Bild: HEMA
Aus alt mach neu – aber sicher

Mit Werkzeugmaschinen ist es wie mit Autos: Irgendwann haben wichtige Bauteile ihre Verschleißgrenze erreicht. Viele Unternehmen schaffen in solchen Fällen eine neue Maschine an – dabei ist ein Retrofit der alten Anlage meist deutlich günstiger. Die HEMA Maschinen- und Apparateschutz GmbH fertigt für solche Zwecke ein breites Portfolio an Klemm- und Bremssystemen, Faltenbälgen, Sicherheitsscheiben und LED-Beleuchtungssystemen.

 

Die Neuanschaffung einer Maschine ist teuer, denn sie zieht hohe Folgekosten nach sich. Oft muss ein neues Fundament gegossen und die Anlage in die Produktionskette eingebunden werden, außerdem sind in der Regel Schulungen für die Mitarbeiter nötig. Bei älteren Maschinen mit guter Substanz lohnt sich deshalb häufig ein Retrofit. Diese Maßnahme spart nicht nur Geld, sondern lässt sich auch in sehr viel kürzerer Zeit durchführen, als die durchschnittliche Lieferzeit einer neuen Maschine beträgt.

 

40 Jahre Erfahrung im Maschinenschutz


Für das Retrofit bietet HEMA passgenaue Komponenten, die die Sicherheit gewährleisten beziehungsweise Verschmutzungen der Maschine wirkungsvoll verhindern. Diese Bauteile sollten vom Lieferanten der Originalbauteile stammen, da sonst hohe Einzelkosten für Aufmaß und Konstruktion entstehen können. Da HEMA seit fast 40 Jahren Werkzeugmaschinen mit Schutzsystemen ausstattet und über umfassende Konstruktionsunterlagen dieser Bauteile verfügt, liegen dem Unternehmen die Daten vieler Bauteile vor. So können pass- und funktionsgerechte Ersatzteile eingesetzt werden, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen.

 

Faltenbälge aus hochwertigen Materialien


Zu den Komponenten, die einem besonders hohen Verschleiß unterliegen, gehören ohne Zweifel Faltenbälge. Sie verfahren täglich unzählige Male zusammen mit den Achsen, die sie schützen sollen. Außerdem greifen scharfe, heiße Späne und aggressive Kühlmittel das Material an und machen es auf Dauer spröde. HEMA liefert hochwertigen Ersatz für dieses Bauteil: Das Unternehmen fertigt seit vier Jahrzehnten Faltenbälge aus verschiedenen Spezialgeweben (z.B. Teflon, Polyurethan, Preotex), die auf einer CNC-Maschine maßgenau plissiert und zugeschnitten werden. Die Ingenieure des Maschinenschutz-Spezialisten stimmen die Grundkomponenten sowie Material, Form, Verarbeitungsart und Abmessung auf den jeweiligen Einsatzbereich ab. Zum Schutz vor ätzenden Flüssigkeiten oder Spanflug statten sie die Faltenbälge auf Wunsch auch mit Stahllamellen bzw. -blechen aus, die direkt auf den Falten montiert werden. Eine lückenlose Dokumentation und Prüfung nach ISO 9001:2008 gewährleistet, dass bei Verschleiß alle Bauteile jederzeit reproduziert und ersetzt werden können. Jede Komponente wird nach abschließender Qualitätskontrolle montagegerecht und betriebsbereit als Einheit beim Kunden angeliefert und kann direkt in die Maschine eingebaut werden.

 

Herkömmliche Sicherheitsscheiben altern schnell


Ein ebenso essentieller Maschinenbestandteil wie Faltenbälge sind Sicherheitsscheiben. Diese Bauteile schützen den Bediener vor Spänen oder herumfliegenden Werkstückteilen und altern in der Regel schnell, wenn sie aus reinem Polycarbonat (PC) bestehen. Das ist insbesondere bei Bearbeitungszentren niedriger Schutzart oft der Fall, da die Hersteller hier nicht das bestmögliche Material verwenden. Der Alterungsprozess des PC wird durch die ständige Benetzung der Scheibe mit Kühlmitteln und anderen Produktionsflüssigkeiten verursacht – er sorgt dafür, dass die Scheibe ihre Schutzfunktion verliert. Schon nach neun Monaten beträgt die Rückhaltefähigkeit einer einfachen PC-Scheibe nur noch etwa 40 Prozent gegenüber ihrem Neuzustand.

 

Verbundglas-Scheiben bieten höchste Sicherheit


HEMA fertigt seine Schutzscheiben dagegen ausschließlich aus Verbundglas: Zum Maschineninnenraum hin bestehen die Sicherheitsscheiben aus Einscheiben- oder Verbundscheibensicherheitsglas, auf der Bedienerseite aus abriebfest beschichtetem Polycarbonat (PC). Die Glasscheibe schützt also die PC-Scheibe vor dem direkten Kontakt zu Kühlschmierstoffen. Im Falle einer Beschädigung schützt die PC-Scheibe dank ihrer hohen Rückhaltefähigkeit wiederum den Bediener vor umherfliegenden Teilen. Da die Sicherheitsscheiben von HEMA vollvergossen sind, verursachen sie bei einer Beschädigung außerdem nur eine sehr geringe Verschmutzung der Maschine mit Splittern. Die Kanten der Scheiben sind diffusionsdicht und kühlmittelresistent versiegelt und mit Alu- oder VA-Rahmen versehen montagefertig lieferbar.


HEMA bietet seine Maschinen-Sicherheitsscheiben auch mit integrierter LED an, die den Bearbeitungsraum gleichmäßig ausleuchtet. Damit der Bediener nicht geblendet wird, integriert das Unternehmen die Leuchten nahezu unsichtbar in die Scheibe. Diese Konstruktion verhindert zudem das Anhaften von Spänenestern an der LED, die deren Leuchtkraft beeinträchtigen könnten. Die Sicherheitsscheiben mit und ohne integrierte LED sind im Retrofit einsetzbar. Sie werten die Maschine auf, da sie die Sicherheit des Bedieners erhöhen und den Bearbeitungsprozess durch eine bessere Sicht erleichtern.

 

Modulare LED-Leuchten mit hoher Lebensdauer


Die LED-Beleuchtungsleisten gibt es auch separat; sie lassen sich selbst in kleine Bauräume gut integrieren. Die modular gebaute Variante „Secret Flood“ beispielsweise ist mit nur 20 Millimeter Höhe extrem flach und als kompakte Aufbau- oder Einbau-Ausführung verwendbar. Sie ist stoßfest und unempfindlich gegenüber Kühl- und Schmiermitteln. Weitere Mitglieder der Produktfamilie sind die Ausführungen der Baureihe „Secret MTL“ mit einer klaren oder milchigen Verguss-Optik. Diese kompakten und robusten Maschinenleuchten sorgen für eine diffuse, blendfreie Lichtabgabe. Sie kann mithilfe von Haltersytemen horizontal und vertikal sehr flexibel montiert werden und ist wie die „Secret Flood“ mit einem direkten 24-V-Anschluss ausgestattet. Da die LED von HEMA eine lange Lebensdauer von bis zu 50000 Stunden haben und außerdem einfach zu montieren sind, sparen Anwender erhebliche Wartungs- und Montagekosten im Vergleich zum Einsatz herkömmlicher Leuchten. Die LED-Lichtleisten können für das Retrofit verwendet werden.

 

Ausfallsicher: Pneumatische Klemm- und Bremssysteme


HEMA fertigt auch Klemm- und Bremssysteme, die höchsten Anforderungen genügen. Während andere Systeme beim Ausfall der Pneumatik versagen, funktionieren „PClamp“, „LinClamp“, „RotoClamp“ und „DiskClamp“ genau dann absolut zuverlässig. Der Grund liegt in der besonderen Konstruktion der Klemmsysteme, die nach dem Prinzip des Federspeichers arbeiten: Im Normalzustand werden die Luftkammern zwischen den Federblechen mit Druckluft beaufschlagt und diese dadurch in eine Ruheposition gezwungen. Fällt die Druckluft – zum Beispiel bei einem Notfall – aus, verlassen die Federbleche ihre Ruheposition und drücken das Klemmelement mit großer Kraft in Richtung Achse. 


Die Seligenstädter Maschinenschutz-Experten bieten ihre Klemmsysteme in unterschiedlichen Größen und Ausführungen an: Die „LinClamp“ wurde für Klemmungen auf Linearführungsschienen entwickelt und dient zum Bremsen und Halten von Lasten in axialer Richtung. Mit der „RotoClamp“ können dagegen Achsen an Torquemotoren geklemmt und gebremst werden. Die „DiskClamp“ verfügt zusätzlich dazu über eine Notbremsfunktion und ist deshalb mit Bremsbelägen ausgestattet. Für das Klemmen von Stangenlasten ist die „PClamp“ ideal: Sie klemmt mit hohen Kräften, ist modular aufgebaut und leicht zu montieren. Wenn eine Klemmung nur für Transport- oder Umrüstzwecke erfolgen soll, empfiehlt sich die manuell zu betätigende „MClamp“.


HEMA fertigt alle Klemm- und Bremssysteme standardmäßig in Versionen für einen Betriebsdruck von 4 oder 6 Bar. Die pneumatischen Klemmsysteme erzeugen nicht nur wesentlich höhere Klemmkräfte als hydraulische Varianten – sie verursachen auch deutlich niedrigere Betriebskosten.

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Beitrag aus dima 2/2017:

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