Richtig groß dimensioniert

Rottler-Maschinenbau hat als Entwicklungspartner für den chinesischen Maschinenbau-er Shandong Yonghua Machinery eine Portalfräsmaschine für Großbauteile entwickelt. Die 5-Achs-Bearbeitung wird darin mit drei Vorsatzköpfen von Romai ermöglicht.  

    

Die Entwicklung und der Bau von Portalfräsmaschinen ist eine der Spezialitäten des Werkzeugmaschinenbauers Rottler im rheinland-pfälzischen Mudersbach. Das Unternehmen fertigt seit 1970 mit einem hochqualifizierten Konstruktionsteam kunden- und werkstückspezifisch gestaltete Werkzeugmaschinen mit innovativer Technik, für die unterschiedlichsten Industriezweige weltweit. Für den chinesischen Markt hat Rottler eine Kooperation mit der Firma Shandong Yonghua Machinery geschlossen und für deren heimischen Markt eine Portalfräsmaschine in Gantry-Ausführung entwickelt. Mit dieser Maschine wird das Maschinenportfolio in das Bearbeitungsspektrum der Großbauteile erweitert. Sie bietet Verfahrwege von 8,5 Meter in X-Richtung und 4 Meter in Y-Richtung. Das Maschinenkonzept ist ausgelegt für die anspruchsvolle CNC-Bearbeitung im Werkzeug- und Formenbau sowie für den allgemeinen Maschinenbau bis hin zur Luft- und Raumfahrt. „Der komplette Frässupport mit RAM und Vorsatzköpfen für die erste Maschine wurde bei Rottler gebaut und in China in das dort montierte Portal implementiert“, erzählt Ulrich Krause, Prokurist bei der Rottler Werkzeugmaschinen GmbH.

 

Vorsatzköpfe ermöglichen 5-Achs-Bearbeitung


Wesentliche Komponenten, die letztlich auch die 5-Achs-Bearbeitung ermöglichen, sind darin die von Romai entwickelten und gebauten Vorsatzköpfe mit beeindruckenden Dimensionen. Darunter ein 90-Grad-Winkelkopf mit einer Gesamtbaulänge von 800 Millimeter, davon 450 Millimeter auskragend und einem Gewicht von etwa 600 Kilogramm. Mit einem Übersetzungsverhältnis von 1:1 ist der Winkelkopf zum Fräsen mit bis zu 4000 Umdrehungen pro Minute und einem Abtriebsdrehmoment am HSK-A 100 von 1830 Nm ausgelegt. Ergänzend dazu ist die Portalmaschine mit einem sogenannten Gabelfräskopf ausgerüstet. Dieser rund 1300 Kilogramm schwere und gesamt circa 1200 Millimeter lange Gabelkopf hat eine zusätzliche CNC-Achse im Gabelgehäuse, die das Schwenken um ±95 Grad ermöglicht. „Mit der C-Achse am Vertikalschieber und der fünften (A-) Achse im Gabelkopf ist praktisch jede programmierbare Fläche bearbeitbar“, ergänzt Krause. Der Gabelkopf bietet maximal 15000 Umdrehungen pro Minute mit HSK-A 63 und ein mittleres Abtriebsdrehmoment von 89 Nm (bei 6000 Umdrehungen pro Minute). Für Bearbeitungen ohne Winkel- bzw. Gabelkopf wird zum Längenausgleich der Werkzeugschnittstelle am Vertikalschieber ein gerader, ca. 450 Millimeter langer Vorsatzkopf eingesetzt. Hier liegt die Abtriebsdrehzahl bei 6000 Umdrehungen pro Minute mit einem Abtriebsdrehmoment von 2000 Nm.


Die Vorsatzgetriebe dieser Größenordnung sind aufgrund der im Verhältnis zur Baugröße hohen Drehzahlen mit einer Öl-Luft, respektive Öl-Tropfenschmierung, ausgestattet. Dabei wird eine dosierte Schmierstoffmenge über einen kontinuierlichen Luftstrom zugeführt. Die feinen Tropfen erreichen das Lager berührungsfrei, und durch den ständigen, leichten Überdruck bleibt das Lager vor eindringenden Verunreinigungen geschützt.       


Alle Vorsatzköpfe sind automatisch über Pick-Up-Stationen einwechselbar, bieten ihrerseits jeweils automatischen Werkzeugwechsel für die Zerspanungswerkzeuge und Innenkühlung bis 120 bar. So ist die flexible, automatisierte 5-Achs-Bearbeitung von Großbauteilen in der Portalfräsmaschine von Rottler beziehungsweise Yonghua in Yanzhou möglich. 

www.romai.de

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Beitrag aus dima 3/2016:

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