Es bleibt immer wieder spannend

Bald schreitet der Bürger mit deutschem Pass an die Wahlurne, um über die Zusammensetzung des 19. Deutschen Bundestages zu bestimmen; oder, im weitesten Sinne, über seine Zukunft zu entscheiden. Dies hat jetzt schon Folgen.

 

Eine breitgefächerte Parteienlandschaft bringt sich in Stellung, buhlt um die Wählerschaft und rüstet auf – mit hart diskutierten Wahlprogrammen, Parteitags- Grundsatzreden, Stammtischversammlungen, samstäglichen Wochenmarktauftritten mit Luftballon- und Kugelschreiber-Ausgabe oder mit direktem Klinkenputzen der Spitzenkandidaten in ihren Wahlkreisen. Man will sich ja bürgernah geben und eben mal hören, was dieser Bürger möchte, um ihn mit möglichst überzeugenden Wahlgeschenken zu umgarnen. Diese Meinungsvielfalt hat natürlich einen Preis. Wir wissen nicht, was kommen wird. Schwarz, rot oder bunt, weiter so oder so, wir erfahren es erst am 24. September 2017 nach 18 Uhr. Es bleibt also spannend.


Und noch ein weiterer Septembertermin wirft bereits heute seine Schatten voraus. Eine Woche lang, vom 18. bis 23., trifft sich in Hannover auf der EMO die Welt der modernen Fertigungstechnik, angeführt von Unternehmen, die mit „Made in Germany“ werben. Nach Angaben des VDW befindet sich unsere Werkzeugmaschinenindustrie ja derzeit in einer komfortablen Situation. „Der Auftragseingang entwickelt sich seit Jahresbeginn besser als erwartet“, so Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Branchenverbands. Die Nachfrage aus dem Ausland sei dabei um acht Prozent gewachsen, das Inland habe um zwei Prozent zugelegt. Seit Jahren also kontinuierliches Wachstum, welches unser Herz erfreut und die Kassen der öffentlichen Hand füllt.


Mittlerweile mehren sich aber auch andere, mahnende Stimmen zum ungebremsten Höhenflug unserer Wirtschaftsbilanz. So formulierte erst vor einigen Tagen das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) in seiner Konjunkturprognose bis 2018, dass der deutschen Wirtschaft eine konjunkturelle Überhitzung bevorsteht, sie in die Hochkonjunktur driftet. Die gesamtwirtschaftliche Überauslastung steige weiter und sei nach einer sechsjährigen Aufschwungphase dann so groß wie seit dem Boom-Jahr 2007 nicht mehr. „Die deutsche Wirtschaft ist mit überhöhter Drehzahl unterwegs – und das bereits im höchsten Gang“, beschreibt Prof. Dr. Stefan Kooths, Leiter Prognosezentrum IfW, diesen Zustand. Aus Sicherheitsgründen möchte ich sagen: „Bitte anschnallen, wir befinden uns im Vollgasmodus.“ Es bleibt also wieder einmal spannend.


Und auch wir haben uns in diesem Heft einem spannenden Thema verschrieben. In unserem Special ab Seite 15 stehen Anwendungen, Produkte und Systeme im Mittelpunkt, mit deren Hilfe sich Werkzeug- und Werkstückspannungen auf Maschinen und Anlagen rationell und effizient realisieren und automatisieren lassen. Zudem fanden weitere Trendthemen wie zum Beispiel der Leichtbau und die damit im Zusammenhang stehenden Veränderungen bei den Bearbeitungsstrategien einen Platz in dieser Ausgabe. Viel Spaß beim Stöbern und Lesen. Freuen Sie sich auf spannende Beiträge. 

Gerd Fahry
Chefredakteur

 

  

 

Über Ihre Meinungen und Anregungen freue ich mich: 

Gerd Fahry

Tel.: 0170 / 3 41 19 61 

fahry@agt-verlag.de

 

  

Editorial dima 3.2017 

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