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Anbindung des ERP-Systems und der zahlreichen Produktionsmaschinen. Die mApps zur manuellen Eingabe von Daten entwickelt Unternehmen A selbst. Damit die während der Produktion erfassten Daten auch nach der Auslieferung der Artikel zur Verfügung stehen, entwickelt Unternehmen A eine mApp zur Synchronisation der Daten mit dem aktuell im Service genutzten IT-System. Mittelfristig ist geplant, das komplette Service-Tool als mApp zu realisieren, um die Datenhaltung zu vereinheitlichen. Fazit: Unternehmen A schafft mit der MIP die Integration bestehender IT-Systeme aus Produktion und Service. Durch die Migration des Service-Systems auf die MIP entstehen weitere Synergieeffekte, sodass Ressourcen frei werden, die sich anderweitig einsetzen lassen. Zusammenstellung von Lösungen durch Systemintegrator mit Branchenfokus: Unternehmen B ist Maschinenbauer und betreibt dafür eine eigene Metallgießerei. Die Anforderungen der klassischen Fertigung, beispielsweise Montage, lassen sich zwar mit einem herkömmlichen MES-System abbilden, allerdings ist die Integration der Gießerei-Prozesse komplex, da die Kunden von Unternehmen B Teile der Maschinen in jeweils individuellen Legierungen benötigen. Daher wurde die Gießerei bisher mit einem selbstentwickelten IT-System betrieben. Auf der Suche nach einer passenden Komplettlösung stößt Unternehmen B auf den Systemintegrator S, der einen Fokus auf die Metallverarbeitung Automation und Digitalisierung  39 Legierungen ist für den  7–A12 hat. Der Umgang mit kundenspezifischen 2018_Kanalabscheider_Ölnebel_Tiger_185x65mm_DE_2c_RZ:2018_Kanalabscheider_Ölnebel_Tiger_185x65mm_quer_01 14.12.17 12:25 Seite 1 Kanalabscheider SokraftvollundeinzigwieeinweißerTiger! - saubere Abluftkanäle - ölfreie Hallen und Maschinen - selbstreinigende X-CYCLONE®-Abscheider - mechanisch und/oder elektrostatisch - hoher baulicher Brandschutz Tel.:+49 (0) 7042 - 373 - 0 www.reven.de/nebeltod REVEN® X-CYCLONE® Systemintegrator keine Besonderheit. Allerdings hat S leider keine MES-Funktionen für Montageprozesse im Portfolio. Mit der MIP kann der Systemintegrator die eigene Lösung für individuelle Gießprozesse mit auf dem Markt verfügbaren mApps für Montageprozesse kombinieren und Unternehmen B eine umfassende Lösung anbieten, die einerseits auf Standardkomponenten basiert, aber andererseits exakt die individuellen Anforderungen von Unternehmen B abdeckt. Somit bekommt Unternehmen B eine zukunftsfähige Komplettlösung, die deutlich einfacher zu warten ist, als die Kombination aus MES und Insellösung für die Gießerei. Gleichzeitig ist das System offen für weitere mApps, etwa zur Abbildung von CAQ-Prozessen. „Mit der MIP geben wir nicht nur Fertigungsunternehmen die Möglichkeit, eigene Anwendungen zu entwickeln, sondern ermöglichen auch Systemintegratoren und Maschinenherstellern vollkommen neue Geschäftsmodelle“, erläutert Rainer Deisenroth, Vice President Sales & Marketing bei MPDV. Schneller produktiv durch mApps vom Maschinenhersteller: Unternehmen C nutzt die MIP bereits umfassend und in vielen Fertigungsbereichen. Nun sollen neue Spritzgießmaschinen vom Hersteller M angeschafft werden. Bisher musste Unternehmen C Maschinen vom Hersteller M eigenständig an die Fertigungs-IT anbinden, um wichtige Daten erfassen zu können. Auf Basis der MIP kann Hersteller M nun eigene mApps zur Erfassung und Visualisierung der Maschinendaten beziehungsweise zur automatisierten Übertragung von Einstelldaten anbieten. Diese mApps spielt der Kunde auf seine MIP ein und kann sofort mit den neuen Maschinen kommunizieren. Dadurch kann Unternehmen C die eigenen IT-Ressourcen schonen und gleichzeitig den Produktivbetrieb neuer Maschinen schneller sicherstellen. Ausblick In vielen Fällen wird also zukünftig eine Kombination aus standardisierter Basis und individueller Ausgestaltung zum Ziel führen – sozusagen eine standardisierte Individual-Software. Dafür wird sich der Markt der Fertigungs-IT sukzessive weiterentwickeln. Fertigungsunternehmen haben somit künftig die Wahl, ob sie ein fertiges, markterprobtes MES nutzen wollen oder eine Plattform wie die Manufacturing Integration Platform als Vertreter der nächsten Generation. Ausschlaggebend sind dabei die eigenen Anforderungen, das eigene IT-Knowhow und die damit verbundene Industrie 4.0-Strategie. „Die MIP ist die Basis für Funktionen, die heute ein MES übernimmt“, so Prof. Dr.-Ing. Jürgen Kletti, geschäftsführender Gesellschafter der MPDV Mikrolab GmbH. „Darüber hinaus kann sie weitere Anwendungen integrieren. Die Smart Factory wird ohne eine solche Plattform nicht effizient funktionieren.“  www.mpdv.com www.dima-magazin.com


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