Saubere Produktion in der Automobilindustrie

Einen wesentlichen Beitrag zum gezielten und sauberen Abtransport der anfallenden Späne in Boehringer-Maschinen zur Kurbelwellenbearbeitung leisten Späneförderer der Kabelschlepp GmbH, Hünsborn.

FRANK SPRINGER, WENDEN-GERLINGEN 

 

MAG ist ein globaler Fertigungsspezialist, der maßgeschneiderte Lösungen für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie und deren Zulieferer bietet. Die Gruppe liefert Werkzeugmaschinen, Fertigungssysteme und Dienstleistungen im Bereich der Dreh-, Fräs- und Hontechnologie, Systemintegration, Automation, Software, Wartung und Instandhaltung, Retrofit, e-Learning sowie Kernkomponenten für Werkzeugmaschinen. Als Industrieausrüster bietet MAG Komplettlösungen, hauptsächlich als schlüsselfertige Anlagen. Das weitreichende Verständnis für produktionstechnische Problemstellungen und eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit tragen zur nachhaltigen Senkung der Produktionskosten in den Zielbranchen bei.

 

Fortschrittliche Kurbelwellenbearbeitung


Im Bereich der Kurbelwellenvorbearbeitung bietet MAG ein durchgängiges Produktprogramm – abgedeckt werden die Prozesse Ablängen und Zentrieren, Dreh- Drehräumen, HS-Außenfräsen, Öllochbohren, Endenbearbeiten, Nadellagerbearbeiten sowie das Feindrehen und Glattwalzen der Passlager. Durch die Kombination dieser Bearbeitungsverfahren optimiert MAG die Prozesskette. Für unterschiedliche Kurbelwellentypen, Taktzeiten und Flexibilitätsanforderungen entwickelt das Unternehmen individuelle Lösungen, wobei die Kunden alles aus einer Hand erhalten. „Alle unsere Maschinen basieren auf den gleichen Steuerungs- und Antriebskonzepten“, erläutert Andreas Schweizer, Leiter Entwicklung Kurbelwellen- & Drehmaschinen MAG IAS GmbH. „Das ermöglicht den Kunden eine einfache Bedienung, Wartung, Instandhaltung und vereinfacht den Service.“


Ein Beispiel für die Kurbelwellenbearbeitung der neuen Generation ist die Baureihe Boehringer 221/226 Cx von MAG. „Dieses Maschinenprogramm ist modular aufgebaut, sodass wir zusammen mit unseren Kunden die Anlagen je nach Bedarf flexibel zusammenstellen können“, so Andreas Schweizer. Das hohe Bearbeitungsniveau und die verbesserte Bedienfreundlichkeit machen eine Anwendung nicht nur als Einzelmaschine, sondern auch im verketteten Betrieb mit unterschiedlichsten Ladekonzepten möglich. Die neuen MAG-Technologien der Hartfein-Bearbeitung von Haupt- und Hublager sowie Flansch und Zapfen reduzieren durch die Trockenbearbeitung nachhaltig die Produktionskosten der Feinbearbeitung und sind ein wesentlicher Baustein des MAG „Energie- und Umfeldmanagements“.

 

Durchdachte Maschinen – bis hin zur Späneentsorgung


Die neuen Boehringer 221/226 Cx Maschinen sind für die Produktion von Kurbelwellen bis zu einer Gesamtlänge von 550/750 mm konzipiert. Ein Maschinen-Schrägbett aus Mineralguss bildet die Basis des modularen Baukastenssystems. Es ist mit integrierten Gussleisten ausgestattet, woraus sich eine sehr gute Krafteinleitung ins Bett ergibt. Hohe Dämpfungseigenschaften sorgen für höchste Steifigkeit und somit für beste Oberflächenqualität am Werkstück. Die Innenverblechung im Arbeitsraum ist um 20 Grad geneigt, was einen optimalen Spänefall gewährleistet und Spänenester verhindert.


„Eine reibungslos funktionierende Entsorgung der Späne ist die Voraussetzung für einen effizienten und störungsfreien Lauf der Maschinen“, erklärt Andreas Schweizer. „Deshalb setzen wir bei allen unseren Maschinentypen im rotatorischen Bereich die Späneförderer der Kabelschlepp GmbH Hünsborn ein.“ Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen besteht schon seit vielen Jahren. Außer in der Kurbelwellenbearbeitung vertraut MAG auch bei den Drehmaschinen der Typen 250 T und 250 VT auf die Produkte dieses Herstellers. „Im Vergleich zu anderen Herstellern überzeugen diese Späneförderer vor allem durch ihr sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.“


In den Maschinen von MAG kommen ausschließlich Scharnierbandförderer zum Einsatz. Die robusten Modelle lassen sich als Einzelförderer an Werkzeugmaschinen oder als verkettete Förder-Systeme einsetzen. Je nach Ausführungsart wird das Fördergut in einem definierten Steigungswinkel auf die gewünschte Höhe gefördert und abgeworfen. Bei Nassbearbeitung werden die Kühlschmierstoffe im Fördergehäuse gesammelt und über einen optional lieferbaren Kühlmittelbehälter oder eine Pumpstation dem Maschinenkreislauf wieder zugeführt. „Mit Scharnierbandförderern lassen sich in über 80 % aller Fälle die Entsorgungsaufgaben lösen“, so Uwe Becher, Senior Manager Project Planning bei der Kabelschlepp GmbH Hünsborn. „Egal ob nasse oder trockene Späne, Abfall von Laserschneidmaschinen, warme Schmiedeteile, Pressteile oder Stanzschrott – in unserem Sortiment findet sich das richtige Produkt.“

 

Individueller Aufbau von Maschine und Späneförderer


Im Fall der Kurbelwellenbaureihe 221/226 Cx fallen kurz gebrochene Späne, kurze bis lange Kringel und Knäuel mit einem maximalen Durchmesser von 150 mm an – und zwar in einer Menge von 100 kg/h. Das zu entsorgende Material aus Metallen und Nichteisenmetallen wird im Normalfall über eine Kombination aus Längs- und Querförderer abtransportiert. „Je nach Kundenwunsch gibt es bezüglich des Abwurfs verschiedene Optionen“, erläutert Andreas Schweizer. Die Späne fallen immer im Bereich des Längsförderers an. „Wenn der Abwurf seitlich links oder rechts erfolgen kann, wird kein zusätzlicher Querförderer benötigt. Ist allerdings wenig Platz in einer Fertigungslinie vorhanden, kann der Späneabwurf auch hinter der Maschine links oder rechts erfolgen. In diesem Fall ist die Längs-Querkombination erforderlich.“


Die Späneförderer selbst sind an die besonderen Gegebenheiten der Maschinen angepasst. So setzte Kabelschlepp – basierend auf der Baureihe SRF 063 – einige besondere Anforderungen um: So sollten sich die Späneförderer schnell und unkompliziert ein- und ausbauen lassen und möglichst verschleißfest sein, um den hohen Beanspruchungen gerecht zu werden. Zudem musste eine perfekte Abdichtung der Schnittstelle zwischen Maschine und Längsförderer gewährleistet sein. Letztere ist vor allem bei der Nassbearbeitung unabdingbar – so wird verhindert, dass Ölnebel austritt oder Kühlschmiermittel auf den Hallenboden gelangt. Nicht zuletzt unterstützt eine gute Abdichtung zwischen Späneförderer und Maschine die Geräuschdämmung: Gemäß der Vorgabe von MAG muss die Lautstärke im Betrieb unter 75 dB(A) bleiben. Alle Anpassungen wurden zur vollsten Zufriedenheit von MAG umgesetzt, bestätigt Andreas Schweizer: „Einer der Vorteile bei der Zusammenarbeit mit Kabelschlepp ist die gute Betreuung auch schon in der Neuentwicklungsphase eines Produkts. Und wenn es später einmal Probleme geben sollte, hilft das umfangreiche Servicenetzwerk.“

www.kabelschlepp.de  

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Beitrag aus dima 6/2014:

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