Über 40 Jahre gelebte Partnerschaft

Seit der Gründung im Jahr 1974 setzt der Spritzgießwerkzeuge- und Kunststofftechnik-Spezialist Kaut auf Fräsmaschinen und CNC-Bearbeitungszentren von der Hermle AG.

 

Die Chronologie des typisch mittelständisch orientierten Unternehmens Herbert Kaut GmbH & Co. KG, Werkzeug- und Formenbau und Kunststofftechnik in Sigmaringen, stellt in vielen Bereichen die Entwicklungsstufen des deutschen Werkzeugmaschinenbaus dar.

Im Jahr 1974 durch Dipl.-Ing. (FH) Maschinenbau Herbert Kaut aus der Taufe gehoben und bis heute von ihm geleitet, hat sich der Betrieb aus sehr kleinen Anfängen heraus zu einem gefragten Spezialisten mit 75 Mitarbeitern entwickelt. Fokussiert auf die komplementären Geschäftsfelder Werkzeug- und Formenbau (Spritzgießwerkzeuge für Thermoplaste und Feingusswerkzeuge) sowie hochwertige und komplexere Kunststoffspritzgießteile (Spritzteile mit Gewebeeinlagen, Filtern, Membranen und Einlegeteilen), zieht der hohe Leistungs- und Qualitäts-Anspruch durch alle Abteilungen seine Kreise. Denn von Anfang an legte Herbert Kaut hohe Maßstäbe an sich und seine Mitarbeiter sowie die betriebliche Ausrüstung. Darin und vor allem in der Konzentration auf anspruchsvolle Technologien und Teile sah er die Chance, sich vom Wettbewerbsumfeld abheben zu können. Nicht zuletzt deshalb begann die Firma Kaut schon sehr früh mit der Lehrlingsausbildung und hat bis heute weit über 50 junge Menschen zu Fachkräften ausgebildet, von denen zirka die Hälfte im Betrieb verblieben sind. Jürgen Sauter, Werkzeugmachermeister und langjähriger Leiter des Formenbaus, zur (vor)gelebten Unternehmens-Philosophie: „Wir sind in beiden Produktionszweigen auf Technologieführerschaft ausgerichtet und setzen dafür auf hoch qualifiziertes Personal, einen modernen Maschinenpark und gut ausgestattete Arbeitsplätze. Von der Ideenfindung über die Konstruktion und den Werkzeugbau bis hin zur Serienproduktion und dem Service bilden wir die relevante Prozesskette geschlossen und mit hochwertigem Equipment ab, wobei wir sowohl bei den Lieferanten- als auch bei den Kunden-Beziehungen langfristige Partnerschaften anstreben.“

 

Vom Bohren und Fräsen der 70er-Jahre


Als sehr gutes Beispiel gilt die mittlerweile über 40-jährige Geschäftsbeziehung zu einem der wichtigsten (Maschinen)Lieferanten, der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG aus Gosheim. Bereits kurz nach dem Start beschaffte sich Herbert Kaut im Jahr 1975 eine Hermle-Universalfräsmaschine vom Typ UWF 800 und dieser gesellten sich in den Jahren 1978 und 1979 jeweils eine UFW 700 hinzu. Den Einstieg in die CNC-Technik markierte im Jahr 1983 der Kauf eines Bearbeitungszentrums CNC 850 und diesem folgten in kurzen Abständen bis zum Jahr 1991 insgesamt neun Bearbeitungszentren der Typen CNC 700, 720, 850, 1000, 600 mit Zusatzausstattung 4. Achse, 1000, 851 und nochmals ein CNC 851.


Als Hermle Ende der 90er-Jahre mit der C-Baureihe eine neue Leistungsklasse propagierte, nahm Kaut die Gelegenheit wahr und wagte im Jahr 2000 mit einem CNC-BAZ C 800 den Einstieg in die 5-Achsen-/5-Seiten-Komplettbearbeitung. Die jüngste Maschine stellt das in 2012 beschaffte 5-Achsen-CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentrum C 42 U dar.


Herbert Kaut zur damaligen Entscheidung, sich die Maschinenfabrik Hermle als einen der wichtigsten Partner auszusuchen und über Jahre daran festzuhalten: „Das Fräsen ist die grundlegende Technik für den Werkzeug- und Formenbau, weshalb wir hier vom Start weg keine Kompromisse eingingen. Heute können wir sagen, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben und sich eine auf gegenseitigem Vertrauen und Verlässlichkeit basierende Partnerschaft entwickelt hat. In all den Jahren erhielten wir tatkräftige Unterstützung, was zu Beginn des CNC-Zeitalters und vor allem der 5-Achsen-Technologie besonders wichtig war. Der Faktor Vertrauen in die gelieferte Technik spielt für die Umsetzung aller topmodernen Bearbeitungs-Technologien mit ihrer hohen Komplexität eine große Rolle und ist Bestandteil unseres Unternehmenserfolgs. So gesehen hat Hermle, bezüglich Geschäftsentwicklung über die besagten 40 Jahre, an unserem Erfolg einen nicht unerheblichen Anteil, weshalb wir auch künftig auf die Innovations- und Leistungsfähigkeit dieses Partners bauen.“

 

Schritt zur 5-Seiten-Komplettbearbeitung 


Als zwar klassischer jedoch auch Hochtechnologie-orientierter Betrieb nutzt Kaut bis auf zwei mittlerweile verkaufte Bearbeitungszentren CNC 850 und CNC 700 sowohl die ehemals beschafften Hermle Universalfräsmaschinen UWF 800/700 als auch die Bearbeitungszentren CNC 600/700/720/850/851/1000 auf unabsehbare Zeit für unterschiedlichste Bearbeitungen im Werkzeug- und Formenbau. Die Maschinen wurden bis dato lediglich gewartet und sind ansonsten täglich im Einsatz. Sowohl die älteren Bearbeitungszentren der Baureihe CNC als auch die neueren 5-Achsen-Bearbeitungszentren der Baureihen C 800 und C 42 U sind mit CNC-Steuerungen von Heidenhain ausgerüstet. Damit hat sich, hinsichtlich Lern-, Bedien-, Programmier- und Prozessführung, ein Erfahrungsschatz gebildet, der bei allen betreffenden Mitarbeitern zu einer hohen Akzeptanz der Hermle-Maschinen führte und führt, woraus am Ende mehr Effizienz und Qualität resultieren. Jürgen Sauter äußerte sich über den stetigen und unerlässlichen Fortschritt bei der Fräsbearbeitung auf Hermle-Maschinen wie folgt: „Als Dienstleister für die Kunden, wozu wir auch unseren eigenen Geschäftsbereich Kunststoff-Spritzgießtechnik zählen, müssen wir immer die volle Leistungsfähigkeit unseres Equipments schnell und flexibel nutzen können, um die termingerechte Umsetzung der Kundenwünsche in marktfähige Produkte zu gewährleisten. Wir arbeiten je nach Bedarf ein- bis mehrschichtig und sind auf die Zuverlässigkeit der Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren angewiesen. Der Service von Hermle ist hier als vorbildlich zu bezeichnen und hat uns in all den Jahren niemals im Stich gelassen bzw. immer bedarfsgerecht sprich zeitnah geholfen. Des Weiteren haben wir auch immer von der Innovationskraft seitens Hermle profitiert, wie am Beispiel des 5-Achsen-CNC-Hochleistungs-Bearbeitungszentrums C 42 U unschwer abzulesen ist.“

 

C 42 U mit ZM 160 = 5-Achsen-Bearbeitung plus Ratio-Effekte


Diese Maschine ist mit einem Zusatzmagazin ZM 160 mit 160 Werkzeugen ausgestattet, so dass dem Bediener inklusive des Maschinen-Magazins insgesamt 202 Werkzeuge zur Verfügung stehen. Aber nicht nur die Bediener an der Maschine profitieren davon, sondern auch die Konstrukteure und Programmierer der Formen und Spritzgießwerkzeuge. Die große Werkzeug-Auswahl erlaubt zum einen eine gewisse Standardisierung in der Formplatten- und Teile-Konstruktion und hilft Werkzeugkosten sparen. Zum anderen ist durch die große Auswahl die komplette Schrupp- und Schlichtbearbeitung in einer Aufspannung möglich, wodurch Wechsel- und Einrichtzeiten einzusparen sind und die Bearbeitung auch über Nacht und so weiter erfolgen kann. Schließlich wird das mit einer Hauptspindel mit 25000 min-1 ausgestattete BAZ auch zur Hartbearbeitung eingesetzt und sorgt somit dafür, dass viele Formen- und Werkzeugteile einbaufertig von der Maschine kommen, also eine Nachbearbeitung entfallen kann.


Das BAZ C 42 U ist für ein breites Bearbeitungs- und auch Materialspektrum (Werkzeugstahl, CU, Hartbearbeitung bis 60 HRC) im Einsatz und nimmt, aufgrund seiner 5-achsigen Auslegung, der Dauer-Leistungsfähigkeit, der Langzeit-Genauigkeit und des großen Arbeitsbereichs (ausgehend vom NC-Schwenkrundtisch mit 800x 630 mm), eine Schlüsselstellung ein, die durch die erwähnt sehr gute Servicebereitschaft nachdrücklich unterstützt wird.

www.hermle.de


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Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG verzeichnete Anfang des laufenden Jahres eine erfreuliche Nachfrage. Der Auftragseingang des schwäbischen Werkzeugmaschinenherstellers nahm in den ersten drei Monaten 2016 gemessen am entsprechenden Vorjahreswert um fast 9 % auf 88,6 Mio. Euro zu (Vj. 81,4). Dabei erhöhten sich die neuen Bestellungen aus dem Inland mit plus 12,5 % auf 35,0 Mio. Euro (Vj. 31,1) etwas stärker als im Ausland, wo eine Steigerung um knapp 7 % auf 53,6 Mio. Euro erzielt wurde (Vj. 50,3). Der Auftragsbestand lag per 31. März 2016 bei 130,6 Mio. Euro gegenüber 123,2 Mio. Euro am Jahresende 2015 und 130,2 Mio. Euro am Vorjahresstichtag. Am 31. März 2016 beschäftigte Hermle konzernweit 1003 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
 Sehr erfolgreich verlief nach Unternehmensaussagen die Hausausstellung im April 2016. Über 2800 in- und ausländische Besucher von rund 1200 Firmen informierten sich an vier Messetagen über die jüngsten Entwicklungstrends aus den Bereichen Fräsen, Drehen und generative Fertigung. Präsentiert wurden unter anderem das neue Maschinenmodell C 250, die modifizierte Version der Großbearbeitungszentren C 62, die innovative MPA-Technologie und verschiedene Softwarebausteine für Industrie 4.0-Lösungen von Hermle.


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Mit der C 250 ergänzt die Hermle AG die bereits seit 2012 am Markt eingeführte C 400 und gründet eine eigene Baureihe. Sie ist in einer modifizierten Gantryausführung ausgelegt und serienmäßig mit der Heidenhain TNC 640 ausgestattet. Der integrierte starre Aufspanntisch kann in der 3-Achs Ausführung Werkstücke bis maximal 1100 kg (600 x 550 x 450 mm) aufnehmen. Auf dem NC-Schwenkrundtisch, bei der 5-Achs-Ausführung, können Werkstücke bis max. 300 kg (Ø 450 x 355 mm) bearbeitet werden

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Beitrag aus dima 3/2016:

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