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Rundumpaket für papierlose Werkzeuginformation Zur Nachrüstung der digitalen Werkzeugcodierung im vorhandenen Fertigungsbereich, sprich der Zerspanungswerkzeuge sowie der jeweiligen Bearbeitungszentren und Voreinstellgeräte, kommt das Tool-ID System von Balluff zur Anwendung. Dieses Rundumpaket bildet die optimale Schnittstelle zwischen Einstellgeräten und Maschinensteuerungen. Es besteht im Wesentlichen aus den RFID-Datenträgern, welche in die Werkzeughalterungen fest eingebaut werden sowie aus Schreib-/Leseköpfen, die in Bearbeitungsmaschinen und Voreinstellgeräten integriert werden. Mit der dazugehörenden Software eignet sich Zusammengeführt und analysiert können Daten künftig Aufschluss über bauteilbezogene Besonderheiten geben Die Werkzeugmagazine in den Bearbeitungszentren sind ebenfalls mit Schreib-/Leseköpfen aus dem Tool-ID-System der süddeutschen Automationsspezialisten nachgerüstet Automation und Digitalisierung  41 das Tool-ID-System für alle gängigen Technologien und konnte auch hier problemlos in die Steuerungen integriert werden. So wird nun jedes Werkzeug mit dem Vermessen im Voreinstellgerät erfasst und die kompletten Werkzeugdaten auf den RFID-Datenträger im Werkzeughalter berührungslos geschrieben. Kommt ein Werkzeug zum Einwechseln an die Maschine, wird es – zur Übertragung der Werkzeugdaten in die Maschinensteuerung – lediglich außen in eine Lesestation gestellt. Ein weiterer Schreib-/Lesekopf im Werkzeugmagazin der Maschine verknüpft nun diese Daten mit dem jeweiligen Magazinplatz. Darüber hinaus werden hier im Gegenzug Daten wie Laufzeiten zurückgeschrieben. So erleichtert und beschleunigt das Balluff- Tool-ID-System die häufigen Werkzeugwechsel erheblich. Jedes Werkzeug wird zuverlässig und rückverfolgbar identifiziert. Das vereinfacht die Werkzeugverwaltung und schafft die Voraussetzung für eine optimale Werkzeugauslastung. Daten aus unterschiedlichen Quellen gemeinsam analysieren Darüber hinaus haben die Kollegen aus dem Geschäftsfeld Motor Werkzeugplanung und dem operativen Werkzeugmanagement schnell erkannt, dass sich mithilfe der erfassten Werkzeugdaten noch sehr viel mehr wertvolle Informationen »Mithilfe der erfassten Werkzeugdaten lassen sich noch sehr viel mehr wertvolle Informationen gewinnen« ¢¢Rasche Amortisation Insgesamt beziffert VW die Amortisation der Investition in das Tool-ID-System von Balluff auf nur 19 Monate. Das heißt, die Nachrüstung der Werkzeuge mit RFID-Datenträgern sowie der Bearbeitungszentren, Messmaschinen und Kontrollplätze mit Schreib-/Lesestationen macht sich allein durch die von Beginn an beabsichtigte Einsparung an Rüstzeiten in sehr kurzer Zeit bezahlt. Weitere Effekte, die aus gewinnen lassen – vor allem dann, wenn diese mit anderen Informationen zusammengeführt werden, etwa Daten aus dem Prozess, der Maschine oder über die Werkstücke, sprich Materialien und so weiter. So lassen sich Fehleranalysen durchführen und Ursachen eingrenzen. Ein Beispiel dafür ist die Untersuchung über das Verschleißverhalten von Werkzeugen, etwa bei nachgeschliffenen Werkzeugen. Ein anderes Beispiel sind mögliche Analysen über unterschiedliches Verschleißverhalten von mehrstufigen Werkzeugen. Gesammelte und dokumentierte Erkenntnisse bieten die Chancen für Optimierungen solcher Werkzeuge. Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die Zusammenführung der Werkzeugdaten mit Werkstück- und Prozessdaten. Damit lassen sich Auffälligkeiten bei der Bearbeitung in Zusammenhang bringen mit Bauteilvarianten und deren Eigenschaften bis zurück in die Gießerei. An dieser Stelle denken die Verantwortlichen bei VW bereits darüber nach, künftig auch die Daten aus der Werkstückrückverfolgung zu nutzen. Hier kommen die sogenannten Balluff-RFID-Datenschrauben zum Einsatz, die an jedem Bauteil montiert sind und eine lückenlose Verfolgung der Zylinderkurbelgehäuse und Zylinderköpfe durch die Bearbeitungsprozesse erlauben.  www.balluff.com dem sichereren Datenhandling, der höheren Verfügbarkeit oder der Verschleißoptimierung entstehen, sind dabei noch unberücksichtigt. Weitere Vorteile ergeben sich aus den weiterführenden Fehler- und Ursachenanalysen.  9–F53 www.dima-magazin.com


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