Rainer Jehle (l.), Dieter Wentz (r.)Bild: Benzinger
Mannlos-Variante

 

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Die Carl Benzinger GmbH zeigt erstmals seine entwickelte Roboterzelle zum automatisierten Be- und Entladen seiner modular aufgebauten Präzisionsdrehzentren der Baureihe Präzisionsdrehzentren „GoFuture“.  Mit dieser Lösung wird Präzisionsdrehen in bedienerlosen Schichten möglich.


Wie Dieter Wentz, Vertriebsleiter bei Benzinger, hervorhebt, lässt sich die Roboterzelle nahezu vollständig in die Umhausung der Drehmaschinen einfügen. Sie benötigt nur wenig zusätzliche Stellfläche. Dennoch arbeitet sie weitgehend autark und kann flexibel im Wechsel an mehreren Drehzentren „GoFuture“ eingesetzt werden. Neben dem mechanischen Einfügen in die Aufnahmen auf der Maschinenbasis sind dafür lediglich elektrische und pneumatische Steckkupplungen zu verbinden.   


In die Roboterzelle sind ein Industrieroboter von Fanuc und eine Palettenstation für Roh- und Fertigteile integriert. Letztere nimmt auf einer Fläche von 300 x 600 Millimeter mehrere Platten auf. Somit kann das damit ausgerüstete Präzisionsdrehzentrum, je nach Bearbeitungszeit pro Werkstück, über mehrere Stunden ohne Bediener produzieren. Das Entnehmen beziehungsweise Einsetzen der Paletten aus der Roboterzelle erfolgt hauptzeitparallel.


Ein weiterer Vorteil der Roboterzelle sei, dass trotz der Automatisierung der Zugang zum Arbeitsraum der Drehzentren für einen Bediener uneingeschränkt zugänglich bleibt, so der Vertriebsleiter.

 

Griff in die Kiste


Die Roboterzelle befindet sich neben der Hauptspindel. Durch eine separate Öffnung in der Umhausung greift der Roboter in den Arbeitsraum, um mit seinem Doppelgreifer Rohlinge in das Futter einzulegen sowie fertig bearbeitete Bauteile zu entnehmen.


Als Option gibt es eine Digitalkamera, um Werkstücke und deren Lage in den Paletten zu erfassen. Das ermöglicht dem Roboter den „Griff in die Kiste“, also das zuverlässige Greifen ungeordnet abgelegter Bauteile. Die vollständige steuerungstechnische Integration der Roboterzelle sowie der Kamera in die Steuerung Fanuc 31i B5 der Drehzentren vereinfacht und beschleunigt erheblich das Programmieren der kompletten Einheit. Alle Funktionen können am Terminal der Maschinensteuerung vorgegeben werden. 


Mit dieser kompakten, flexibel einsetzbaren Roboterzelle erhalten Fertigungsbetriebe in der Medizin- und der Dentaltechnik, in der Uhren- und der Schmuckherstellung, in der Mikro- und der Feinmechanik sowie in der Automotive-Industrie eine ausgereifte Automation.

www.benzinger.de

 

Beitrag aus dima 4/2016:

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