Werkzeugbauer im Fokus 

„Die deutschen Hersteller von Präzisionswerkzeugen haben 2014 ein Produktionsvolumen von rund 9,1 Milliarden Euro erreicht. Mit diesem Ergebnis sind wir sehr zufrieden“, so das Resümee von Lothar Horn, Vorsitzender des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) über ein Jahr mit viel Auf und Ab.

Damit liege man nun wieder stabil über den Ergebnissen der Vorkrisenzeit 2008 und rechne auch für dieses Jahr mit einem leichten Wachstum von drei Prozent. Dieser Optimismus gründe sich in erster Linie auf Impulse, die der Maschinenbau und die Automobilindustrie und Märkte wie China und die USA aussenden. „Für beide Branchen rechnen wir mit einem weltweiten Wachstum und einer steigenden Werkzeugnachfrage“, so sein Statement.


Für das Produktionsvolumen von 9,1 Milliarden innerhalb des Fachverbandes zeichnet nicht zuletzt auch der Werkzeugbau Verantwortung. 52 Prozent, also 4,73 Milliarden Euro, gehen auf dessen Konto und machen die Bedeutung dieses Bereiches für das Gesamtergebnis deutlich. Kein Wunder also, dass in die Messelandschaft für die Zielgruppe des nationalen und internationalen Werkzeug und Formenbaus mit dem Jahr 2015 gehörig Bewegung gekommen ist.


Über Jahre hinweg lag diese Thematik in den Händen der Euromold in Frankfurt, sozusagen ohne Konkurrenz. In diesem Jahr nun buhlen gleich drei Messeveranstalter um die Gunst dieser Branche, welche ja nicht ohne Grund als Königsklasse bezeichnet wird. Da wäre zunächst die Euromold selbst. Sie will vom 22. bis 25. September mit einem neuen Konzept ihr Klientel und tausende Besucher zum neuen Veranstaltungsort Düsseldorf ziehen. Ob dieses gelingt, bleibt abzuwarten, denn vieles schien in den vergangenen Jahren in der Kommunikation zwischen Ausstellern und Messeveranstalter im Argen gelegen zu haben. Nichts anderes lässt die Aussage von Diana Schnabel, Messeleiterin der Euromold, im Nachgang mehrerer Informationsveranstaltungen vermuten: „Wir haben unseren Ausstellern sehr intensiv zugehört und werden vieles ändern.“ Dieses Zuhören haben wiederum die Verantwortlichen der Messe Stuttgart ganz intensiv getan und das neue Format „Moulding Expo“ ins Leben gerufen. Die erste Veranstaltung startet am 5. Mai für vier Tage und wird alle zwei Jahre in Stuttgart stattfinden.


Den traditionellen Platz Ende November, Anfang Dezember in Frankfurt besetzt nun die neue Veranstaltung „Formnext“. Die Messemacher von Mesago offerieren hierzu: „Aussteller des Werkzeug- und Formenbaus, der Additiven Fertigungstechnologien/3D-Druck sowie deren Zulieferer und Partner treffen hier ein Fachpublikum aus aller Welt und aus allen Branchen der herstellenden Industrie.“ Sei es wie es sei: Wettbewerb belebt das Geschäft. Ob der Markt, die potenzielle Ausstellerschar und vor allem die umworbenen Fachbesucher die neuen Messekonzepte auch in dieser Breite annehmen, werden wir spätestens am 27.11.2015 sehen. Denn an diesem Tag schließt der letzte Werkzeugbau-Event für dieses Jahr in Deutschland.

 

Ihr
Gerd Fahry
Chefredakteur

 

 

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Editorial dima 1.2015 

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