EMO tionales für die Zukunft

In wenigen Tagen schreitet das deutsche Volk wieder einmal zu einem Jubiläum. Der Tag der Deutschen Einheit jährt sich zum 25. Mal. Wenn das nicht ein Grund zum Feiern sein könnte. Offiziell wird er sicher mit viel Pomp und Gloria begangen werden. Aber wenn man genauer hinsieht, in den Köpfen besteht immer noch ein Hüben und Drüben, begegnen wir der Arroganz des Besser-Wessis genauso wie der des undankbaren Ossis. „Wir sind ein Volk!“, das gemeinsame Ansinnen aus dem Jahr der Wiedervereinigung steht immer wieder vor einer harten Bewährungsprobe.

Und seit den Ereignissen an der Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Heidenau hat dieser Ruf ein anderes, ganz spezielles Geschmäck’le bekommen. Dass Sachsen mittlerweile das beste Bildungsniveau unter den Bundesländern aufweist, tritt in den Hintergrund. Vielmehr herrscht hier ja wohl nun das verallgemeinerte Böse. Hinzu kommt: Unsere Politführer teilen uns seit den heißen Tagen im August nun in zwei Lager, in Gut-Menschen und Schlecht-Menschen – Polarisieren einer Gesellschaft lässt sich besser nicht machen. Man darf gespannt sein, welches parteipolitische Lager das „Pack“ künftig wählen wird und ob es den Anhängern von PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) nebst Ablegern gelingt, sich neu zu formieren und einen stürmischen Herbst zu entfachen. Die in unserem Land so hoch gehaltene Bürokratie hat aus meiner Sicht in der Flüchtlingsund Asylfrage gesellschaftspolitisch wie praktisch versagt. Und sind wir ehrlich, in ihrer heutigen Konstellation hätte es 1990 keinen Anschluss des Gebietes der ehemaligen DDR an die Bundesrepublik einschließlich der in ihr lebenden knapp 17 Millionen Menschen gegeben.


Nichtsdestotrotz: Einer der bekanntesten Zukunftsforscher Deutschlands, Sven Gábor Jánszky, hält die aktuelle Flüchtlingswelle für eine riesige Chance für Deutschland und nahezu ein unerwartetes Geschenk.“ Denn sie werde uns vor dem Rückgang unseres Lebensniveaus bewahren“, so sein Statement. Seine Begründung klingt einleuchtend, denn die Trendforscher prognostizierten bereits, dass in den kommenden zehn Jahren 6,5 Millionen Menschen aus dem deutschen Arbeitsmarkt verschwinden und mit Millionen unbesetzter Jobs sich das Lebensniveau auf dem heutigen Niveau nicht halten kann. Zu den vorhergesagten Folgen gehören zudem, dass das gesetzliche Rentenalter über 67 hinaus auf 75 Jahre steigen muss und dass ganze deutsche Landstriche entvölkern und überaltern. All diese Gefahren schwinden, so Jánszky, mit jedem jungen Flüchtling, der in Deutschland arbeiten, lernen und eine Zukunft aufbauen will. All jene Deutschen die heute Angst und Vorbehalte haben, werden schon in zehn Jahren von der Leistung dieser Flüchtlinge leben.


Um das Gestalten „unserer“ Zukunft wird es im übertragenen Sinne auch vom 5. bis 10. Oktober auf der EMO gehen. Weit über 1 300 Unternehmen wollen in Mailand ihre Sicht darstellen, wie sich in den kommenden Jahren die Fertigungswelt entwickelt, mit welchen Maschinen, Werkzeugen und Technologien künftig produziert werden kann. Und in diesem Zusammenhang stellt sich natürlich die Frage, wer wird diese Technik dann bedienen, ein aus Syrien Geflohener oder ein Afghane oder, oder?

 

  

Ihr
Gerd Fahry
Chefredakteur

 

 

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Gerd Fahry
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Editorial dima 4.2015 

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