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34  Werkzeugmaschinen Mit Wälzschälen effizienter zum Differentialgetriebe Der Hersteller von Differentialgetrieben Torsen in Belgien integrierte zwei Toyoda-GS300HSkiving Maschinen in seine Produktion und konnte damit die Effizienz beim Fertigungsprozess deutlich steigern. Seit 30 Jahren beschäftigt sich Jean-Michel Saniez, Process-Development Manager bei Torsen, mit der Herstellung von Zahnrädern und Differentialen. Über den größten Entwicklungsschritt konnte sich Saniez aber erst in jüngster Zeit freuen: 2013 begleitete er die Einführung der Skiving-Technologie (deutsch: Wälzschälen) mit den beiden Maschinen von Toyoda. Die Differentialgetriebe aus dem Werk in der Wallonie bei Charleroi finden sich in zahlreichen Fahrzeugen, unter anderem im Audi Q7. Knapp 200 Mitarbeiter fertigen im belgischen Werk jährlich rund 600 000 Differentialgetriebe. Dafür werden mehrere Millionen Wälzlager, Zahn-, Sonnen-, Planeten- und Hohlräder benötigt. Deren Produktion ist anspruchsvoll, denn sie umfasst mit Fräsen, Bohren, Entgraten und Schlichten zahlreiche Produktionsschritte – und verlangt dennoch eine sehr hohe Genauigkeit. Diese notwendige Präzision ist bei der Verzahnung noch einmal besonders herausfordernd, da bei der Bearbeitung auf mehreren Maschinen die Zähne exakt wiedergefunden werden müssen. Fertigung in einer Aufspannung mit nur noch zwei Maschinen Eine Produktionslinie von vier Maschinen umfasst die bestehende Fertigung von Torsen und stellt damit zusätzliche Herausforderung an die Fertigungsqualität: „Wenn Teile erst auf einer und dann auf weiteren Maschinen bearbeitet werden, führt das immer zu Genauigkeitsverlusten. Um die Jean-Michel Saniez, Process-Development- Manager bei Torsen (l.) und Michael Steiner, Geschäftsführer Toyoda Machinery Europe, mit einem Rohteil und dem fertigen Bauteil für ein Differential (Bilder: ZIKOMM) Effizienz in der Produktion deutlich erhöht: mittels Skiving hergestelltes Bauteil Toleranzen bei der Endbearbeitung einhalten zu können, muss man mit deutlich geringeren Toleranzen starten“, erklärt Saniez. Für die Einführung der Skiving/Wälzschälen Technologie entschieden sich die Verantwortlichen vor einiger Zeit, weil die Stückzahl in der Produktion deutlich erhöht werden musste. Mit der Toyoda GS300H werden die Teile nun in einer Aufspannung gefertigt – das macht die Herstellung deutlich effizienter. Der gesamte Produktionsprozess bleibt innerhalb einer Skiving-Maschine. Um die gleiche Stückzahl zu erreichen wie zuvor in der Produktionslinie mit vier Maschinen, genügen bei Torsen nun zwei Toyoda GS300H. „Das spart nicht nur Platz, Strom, Vorrichtungen und eine enorme Summe an Investition“, weiß Saniez zu schätzen. „Der große Vorteil liegt auch darin, dass ¢¢Über Toyoda Europe Toyoda Europe ist die europäische Tochter des renommierten japanischen Werkzeugmaschinenherstellers Toyoda Machinery. Toyoda bietet vertikale sowie horizontale Bearbeitungszentren und integriert diese in bestehende oder neue Fertigungsprozesse. Das Unternehmen ist über die Mutter JTEKT zudem Teil des internationalen Toyota-Konzerns. Am Standort Krefeld bei Düsseldorf sind neben dem Vorführzentrum unter anderem Service, Vertrieb, Marketing, Ersatzteillager und die Spindelreparatur angesiedelt. dima 2.2018


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