Blechige Herbstaussichten

Wenn einer meint, sein Gegenüber redet wieder einmal Blech, dann hebt er, umgangssprachlich gesehen, im Allgemeinen auf die inhaltliche Unzulänglichkeit seiner Worte ab. Unverständlich, stillos, weltfremd, nicht sachdienlich, am Thema vorbei wären vielleicht andere Umschreibungen für diesen Zustand der Kommunikation.


Dass es auch ganz anders gehen kann, wenn mal wieder über Blech geredet wird, sollte die 24. Internationale Technologiemesse für Blechbearbeitung Euroblech vom 25. bis 29. Oktober 2016 auf dem Messegelände in Hannover eindrucksvoll verdeutlichen. Über 1550 Ausstellerunternehmen aus 40 Ländern haben derzeit einen Stand auf der Leitmesse für die blechbearbeitende Industrie gebucht. Mit mehr als 89000 Quadratmeter Nettoausstellungsfläche kann diese Veranstaltung zudem gegenüber der Vorveranstaltung ein Flächenwachstum von gut drei Prozent verbuchen.  „Viele Unternehmen präsentieren sich dieses Jahr auf vergrößerten Standflächen, und wir verzeichnen einen hohen Anteil von 20 Prozent an Neuausstellern. Insgesamt herrscht in der Branche also eine positive Stimmung“, stellt Nicola Hamann, Geschäftsführerin des Veranstalters Mack Brooks Exhibitions, heraus. 


Aber es geht nicht nur um Quadratmeter, wenn man die Bedeutung einer Messe definieren will. Inhaltlich gesehen thematisiert die Euroblech in diesem Jahr mit dem Motto „Die nächste Generation der Blechbearbeitung“ den entscheidenden Wandel in der Industrieproduktion, den es zu meistern gilt, ob wir es wollen oder nicht. Als weltweites Branchen- und Trendbarometer der Blechbearbeitungsindustrie zeigt sie jedenfalls ein umfassendes Spektrum an maßgeschneiderten Lösungen, um Fertigungsprozesse zu modernisieren und konkurrenzfähig zu gestalten. Die ausstellenden Unternehmen werden in diesem Sinne Maschinen, Werkzeuge und Systeme entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Blechbearbeitung präsentieren.


Für den Besucher wiederum bietet das Messeprofil breit angelegte Kommunikationsmöglichkeiten. Es beinhaltet Halbzeuge, Zulieferteile, Handling, Trennen, Umformen, flexible Blechbearbeitung, Fügen, additive Fertigung, Schweißen, Verarbeitung hybrider Strukturen, Oberflächenbehandlung, Werkzeuge, Steuerungs- und Regeltechnik, CAD/CAM/CIM-Systeme, Qualitätssicherung und Forschung & Entwicklung. Und so gesehen schwimmt diese Branche, bei der das „Blech-Reden“ obligatorisch ist, momentan auf einer konjunkturellen weil zukunftsorientierten Aufwärtswelle. Denn auch dieses Segment der Fertigungswelt kommt an „Industrie 4.0“ nicht vorbei. Aber sie stellt sich diesen Herausforderungen und bietet mittlerweile eine breitgefächerte Lösungsvielfalt. Einiges davon haben wir in diesem Heft abgebildet.

  

Gerd Fahry
Chefredakteur

 

  

 

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Gerd Fahry

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Editorial dima 5.2016 

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