Etwas Großes zum Schluss

Editorial dima 6.2015

 

Die Tage des Jahres 2015 sind gezählt. Jahr für Jahr die gleiche Situation. In bester Manier dümpelt der Monat November so vor sich hin. Regional zwar sehr unterschiedlich, im Durchschnitt betrachtet lässt er sich jedoch in die Riege der Schmuddel-Monate eines Jahres einordnen. Flora und Fauna in unseren Breiten verabschieden sich nun vom Wachstum und bereiten sich auf das Überwintern vor. Auch wirtschaftlich stehen mittlerweile die Zeichen auf überwintern.


Nach einer Information des VDMA vom 2. November 2015 kämpft der deutsche Maschinen- und Anlagenbau weiter mit den Widrigkeiten des Weltmarktes. Die Unternehmen verzeichneten im September insgesamt ein Minus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Inlandsgeschäft stieg um 1 Prozent, das Auslandsgeschäft hingegen lag 18 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im aussagekräftigeren Drei-Monats-Vergleich verbuchten die Maschinenbauer zwischen Juli und September unterm Strich ein Minus von 1 Prozent. Einem Plus von 8 Prozent der inländischen Aufträge stand ein Minus von 6 Prozent aus dem Ausland gegenüber. „Im Verlauf des Jahres hat sich das Geschäft im Maschinen- und Anlagenbau wieder eingetrübt. Ursächlich dafür sind Turbulenzen insbesondere in China, die auf andere wichtige Märkte ausstrahlen“, kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das September-Ergebnis. Bislang sei es den Unternehmen jedoch gelungen, die dortigen Rückgänge durch Zuwächse in den klassischen Industrieländern zu kompensieren, so seine Einschätzung. Auch bei den deutschen Werkzeugmaschinenherstellern verlief das Jahr bisher sehr durchwachsen. In den ersten neun Monaten 2015 stagnierte der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr. Die Inlandsbestellungen sanken um drei Prozent, die Auslandsnachfrage verzeichnete ein Plus von einem Prozent. Ein sehr differenziertes Bild zeichnete sich im vorletzten Quartal in diesem Jahr ab. Der Auftragseingang sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1 Prozent. Die Inlandsbestellungen stiegen zwar um 9 Prozent, die Auslandsnachfrage sank jedoch um 7 Prozent, so die Meldung des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken).


Für ein abschließendes Jahres-Resümee ist es sicherlich noch etwas verfrüht, aber tendenziell lässt sich durchaus feststellen, dass die absoluten Boomzeiten, der Sprung von Produktionsrekord zu Produktionsrekord der letzten Jahre, vorerst vorüber sind, wir uns eher auf dem Konsultierungstripp befinden. Umso wichtiger ist es, auch in diesen Zeiten noch Größe zu zeigen und sich nicht zu verstecken. Wir jedenfalls nutzen diese Ausgabe dazu, die Großteilebearbeitung besonders in Szene zu setzen. Im Beitrag „Wirtschaftlich und flexibel“ wird zum Beispiel herausgestellt, warum die KraussMaffei Technologies GmbH mehrere Pama-Kreuzbett-Bohr- und Fräswerke in ihrem Plattenkompetenzcenter für den Spritzgießmaschinenbau einsetzt.


Alles in allem, die Zeichen der Zeit richtig verstehen heißt letztendlich auch, sich auf eine „eisigere“ Periode mit entsprechenden Maßnahmen einzustellen. „Größe“ definiert sich nun mal nur im Zusammenspiel mit dem „Kleinen“.



Ihr
Gerd Fahry
Chefredakteur

  

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Editorial dima 6.2015 

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