Bild: Samag, Jan Gutzeit
Tiefbohr-Fräszentren steigern Produktivität

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Erfolgreicher Werkzeugmaschinenbau aus Thüringen: Samag setzt mit aktueller Generation universeller Tiefbohr- Fräszentren auf Präzision, Energieeffizienz und gesteigerte Produktivität. 


Um Wettbewerbsfähigkeit auf den globalen Märkten zu erreichen, müssen sich Investitionen in den Maschinenpark schnell rechnen. Bei der Neuanschaffung spielen neben Kaufpreis und Ausstattung auch Effizienz und Betriebskosten eine wichtige Rolle. Die Samag Saalfelder Werkzeugmaschinen GmbH aus Thüringen (Samag) ist erste Wahl, wenn es um Anlagen geht, die diese Anforderungen erfüllen. Eines der Geschäftsfelder des Unternehmens ist der Bereich Machine Tools. Hier ist man unter anderem führend im Segment der Tiefbohr- Fräszentren. Diese werden für ein breites Anwendungsspektrum wie Mittel- und Großformenbau, Normalien-Lieferanten, Vorrichtungs- und Maschinenbau eingesetzt.


Ob Aluminium oder hochvergütete Werkzeugstähle, die TFZ-Baureihe ist für die Bearbeitung aller metallischen Werkstoffe ausgelegt. Die Tiefbohr-Fräszentren vereinen zwei Technologien (Tiefbohr- und Fräsbearbeitung) in einer Maschine. Der konstruktive Aufbau ermöglicht die Vier- Seiten-Komplettbearbeitung kubischer Werkstücke von einem Gewicht bis zu 50 Tonnen in nur einer Aufspannung.


„Das Maschinenkonzept, die Kombination aus Tiefbohren und Fräsen, hat sich durch die überzeugenden Leistungsdaten in der Praxis bewährt. Der Markt und natürlich unsere Kunden haben das Konzept der TFZ-Baureihe angenommen. Viele unserer Kunden steigen von getrennten Tiefbohr- und Fräsmaschinen auf unsere kombinierte TFZ-Baureihe um“, erklärt Lutz Jakob, Vertriebsleiter Tiefbohrtechnik bei Samag.

 

Kombiniertes Verfahren und hohe Leistung überzeugen Anwender


So sind beispielsweise bei der Firma Büttner & Co. aus dem ungarischen Nagyatád zwei Tiefbohr- Fräszentren der Thüringer Werkzeugmaschinenbauer im Einsatz, eines vom Typ TFZ 5-2000 sowie ein weiteres vom Typ TFZ 2-1000, eine weitere TFZ 2-1000 wird Ende September 2015 geliefert. Das Unternehmen fertigt Werkzeugnormalien, tiefgebohrte und -gefräste Formplatten, Heißkanal-, Heiz- und Verteilerplatten sowie komplette Formaufbauten und Stanzgestelle für den internationalen Markt. In der CNC-Fertigung werden bei Büttner Werkstücke bis zu 25 000 kg Gewicht bearbeitet. Hier schätzt man vor allem die Kombination der beiden Technologien in einer Samag Anlage. Denn gerade im Werkzeug- und Formenbau werden häufig Ausfräsungen wie Taschen oder Anschlussgewinde an den bearbeiteten Bauteilen gefordert. Diese in einer Aufspannung zusammen mit den Tiefbohrungen einzubringen, spart Rüst- und Bearbeitungszeit.


Der besonders großzügig dimensionierte Arbeitsbereich war ein weiteres Argument, das für eine Werkzeugmaschine aus Saalfeld sprach: Die bei Büttner eingesetzte Ausführung der TFZ 5-2000 erreicht Verfahrwege von X = 3 200 mm, Y = 1 250 mm und Z = 1 550 mm. Die W-Achse kann um 2 500 mm verfahren werden. Die Tischbelastung reicht dabei bis 15 000 kg. An der kleineren TFZ 2-1000 überzeugte vor allem die Schwenkachse: Die A-Achse ist von -30° bis +15° schwenkbar, sodass sich jetzt bei Büttner auch Bohrungen unter zwei Winkeln ausführen lassen.


Auch die extrem steife Maschinenstruktur der beiden Tiefbohr-Fräszentren hat sich bei dem erfolgreichen ungarischen Formen- und Werkzeugbauunternehmen bewährt: Diese ermöglicht Fräsarbeiten, deren Leistung und Genauigkeit mit denen reiner Fräsbearbeitungszentren vergleichbar sind. Die Anschaffung der beiden Anlagen aus der TFZ-Baureihe hat sich für Büttner deutlich gelohnt, wie Produktionsleiter Norbert Horváth unterstreicht: „Durch die Investition in die beiden Bearbeitungszentren konnten wir unsere Produktivität um 30 Prozent erhöhen.“

 

Weiterentwicklung auf Basis von Kundenanforderungen


Die hohe Kundenzufriedenheit ist Samag ein Ansporn, in der Forschung und Entwicklung den Anforderungen und Bedürfnissen der Anwender einen hohen Stellenwert einzuräumen. „Unsere Entwicklungsabteilung arbeitet ständig daran, die Grenzen des Machbaren immer wieder ein wenig zu verschieben“, unterstreicht Lutz Jakob. Das zeichnet auch die aktuelle Generation der TFZ-Baureihe aus, die mit einem weiter optimierten Maschinenkonzept überzeugt.


Hier konnte unter anderem durch einen stärkeren Antrieb bei der TFZ 2/ 2L-1000 die Fräsleistung deutlich auf 475 cm3/min erhöht werden und durch den Einsatz einer Zweikanaldrehdurchführung ist ein Bohrdurchmesser bis 36 mm möglich. Mit der Erweiterung der Baureihe TFZ 2L-1000 und TFZ 3L-1500 wurden die Verfahrwege, die NC-Rundtische und Werkstückstörkreise erweitert. Diese Leistungsoptimierungen vergrößern damit insgesamt das Einsatzspektrum der Anlagen der TFZ-Baureihe erheblich.


Ein weiterer Aspekt, auf den Samag in der Weiterentwicklung den Fokus richtete, ist das verbesserte Sicherheitskonzept: Auf Wunsch werden alle Maschinen der TFZ-Baureihe zur Kollisionserkennung mit einem Maschinen-Airbag ausgestattet. Durch die extrem kurze Reaktionszeit werden Folgeschäden enorm minimiert. Zusätzliche Eigenschaften wie die dynamische Kollisionsüberwachung DCM, die als Software-Option Kollisionen zwischen Werkzeug und Maschinenkomponenten sowie zwischen Werkzeug und Spannmitteln verhindert, gewähren eine hohe Prozesssicherheit.

 

Mit „Eco power“-Konzept zu mehr Energieeffizienz


Eines der Highlights in der Weiterentwicklung der TFZ-Baureihe ist die verbesserte Energieeffizienz, die eine spürbare Kostenreduzierung in der Produktion erzielt. „Etwa 40 Prozent der Betriebsausgaben für Werkzeugmaschinen nehmen Energie und Medien ein. Daher war der Energieverbrauch aus unserer Sicht ein vielversprechender Ansatzpunkt für Optimierungen. Mit einem intelligenten Energiemanagement lässt sich hier viel erreichen“, meint Lutz Jakob.


Unter dem Motto „Eco Power“ wurde eine ganze Reihe von Veränderungen umgesetzt, die Anwendern einen geldwerten Vorteil bieten: Das „Eco power“-Konzept beinhaltet unter anderem die Rückeinspeisung von Elektroenergie ins Stromnetz bei Bremsvorgängen. Realisiert wird dies durch effiziente Asynchronmotoren der Wirkungsklasse IE2, mit denen Hauptspindel- und Vorschubantriebe der aktuellen TFZ-Baureihe ausgestattet wurden. Zusätzlich wurde das Hydraulikaggregat optimiert, das jetzt in einem geschlossenen Kreislauf arbeitet. Eine weitere Maßnahme zur Senkung des Energieverbrauchs ist die Abschaltung nicht verwendeter Einzelfunktionen während des Betriebs der Maschine. „Gerade die Nebenaggregate wie Kühlung und Hydraulik sind bei Werkzeugmaschinen die größten Energieverbraucher. Auch in nichtproduktiven Phasen findet hier eine Energieaufnahme statt“, erläutert der Vertriebsleiter. Die Kühlung des Schaltschrankes übernimmt jetzt eine energiesparende Klimatisierung, die sogar optional eine Wärmerückgewinnung ermöglicht. Zudem wurden große pneumatische durch servomotorische Antriebe ersetzt, um teure Druckluft einzusparen. Darüber hinaus erlaubt der Einsatz eines großflächigen Kühlmitteltanks den Verzicht auf Kühlgeräte. „Das alles führt dazu, dass die jüngste Anlagengeneration unter dem Strich mehr Gewinn bei gleichem Einsatz erzielt“, erklärt Lutz Jakob stolz. 

www.samag.de

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Beitrag aus dima 4/2015:

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