Foto: Linsinger
Rohre in Rekordzeit trennen

Der oberösterreichische Maschinenbauer Linsinger behauptet sich seit Jahren auf dem Weltmarkt mit seiner Rohrtrennmaschinen-Serie Multi Cut.

Jüngstes Kind ist die MC3, eine Weiterentwicklung der Multi Cut MC4.

GOTTFRIED HELMUT SAGER, STEYRERMÜHL 

 

Manager für Service und Instandhaltung in Rohrwerken müssen in der Regel misstrauische Menschen sein. Sie reparieren und verbessern, was Lieferanten versprochen und später nicht gehalten haben. Aber es gibt auch Momente, wo der Glaube an den Menschen belohnt wird. „Wir steckten bei der Linsinger-Maschine den Stecker an und das Teil lief praktisch ab der ersten Minute “, erinnert sich der damals Verantwortliche bei Mannesmann Line Pipe. Die Rohrtrennmaschine von Linsinger Austria legte im Jahr 2004 also einen Bilderbuchstart hin und ist seither völlig ohne Probleme im Dauerbetrieb.


Die konstruktive Aufgabe beim Einbau der Trennanlage in eine bereits bestehende verkettete Anlage wurde von Linsinger, dem Maschinenbauspezialisten aus dem Salzkammergut, hervorragend gelöst – ohne dass unnötige Stehzeiten die Produktion beeinträchtigt hätten. Die mitfahrende 50 Tonnen Anlage aus den gelben Werkshallen in Steyrermühl zeigt bis heute, worin ihre Vorzüge liegen: Bei geringen Werkzeugkosten und optimierten Standzeiten trennt die Multi Cut MC 4-610 längsgeschweißte Rohre mit gratarmen Innen- und Außenkanten in Rekordzeit.

 

Neuentwicklung MC3


Eine logische Weiterentwicklung der Rohrtrennmaschine Multi Cut MC4, die mit 4 unabhängig angesteuerten Antriebseinheiten ihren Dienst verrichtet, ist die Multi Cut Rohrtrennmaschine MC3, die das Trennen von Rohren mit Durchmessern zwischen 150 und 660 mm auf eine neue Stufe stellt. Besonders für die Entnahme von Rohrproben beziehungsweise Endschnitten eignet sich die Rohrtrennmaschine MC3 stationär, die sowohl für geschweißte Rohre als auch in Endlosrohrwerken zum Einsatz kommt. Sie verfügt über drei kleinere Kreissägen, die auf einer radial drehbaren Scheibe angebracht sind und einen sauberen, verkaufsfertigen Schnitt liefern. Durch den gleichzeitigen Eingriff aller drei Sägen in das Rohr und die anschließende Drehung um 120° ergeben sich deutlich kürzere Taktzeiten; so liegt etwa die reine Trennzeit für ein P110-Stahlrohr der Dimension 244 x 13,5 mm bei acht Sekunden. Ein weiterer entscheidender Vorteil: Fällt eine Säge aus, kann die Maschine zwar mit etwas geringerer Leistung, aber ohne Unterbrechung bis zum planmäßigen Wechsel der Sägeblätter weiterarbeiten. So werden teure Produktionsstillstände vermieden. Desweiteren kann die Trenngeschwindigkeit optimal auf die Sägeblätter abgestimmt werden, das sich wiederum enorm auf die Wirtschaftlichkeit der Maschine auswirkt.

 

Minimale Werkzeugkosten durch Einmal-Sägeblätter


Überzeugend wie die Geschwindigkeit ist auch die Wirtschaftlichkeit der Rohrtrennmaschinen Serie Multi Cut, und zwar aus mehreren Gründen: Im Gegensatz zu den großen und daher teuren Blättern konventioneller Stahlkreissägen können in der Multi Cut-Maschine deutlich kleinere und entsprechend günstigere Einmal-Sägeblätter verwendet werden. Zusammen mit der konstruktionsbedingt höheren Standzeit der kleineren Sägeblätter bewirkt dies eine massive Reduktion der Werkzeugkosten, die ja bei Kreissägen, welche oft mehr als 20 Jahre im Einsatz stehen, deutlich mehr ins Gewicht fallen als die Kosten der Maschine selbst. Darüber hinaus sparen die dünnen Schnittbreiten viel Material ein.

 

Vollautomatischer Werkzeugwechsel


Nicht zuletzt überzeugt die MC3 durch den komplett vollautomatischen Werkzeugwechsel, den ein Roboter vornimmt, sobald eine bestimmte Schnittanzahl erreicht ist. Er wechselt alle drei Sägeblätter in nur 90 Sekunden – in der Formel 1 würde man von einem „Boxenstopp“ in Rekordzeit sprechen. Bezogen auf einen Lifecycle der Maschine von 20 Jahren entspricht die dadurch erzielte Zeitersparnis mehr als einem halben Jahr im Dreischicht-Betrieb.


„Die MC3 ist nicht nur durch ihre Präzision, sondern auch durch ihre Wirtschaftlichkeit das Maß aller Dinge. Der Mehrpreis gegenüber konventionellen Sägen amortisiert sich schon innerhalb von zwei bis drei Jahren“, fasst Linsinger-Firmenleiter Hans Knoll die vielen Vorteile zusammen, von denen sich weltweit Kunden überzeugt zeigten. Er ist sich sicher, die Rohrtrennmaschinen Multicut MC3 und MC4 haben die Rohrtrenntechnik noch schneller, effizienter und noch wirtschaftlicher gemacht. Der Beweis seien die Kunden, die überall auf dem Globus verteilt seit Jahren auf Qualität „Made by Linsinger“ setzen.

www.linsinger.com  

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Beitrag aus dima 1/2015:

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