Bild: Behringer
Allrounder mit dem gewissen Etwas

Sämtliches Rohmaterial muss beim Medizinprodukte-Hersteller Likamed aus Eppingen zunächst auf Maß gesägt werden. Mit der universellen Bandsägemaschine „HBE321A Dynamic“ von Behringer entschied sich das Unternehmen für einen zuverlässigen Allrounder.


Seit 1978 ist Likamed erfolgreich im medizinischen Markt tätig. „Betrachtet man die Historie, hat sich das Unternehmen zunächst mit Dialyseliegen und entsprechendem Zubehör spezialisiert und später dann die Produktpalette erheblich weiterentwickelt und ausgebaut“, erklärt Bernhard Gaupp, technischer Geschäftsführer des Eppinger Unternehmens. Mittlerweile deckt man eine große Bandbreite an Produkten für unterschiedlichste Einsatzzwecke im medizinischen und kosmetischen Bereich ab: Liegen, Tische, Bettliegen und entsprechendes Zubehör für die Bereiche der Dialyse, Blutspende, Podologie, Lithotripsie, Onkologie, Transfusion oder sonstige Therapien. Zusätzlich werden auch Gerätewagen für kundenspezifische Therapiegeräte produziert beziehungsweise selbst Therapiegeräte entwickelt.


Sie bieten Mehrwerte für Patienten und Personal, da neben der Funktionalität auch auf besten Komfort und ein ansprechendes Design Wert gelegt wird. Diesem Anspruch folgend, werden alle Produkte selbst entwickelt, getestet, produziert und montiert. „Diese hohe Fertigungstiefe zeichnet uns aus und ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil“, bekräftigt auch Fertigungsleiter Michael Mogler. Die Zuverlässigkeit und optimale Funktionalität der Bandsäge am Anfang der Prozesskette sei daher das A und O für alle nachgelagerten Bearbeitungsprozesse.


Basis vieler Likamed-Produkte ist eine stabile und tragfähige Schweißkonstruktion aus Rund- und Vierkantrohren sowie Vollmaterialien in verschiedenen Profilformen überwiegend aus Stahl. Bei einem jährlichen Durchsatz von rund 56 Tonnen oder 94000 Metern Rohstahl hat die Bandsägemaschine gut zu tun. Als äußerst praktisch erweist sich bei dieser Menge die Paketspanneinrichtung, mit der gleich mehrere Stangen in einer Lage oder einem Paket gleichzeitig gesägt werden können. Der Spannbereich umfasst 15 x 350 Millimeter in der Breite und 10 x 320 Millimeter in der Höhe. „Die Materialpakete werden auf einer vorgelagerten Verschieberollenbahn hauptzeitparallel kommissioniert, während ein weiteres, zusammengestelltes Paket gesägt wird“, beschreibt er. Diese praktische Vorlagerung vor der eigentlichen Zufuhrrollenbahn stammt noch aus der Zeit, als das Vorgängermodell der jetzigen Bandsäge fünfzehn Jahre lang in der Vorfertigung stand. „Sie wurde unter Federführung eines Behringer Monteurs problemlos gemeinsam an das neue System angepasst“, ergänzt Bernhard Gaupp.

 

Praktische Handhabung


Die ausgemusterte „HBP303A“, ebenfalls vom Kirchardter Hersteller Behringer, lieferte bis Februar 2015 optimale Zuschnitte. „Sie ist jahrelang zuverlässig gelaufen und hat gute Schnitte geliefert“, so Mogler. Die neue HBE sei im Vergleich allerdings jetzt ein Meilenstein in Bezug auf Tempo und Präzision, gegenüber dem Vorgängermodell.


Andreas Felchle, Sägemeister in der Fertigung, nickt, denn er kümmert sich gegebenenfalls abwechselnd mit weiteren drei Kollegen im Schichtbetrieb um die Abarbeitung der Aufträge, die Beschickung der Maschine und das Entladen der fertigen Abschnitte. Dies geschieht in der Regel manuell, da das Material an sich nicht besonders sperrig oder schwer ist. Seine Bilanz nach einigen Monaten an der Maschine fällt positiv aus: „Die Handhabung der neuen ‚HBE 321A Dynamic‘ ist sehr komfortabel“, beschreibt er und ergänzt: „Mit dem Auto-Feed-Control (AFC) erreichen wir jetzt neben der nötigen Präzision auch noch das optimale Tempo, da die Parameter über die Steuerung automatisch eingestellt werden.“ Die BT65-Steuerung umfasst ein System zur Überwachung des Schnittverlaufs im Material sowie die automatische Anpassung des Sägevorschubs durch das Auto-Feed Control. Eine umfangreiche, frei editierbare Technologiedatenbank ermöglicht individuelle Anpassungen etwa an das eigene Materialspektrum oder verschiedene Materialquerschnitte. Das erspart eine Menge Arbeit. Auch der Sägebandwechsel, der laut Felchle ungefähr einmal pro Woche fällig ist, sei bedienerfreundlich und mit wenig Aufwand verbunden. „Das hängt jedoch viel vom Material und von der Menge an Schnitten ab“, präzisiert er.


Nach dem Ablängen werden die gesägten Abschnitte je nach Verwendungszweck entgratet, gebohrt und gebogen, bevor sie von zwei vollautomatischen Schweißrobotern synchron zu fertigen Baugruppen gefügt werden. „So entstehen etwa Fußteile für Patientenliegen oder sonstige Lagerungssysteme“, erklärt Michael Mogler. Rund 85 Prozent der Baugruppen werden anschließend pulverbeschichtet; die restlichen 15 Prozent zur sonstigen Oberflächenveredelung außer Haus gegeben. In der abschließenden Montage erhalten die Produkte ihr bekanntes Gesicht. „Hier werden Rollen, Antriebstechnik, Polsterauflagen und entsprechende Funktionalitäten kundenspezifisch ergänzt und für den weltweiten Versand fertig gemacht“, erklärt Michael Mogler.

 

Das gewisse Etwas


Abgrenzung und eine Vorreiterrolle im eng gesteckten, medizintechnischen Markt ist laut Bernhard Gaupp in der Regel nur möglich über hohe Produkt- und Betreuungsqualität sowie Funktionalität gekoppelt mit einem guten Preis für die Produkte. Dies sei nur mit einer leistungsstarken, flexiblen und wirtschaftlichen Fertigung von Anfang an möglich. Likamed definiert sich darüber hinaus über einen gewissen Mehrwert, den das Unternehmen seinen Kunden bietet. „Wir beweisen unsere hervorragende Qualität, indem wir umfangreiche TÜV-Prüfungen im Entwicklungsprozess durchführen“, so Bernhard Gaupp. Zudem gelte es, stets die Zeichen der Zeit rechtzeitig zu erkennen, um auf den Bedarf der Kunden und Patienten in Kliniken und Praxen rechtzeitig mit angepassten Produkten reagieren zu können. „Aktuell führen wir funktionale Therapieliegen für den Anwendungsbereich der Onkologie ein“, nennt er ein Beispiel. Doch auch mit Nachhaltigkeit lässt sich am Markt punkten. Insofern habe die Ersatzinvestition in die neue Maschine das Unternehmen einen Schritt vorangebracht. Denn die Eppinger besitzen neben den Qualitäts-Zertifikaten ISO 9001 und EN ISO 13485 auch das Umweltzertifikat ISO 14001. Damit werden Unternehmen ausgezeichnet, die besonders ressourcenschonend produzieren. Die neue HBE Dynamic Baureihe bringt diese Vorzüge mit: „Energieeffizienz und eine leistungsstarke Hydraulik stehe nicht mehr im Gegensatz“, erklärt Behringer Geschäftsführer Christian Behringer. Durch den Einsatz moderner, frequenzgeregelter Antriebssysteme und anwendungsgerecht ausgelegter Getriebestufen erreiche man durch technologische Innovationen Lösungen, um mit weniger Energieeinsatz mehr Leistung zu erbringen.

www.likamed.de
www.behringer.net

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Beitrag aus dima 3/2016:

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