Qualität ist nicht nur Kontrolle 

Ob politisches Gezänk in den abendlichen Talkrunden der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender oder in Stammtischdiskussionen „besorgter“ Bürger, das Thema Kontrolle bewegt wieder einmal die Gemüter in unserem Land. Anders als in der Auseinandersetzung zum NSA-Überwachungsskandal drehen sich die Gespräche diesmal um das genaue Gegenteil. Es wird über die Notwendigkeit einer verstärkten Überwachung diskutiert.

 

Da kochen zum Beispiel Themen wie das Regeln und Überwachen der Flüchtlingsströme nach, in beziehungsweise durch Deutschland hoch. Oder es werden Forderungen nach intensiverer Kontrolle an unseren Grenzen, Flughäfen oder öffentlichen Plätzen aufgestellt, immer stärker unter dem Gesichtspunkt: Wie können wir uns noch besser vor „unvorhersehbaren“ Ereignissen schützen? Denn auch diese Kontrolle verlangt zunehmend nach höherer Qualität, um den Herausforderungen unserer Zeit effektiv begegnen zu können. Allein Fingerabdruckscanner reichen sicherlich nicht.


Aber in Sachen Qualität sollten wir uns ja auskennen. Immerhin hat sich der Slogan „Made in Germany“ über Jahrzehnte hin zu einem sinnbildlichen Standard für Qualität in der Welt etabliert. Nehmen wir zum Beispiel die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie. Sie produzierte im abgelaufenen Jahr Maschinen im Wert von 15,1 Milliarden Euro, was einer Steigerungsrate von 4 Prozent entspricht. Das sei nach zuletzt 2013 abermals ein Rekordergebnis, so Dr. Heinz-Jürgen Prokop, Vorsitzender des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), anlässlich der Jahrespressekonferenz. Bei einer Exportquote von rund 70 Prozent und einem Exportzuwachs von 4 Prozent auf rund 9,4 Milliarden Euro wird zudem deutlich, dass deutsche Werkzeugmaschinen, also Qualitätserzeugnisse, mehr denn je gefragt sind. Oder anders formuliert: Qualität überzeugt und schafft einen Vorsprung im immer globaler werdenden Wettbewerb. Und was nicht zu unterschätzen ist, Qualitätsarbeit kann auch zu mehr Nachhaltigkeit in Form von längerer Lebensdauer der Produkte und Systeme sowie in der Fertigung selbst beitragen.


Die letzten Jahre haben uns aber auch gelehrt, dass Qualitätsarbeit im engeren wie weiteren Sinn kein statischer, fest zementierter Begriff ist. Sie verlangt nach ständiger Neuorientierung und Optimierungslösungen. Welche technischen Möglichkeiten es in diesem Sinn heute schon gibt, sie auf ein zukunftsorientiertes Level zu heben, werden rund 1000 Aussteller auf der Control, Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung, vom 26. bis 29. April 2016 in Stuttgart demonstrieren. Die 30. Veranstaltung zeigt von Technologien und Verfahren bis hin zu Komplettsystemen und schnellem Datenaustausch Detail- und Systemlösungs-Kompetenz auf, ist damit wesentliches Element aktueller und künftiger Industrie 4.0-Strukturen und macht mehr denn je deutlich: Qualität ist nicht nur Kontrolle.



Ihr
Gerd Fahry
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Gerd Fahry
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Editorial dima 2.2016 

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