er fertigt Bauteile vom Millimeterbereich bis zu 80 Millimeter Durchmesser. Gängige Losgrößen sind 1000 bis 4000 Teile pro Monat. Seine siebentägige Wochenarbeitszeit, genauso wie die Maschinenlaufzeiten, gestaltet er nach oben offen. Als Viermaschinenbediener holt er sich so die Kostenvorteile, die er braucht, um sich im ständigen Wettbewerb um Kosten, Preise und Aufträge bei den Kunden abzusichern – eigentlich hat er im Wesentlichen nur einen. Einen ungarischen Hersteller von medizinischen Diagnosegeräten für den Weltmarkt. Das ist sein Risiko, er weiß es. Dem begegnet er aber mit bedingungsloser Qualität, konkurrenzloser Kostenstruktur und absoluter Liefertreue. Einen Vorteil hat er allerdings. Er weiß immer schon drei Monate im Voraus, welche Aufträge einzuplanen sind.


Die Werkstoffpalette ist weit gefächert: Von Stahl über Aluminium und Sonderlegierungen von Messing mit hoher Festigkeit, zu Bronze und bleifreiem Kupfer. Hochfeste technische Kunststoffe wie POM und ZX100 gehören genauso dazu wie Plexiglas, Polyamid und Andere. Die Bauteile haben hohe Ansprüche an Geometrie und Oberflächenqualität und eng tolerierte Passungen. Gefordert sind absolute Gratfreiheit und lückenlose Messprotokolle. Jedes Teil wird beschriftet. Plexiglasteile werden nur mit Glanzoberflächen toleriert.

 

Aus einer kleinen Problemlösung wurde das Rückgrat der Fertigung


Vor zehn Jahren stieß Gyovai auf die Zerspanungswerkzeuge von Horn in Tübingen. Er sollte eine Bohrung mit nur 3 Millimeter Durchmesser auf H7 mit hoher Oberflächengüte ausdrehen. Mehrere Versuche waren bisher fehlgeschlagen. Auf Empfehlung besuchte er die Horn-Niederlassung in Györ. Dort fand er das gesuchte Ausdrehwerkzeug und kompetente Beratung. Gyovai: „Die sachliche Kompetenz der Beratung und das gesamte dort vorgestellte Werkzeugspektrum setzte in mir einen gedanklichen Prozess in Gang, was mit diesen Schneidwerkzeugen in meiner Fertigung alles zu optimieren wäre, welche weiteren Probleme ich noch lösen könnte.“ Was einst mit Ausdrehen begann, erweiterte sich über Abstechen, Einstechen, Inneneinstechen und so weiter über einen großen Teil des Werkzeugangebotes der Tübinger – jedenfalls bezogen auf sein Teilespektrum. Gyovai: „Heute nach zehn Jahren sind Horn-Werkzeuge zum Rückgrat meiner Fertigung geworden. Da ich viele unterschiedliche Teile aus unterschiedlichen Werkstoffen bearbeiten muss, schätze ich vor allem die Flexibilität und Universalität dieser Werkzeuge. Mit einer Schneide bearbeite ich heute sowohl Messing als auch genauso gut Plexiglas oder POM. Ich schätze die Qualität, Standfestigkeit und Wiederholgenauigkeit beim Wechseln, die stabilen Halter und genauen Plattensitze. Die Dämpfungseigenschaften der Werkzeuge führen zu hoher Oberflächengüte und hohen Standzeiten. Vor allem schätze ich die hohe Prozesssicherheit. Die steht bei mir ganz oben, denn als Viermaschinenbediener muss ich mich auf das, was hinter meinem Rücken oder nachts in der Geisterschicht abläuft, zu 100 Prozent verlassen können.“

 

Supermini mit PKD-Schneiden Typ „Sorgenfrei“


Der Horn „Supermini Typ 105“ dominiert mit seinen Varianten viele Operationen an allen Maschinen bei allen Werkstoffen. Innenausdrehen, Inneneinstechen, Innengewinde drehen, Innenvorabstechen zur Gratvermeidung beim abschließenden Abstechen, Axialeinstechen und so weiter. Besondere Varianten des „Superminis Typ 105“ sind mit PKD-Schneiden bestückt. Für Lajos Gyovai ist das der „Typ Sorgenfrei“ zur Fertigung abrasiver Teile mit hohen qualitativen Anforderungen in großer Stückzahl – oder Problemlöser für besondere Fälle. Ebenso im Einsatz mit vielfältiger universeller Verwendung sind Typ 224, 264, 312, 217 und etliche andere.

 

Den besten Partner ausgesucht


Gyovai: „Mich hat Horn in den letzten zehn Jahren überzeugt, wie kein anderer Werkzeughersteller. Vielleicht bin ich auch anspruchsvoll geworden. Aber die standfesten und zähen Substrate, die leistungsfähigen Beschichtungen, die praxisnahen Geometrien überzeugen mich jeden Tag aufs Neue. Beim Einstechen und beim Abstechen zum Beispiel vermeiden die Spanformer Beschädigungen der hochwertigen Flanken und erlauben beste Sichtoberflächen. Support und Service sind ausgezeichnet. Peter Svercsics, der Außendienstmitarbeiter von Horn, besucht mich mindestens einmal im Monat und gibt mir Tipps oder stellt etwas Neues vor. Auch beeindrucken mich die kurzen Reaktionszeiten. Bestellungen von Standardwerkzeugen werden spätestens am zweiten Tag angeliefert, oft schon am nächsten Tag.“ Dann macht er noch eine für ihn wichtige Bemerkung: „Bei Messen mache ich regelmäßig Wettbewerbsvergleiche. Ich habe bereits manchen Hersteller mit speziellen Fragen im technischen Sinn in Verlegenheit gebracht. Nur Horn noch nicht. Die Mitarbeiter am Stand waren einfach kompetenter. Es freut mich immer wieder als unternehmerischer Einzelkämpfer, dass ich mir den besten Partner ausgesucht habe.“

www.phorn.de

 

Beitrag aus dima 1/2016:

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