Bilder, die sich rechnen

Mögen Sie Blitzlichtgewitter? Für mich gehört dieses „im Mittelpunkt stehen“ eher zu einer besonderen Spezies von Menschen. Es ist, wie ich meine, das unumstrittene Lebenselixier für echte und Möchtegern-Promis. Oder für die vielen kleinen und großen Politgrößen, die sich bei der Eröffnung eines neuen Sozialtraktes einer Kita, eines neuen millionenschweren Fahrradweges beziehungsweise der nun endlich abgeschlossenen Straßenbaumaßnahme feiern lassen.

 

Von letzteren haben wir ja momentan genügend. Ein schier unerschöpflicher Geldsegen für sicher in vielen Fällen dringend notwendige und längst überfällige Infrastrukturmaßnahmen in der gesamten Republik beschert uns Mobilisten eine Baustelle, eine Sperrung oder eine Umleitung nach der anderen. Entspannt von einem Termin zum anderen fahren, fühlt sich anders an.  Hinzu kommen neue, bisher nicht gekannte Möglichkeiten für die Ordnungsämter. Reduzierte Höchstgeschwindigkeiten bieten viele Chancen, die neuste Überwachungstechnik in vollem Umfang zu nutzen und einen schnellen Return-on-Investment zu realisieren. In diesem Zusammenhang kann es dann schon vorkommen, dass auch nicht so in der Öffentlichkeit stehende Menschen plötzlich einem Blitzlichtgewitter ausgesetzt sind. Diese Erfahrung habe ich unlängst gemacht. Aber ich muss zugeben, dass das Bild, welches mir als Beweismittel meiner Unzulänglichkeit übermittelt wurde, in gestochen scharfer Qualität daherkam. Modernste Bilderfassungs- und Verarbeitungstechniken sowie Digitalisierungsstrategien tragen demnach auch bei der öffentlichen Hand vielfältige Früchte. Und für mich bedeutet dies natürlich, bei meinem Fahrverhalten nachjustieren zu müssen, um regelkonform zu bleiben.


Welchen Nutzen und welche Möglichkeiten unter anderem die industrielle Bildverarbeitung bieten kann, wird auch auf der 31. Control, Internationale Fachmesse für Qualitätssicherung, vom 9. bis 12. Mai in Stuttgart zu sehen sein. Dieses jährliche Event führt die internationalen Marktführer und innovativen Anbieter aller QS-relevanten Technologien, Produkte, Subsysteme sowie Komplettlösungen in Hard- und Software mit den Anwendern aus aller Welt zusammen. Mit mehr als 900 Ausstellern aus 32 Ländern ist diese Veranstaltung schon über Jahre die Informationsquelle Nummer Eins für alle Unternehmen, die erstklassige Qualität als Basis ihres Geschäftserfolgs sehen. Fachbesucher erhalten zudem sehr früh Einblicke in die Produktions- und Prüftechnik-Sphären der Zukunft. Dabei setzt der Messeveranstalter mit seinem Konzept auf den Wissens- und Technologie-Transfer zwischen Forschung und Entwicklung sowie den Anwendern in der Industrie. Und nicht zuletzt präsentiert sich auch das Ausstellungs-Portfolio vor dem Hintergrund einzelner boomender QS-Segmente, wie zum Beispiel der schon erwähnten industriellen Bildverarbeitung und Visionssysteme, robotergestützter Sub- und Komplettsysteme oder auch optoelektronischer Sensortechnik wieder auf höchstem Niveau. Dank des schon immer vergleichsweise hohen Digitalisierungs-Grades der Komponenten, Baugruppen und Systeme für die industrielle Qualitätssicherung, zeichnen sich diese Bausteine durch breite Industrie 4.0-Fähigkeit aus und bilden damit ein wesentliches Element beim Umsetzen derartiger Strukturen in die Realität.

 

Gerd Fahry
Chefredakteur

 

  

 

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Gerd Fahry

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Editorial dima 2.2017 

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