Foto: Bucher Stahl
Sägen auf Hartmetallniveau

Stark reduzierte Fertigungskosten, mehr Flexibilität und Liefertempo – dies erreichten Stahldistributoren wie Bucher Stahl mit Sägekonzepten auf Basis beschichteter Bimetall-Sägebänder.

THILO HORVATITSCH, BUDENHEIM 

 

Für Wespa, einen führenden internationalen Hersteller hochwertiger Sägewerkzeuge, heißt die Strategie: neue, individuelle Sägekonzepte für die Produktion durch hocheffiziente Maschine-Werkzeug- Pakete. „Wir bieten unseren Kunden weniger Produkte als vielmehr eine höhere Wettbewerbsfähigkeit an“, erklärt Jan-Peter Schulz, Direktor Marketing und Vertrieb am Hauptsitz in Melsungen. Entscheidend gerade für Stahldistributoren oder Stahl-Service- Center sei der Gewinn an Produktivität, Flexibilität und Liefertempo. Insbesondere kleine Losgrößen erforderten ein hohes Maß an Flexibilität. Auch schichtübergreifende Prozesssicherheit sei nur durch Sägebänder mit hoher Standzeit zu erreichen – gerade vor dem Hintergrund, dass bei Vollautomaten oder automatischer Zuführung die Prozesse über Nacht oft mannlos laufen. All diese Fertigungskonzepte ermöglicht laut Wespa die neue Generation von beschichteten Bimetall-Sägebändern, die Leistungsergebnisse auf Hartmetall-Niveau versprechen, in Kombination mit dem im Markt bisher einzigartigen Angebots- und Wirtschaftlichkeitsprogramm „Individual Performance Cutting“ (IPC). In die Kundenberatung und Produktionsplanung gehen dabei ausgewählte Produktoptionen sowie sämtliche wichtige Fertigungsparameter ein. „Unsere Kunden können dadurch nicht nur die Ausbringung deutlich erhöhen und Fertigungskosten sparen. Sie können auch schneller liefern, den Leistungsbedarf je nach Auftrag rasch anpassen oder ihre Schichtarbeit effizienter organisieren“, so Schulz.

 

Schnittzeit über 50 Prozent gesenkt


Ein aktuelles Beispiel dafür bietet der Wespa Kunde Bucher Stahl. Der Stahldistributor aus Rottweil setzt nach eingehenden Versuchen und Berechnungen nun am Standort Zimmern o.R. beschichtete Wespa Sägebänder zur Bearbeitung von unlegierten Baustählen bis zu hochlegierten Werkzeugstählen ein. Laut Tests mit Vollmaterial (16MnCr5, Durchmesser 220 mm) ließen sich die Schnittzeit von 11,25 auf 5,5 Minuten pro Schnitt senken und die Standzeit von 80 auf 160 Betriebsstunden erhöhen. Dabei ist das Sägeband nur alle 30 Tage zu wechseln. Die Kostenersparnis beträgt 6 100 Euro pro Monat. Gearbeitet wird einbis zweischichtig, so dass viel Flexibilität für eine Kapazitätserhöhung verfügbar ist. „Wir haben alle Maschinen auf die neuen Wespa Sägebänder umgestellt. Mit Hilfe der Wirtschaftlichkeitsberechnung wurde uns bewusst, welches Potenzial noch in unserer Sägeabteilung steckt. Wir konnten unsere Produktivität deutlich steigern sowie Zeit- und Kostenvorteile gewinnen“, äußert sich Erwin Sali, Betriebsleiter und Prokurist von Bucher Stahl.

 

Ausstoß gesägter Teile fast verdreifacht


Auch Ibero Stahl will alle Maschinen auf Wespa Sägebänder umrüsten. Der Edelstahldistributor aus Mülheim an der Ruhr setzt nach eingehenden Versuchen und Berechnungen beschichtete Wespa IPC Sägebänder zur Bearbeitung von Vollmaterial ein (z. B. 1.4571 X6CrNiMoTi17-12-2, Durchmesser 60 mm, 5 Stück in Lage). Laut Tests ließen sich die Schnittzeit von rund 13 auf 5 Minuten pro Schnitt senken und die Standzeit von 6 m² auf 10 m² steigern. Damit wurde der Ausstoß gesägter Teile fast verdreifacht und Kosten von bis zu 8 900 Euro pro Monat gespart. Laut Ibero Stahl lassen sich Aufträge nun noch schneller bearbeiten und die Liefervorgaben von Kunden sogar übertreffen. „Von unseren Konzepten können im Prinzip Unternehmen jeder Größe und Ausrichtung profitieren. Wir wollen bis 2020 gemeinsam mit Maschinenherstellern diese neue Art des leistungseffizienten Sägens flächendeckend und über Europa hinaus in allen Anwendungsbereichen der Industrie einführen“, erläutert Jan-Peter Schulz die langfristigen Pläne des Unternehmens.

 

65 Jahre Säge-Know-how


Wespa produziert seit 1950 Sägeblätter und Sägebänder. Das Unternehmen mit bundesweitem Vertriebsnetz sowie Vertretungen und Händlern rund um den Globus zählt heute zu den weltweit führenden Herstellern von Sägewerkzeugen. Das Angebotsprogramm IPC (Individual Performance Cutting) und eine neue Sägeband-Generation stehen für maßgeschneiderte Komplettlösungen und eine neue Dimension des wirtschaftlichen Bandsägens. Am deutschen Stammsitz in Melsungen, Hessen, produzieren rund 100 Mitarbeiter ein breites Produktspektrum für unterschiedlichste Branchen. Auf diese Sägewerkzeuge verlassen sich namhafte Global Players unter anderem aus der Automobil-, Luftfahrt-, Stahl- und Maschinenbauindustrie.

www.wespa-simonds.de  
www.individual-cutting.de

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Beitrag aus dima 1/2015:

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