Bild: Haimer
Produktives Auswuchten

Die Haimer GmbH, Spezialist in Sachen Werkzeugspann- und -auswuchttechnik, konnte auf der Grindtec mit Entwicklungen im Bereich hochpräziser Werkzeugaufnahmen, Wuchtmaschinen und Zubehör überzeugen.

Will ein Anwender die volle Leistungsfähigkeit seiner modernen Schleifmaschine nutzen, sollte er gewuchtete Werkzeuge und Aufnahmen einsetzen.

 

Denn die Drehzahlen sind so hoch, dass eine mit Unwucht belastete Schleifscheibe mehrere negative Folgen hätte. Zum Beispiel könnten auftretende Vibrationen für schlechtere Oberflächenqualität (Rattermarken) sorgen. Auch die Maßhaltigkeit am Werkstück ginge zurück, und die Kosten für das Abrichten würden steigen. Die Standzeit der Schleifscheiben würde sich deutlich reduzieren, und es käme zu vermehrtem Verschleiß am Spindelstock, was nicht nur unnötige Reparaturen zur Folge hätte, sondern auch die Gefahr von Maschinenstillstand mit sich brächte. Um diesen Gefahren aus dem Weg zu gehen, reduzieren die Anwender in den meisten Fällen die Schleifparameter Drehzahl und Vorschub. Das wiederum geht eindeutig zulasten der Produktivität.

 

Ursachen der Unwucht auf den Grund gehen


Empfehlenswerter ist es, das Problem an der Wurzel zu packen und die Unwucht zu beseitigen. Da ihr verschiedene Ursachen zugrunde liegen können, ist es nicht mit dem Abrichten der Schleifscheibe getan. Unwucht kann auf die Toleranz der Schleifscheibenbohrung zurückzuführen sein oder auf mangelnde Homogenität, Parallelität oder Konzentrizität der Schleifscheibe. Daher sollte das Werkzeug samt Aufnahme in einer speziellen Wuchtmaschine gespannt und feingewuchtet werden. Haimer ist auf derartige Werkzeugspann- und Wuchttechnik spezialisiert. Ein wesentlicher Bestandteil des Produktprogramms ist die Wuchtmaschinen-Serie Tool Dynamic, deren verschiedene Modelle sich unter anderem für das Auswuchten von Schleifscheiben eignen. Um den Wuchtvorgang möglichst effizient und einfach zu gestalten, bietet Haimer auch spezielle Zubehörteile an. So präsentierten die Wuchtspezialisten zur Grindtec 2014 neue Schleifscheibenaufnahmen für Deckel-, Reinecker- und Rollomatic-Werkzeugschleifmaschinen. Sie sind hochgenau und vereinfachen im Zusammenspiel mit maßgeschneiderten Adaptern den Spannvorgang in der Wuchtmaschine.


Von entsprechender Software geführt, ist zum Beispiel das Wuchten bei der Erstmontage eines Schleifscheibenpakets schon fast ein Kinderspiel: Zunächst wird die erste Scheibe auf den Dorn gespannt, eine Distanzscheibe eingefügt und die Mutter festgezogen. Nach dem Messen der Unwucht wird sie beispielsweise durch axiales Bohren korrigiert. Anschließend spannt man die zweite Scheibe auf den Dorn, markiert auf beiden Scheiben die Position als Bezugspunkt und führt wiederum das Wuchten aus. Mit jeder weiteren Scheibe wird ebenso verfahren. Wenn alle Scheiben aufgespannt sind, ist das Grobwuchten abgeschlossen und das komplette System kann – zum Beispiel mittels Wuchtschrauben – feingewuchtet werden.


Die auf diese Weise erreichte Wuchtgüte zahlt sich gleich mehrfach aus: in höherer Zerspanleistung, längerer Spindellebensdauer und Werkzeugstandzeit sowie durch höhere Genauigkeit und bessere Oberflächengüte am Werkstück.

www.haimer.com

 

Beitrag aus dima 3/2014:

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