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14  Special Zerspanungswerkzeuge PKD-Sonderwerkzeuge mit langlebiger Präzision Pumpenhersteller altek wechselte in der Gehäusebearbeitung von konventionellen Hartmetall- auf PKD-Sonderwerkzeuge – und spart damit mehrere Werkzeugwechsel sowie Bearbeitungsgänge ein. Zudem überzeugen die neuen Komet-Werkzeuge durch langfristige Präzision und Standzeiten, die zum Teil schon über zwei Jahren liegen. Nicht nur in der Metallbearbeitung spielt Genauigkeit eine wichtige Rolle, auch in der Landwirtschaft liegt der „Präzisions Ackerbau“ im Trend. Ein Unternehmen, das sich ganz dem „Precision Farming“ und speziell dem Ausbringen von Pflanzenschutzmittel verschrieben hat, ist die zur Wissler Unternehmensgruppe gehörende altek GmbH in Rottenburg Hailfingen. Ein Kernprodukt in ihrem Portfolio sind Kolben-Membranpumpen, die in einer breiten Range mit Fördermengen von 70 bis 750 l/min (bei 5 bar) angeboten werden. Für viele Qualitätsmerkmale der altek Kolben-Membranpumpen ist die Zerspanung verantwortlich. Der wichtigste Know-how-Träger dort ist Senad Mesic, der schon seit über 20 Jahren im Unternehmen arbeitet und seit 2001 die CNC-Abteilung leitet. „Die Bearbeitung unserer Kolben-Membranpumpen stellt hohe Anforderungen“, erklärt der CNC-Spezialist. „Da ist zum einen die abrasive Wirkung des Aluminiumgusses. Zum anderen ist der Übergang vom Membranensitz zur Kolbenbohrung ein schwierig zu erzeugendes Detail. Hinzu kommen enge Durchmessertoleranzen von H7, manchmal sogar H6, und die Oberflächen müssen eine Güte von zumindest Rz = 6,3 μm aufweisen.“ Über viele Jahre hinweg wurden die Pumpengehäuse mit drei bis vier Einzelwerkzeugen bearbeitet, wobei erwähnter Übergang vom Membranensitz zur Kolbenbohrung besondere Schwierigkeiten bereitete, wie Senad Mesic betont: „Wir nutzten hierfür ein Werkzeug mit zwei Hartmetallschneidplatten, die exakt zueinander eingestellt werden mussten. Dies war aufwendig und fehleranfällig. Es kam leider immer wieder vor, dass in diesem Radius ein Absatz zu erkennen war, was wegen der empfindlichen Membran und unseren hohen Qualitätsrichtlinien Ausschuss bedeutete.“ Mehrstufiges Sonderwerkzeug mit PKD-Schneiden Vor drei Jahren kam dem Zerspanungsverantwortlichen die Idee, an den Pumpengehäusen den Membranensitz, den Übergang und die Kolbenbohrung von einem einzigen PKD-Sonderwerkzeug bearbeiten zu lassen. Schließlich hatte er schon seit vielen Jahren beste Erfahrungen mit diversen Fräs- und Sonderwerkzeugen aus PKD gemacht. „Das reicht bis in die Zeit zurück, als wir noch nebenbei als Lohnfertiger Automobilteile produzierten“, erinnert sich Senad Mesic. „An Aluminiumbauteilen testeten wir zum ersten Mal PKD-Werkzeuge. Durch ihre extrem langen Standzeiten brachten sie einen deutlichen wirtschaftlichen Vorteil.“ Diesen erhoffte er sich auch bei den Pumpengehäusen zu erreichen. Er nahm mit seinem langjährigen Werkzeuglieferanten Komet Kontakt auf, zu dessen Spezialitäten solche PKD-Sonderwerkzeuge gehören, und schilderte seinen Bedarf: Ein mehrstufiges Werkzeug (Durchmesser: 99  mm) sollte für die stückzahlreiche Pumpengröße P260 den Anfang machen. Im Werk Stuttgart, wo die PKD-Abteilung des Präzisionswerkzeugherstellers Komet zuhause ist, wurden die Anforderungen diskutiert und in eine entsprechende Werkzeugkonstruktion umgesetzt. Damir Hodzic, der für altek zuständige Komet-Außendienstmitarbeiter, erklärt: „Unsere Werkzeugentwickler haben langjährige Erfahrung mit solchen Sonderentwicklungen. Für jede Teilbearbeitung optimieren sie die Position und Anzahl der PKD-Schneiden so, dass bei Ein einziges PKD-Sonderwerkzeug von Komet übernimmt an den Pumpengehäusen die komplette Bearbeitung von Membranensitz, Übergang und Kolbenbohrung (Bilder: Komet) dima 2.2018


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