Page 46

dima_218

46  Antriebstechnik Kunststoff in Bewegung Beim 3. igus Fachpresseworkshop in Köln erhielten die Teilnehmer praxisnahe Einblicke über Gleitlager aus Tribo-Polymeren. In zahllosen Bereichen und Produkten kommen die schmiermittelfreien Maschinenelemente heute weltweit zum Einsatz. Schmiermittelfrei und korrosionsbeständig: Die Gleitlager aus Hochleistungskunststoffen von igus kommen in zahllosen Anwendungen zum Einsatz (Bilder: D.H.) Gleitlager aus Tribo-Polymeren finden sich weltweit in Küchenmaschinen, Fahrrädern und Automobilen ebenso wie in industriellen Umgebungen wie Abfüllanlagen oder Pneumatikzylindern. Doch was steckt hinter dem Begriff „Tribologie“? Wie werden neue Rezepturen entwickelt und verarbeitet? Und: Inwiefern kann Kunststoff metallische Lösungen ersetzen? Beim zweitägigen igus-Fachpresseworkshop in Nordrhein-Westfalen lieferten Entwickler, Fachexperten und Anwender detaillierte Einblicke. Über eine Milliarde Gleitlager jährlich „Wir haben 2017 mehr als eine Milliarde Gleitlager produziert“, führte igus-Geschäftsführer Frank Blase in die Veranstaltung ein. „Diese sind online berechenbar – der Vergleich zwischen einer Metallvariante und einem Kunststoffgleitlager ist also direkt möglich. Das wäre vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen und ist für den Kunden ganz besonders komfortabel. Allein in diesem Segment verfügen wir inzwischen über 17 Standardwerkstoffe in mindestens 113 Abmessungen ab Lager sowie 51 Katalogwerkstoffe, die jährlich zunehmen.“ Als Wachstumsbranchen sieht der igus-Chef vor allem die Solar- Robust: Gleitlager von igus verrichten beim Hersteller von Bodenbearbeitungsgeräten Lemken auch unter sehr rauen Bedingungen ihren Dienst branche, Verpackung und Medizin, den Bereich Werkzeugmaschinen und die Automobilindustrie. Als weitere Trends nannte Frank Blase unter anderem die Low-Cost-Robotic sowie den 3D-Druck (additive Fertigung), insbesondere auch von Zahnrädern. Anschließend gab er weitere Einblicke in die immer wieder bemerkenswerte Entwicklung des Familienunternehmens: Im letzten Jahr konnten die Kölner einen Umsatz von knapp 700 Millionen Euro verzeichnen (2016: 592 Millionen Euro). Im Jahr 1964 mit einer Doppelgarage als Produktionsfläche gegründet, sind inzwischen mehr als 3 000 Mitarbeiter weltweit für igus tätig. 3D-Druck von Gleitlagern Die additive Fertigung von schmier- und wartungsfreien Gleitlagern aus Tribo-Polymeren ermöglicht eine hohe Freiheit in der Konstruktion bei gleichzeitiger Verschleißfestigkeit der verwendeten Bauteile. Um das zu erreichen, erforscht und entwickelt igus neue 3D-Druck-Werkstoffe für bewegte Anwendungen. Dank umfangreicher Versuchsreihen im branchengrößten Testlabor ist igus dabei in der Lage, Nutzern online die Lebensdauer des individuell additiv gefertigten Polymer Lagers vorauszusagen. Wie einfach sich ein solches Teil an einem 3D-CAD-Programm erstellen lässt, erlebten die Workshop Teilnehmer in einem kurzen „Crashkurs“ am Rechner selbst. Über Nacht produziert, konnte jeder sein eigenes individuell erstelltes Bauteil bereits am nächsten Tag in die Hand nehmen. Besuch zweier Anwender „vor Ort“ Um praxisnahe Einblicke zu erhalten, folgte der Besuch im Betrieb bei zwei Anwendern. IMI Precision Engineering mit Sitz in Großbritannien ist Spezialist im Bereich Ventile und Pneumatik. Beschäftigt sind weltweit etwa 11 000 Mitarbeiter, der Umsatz liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Aus erster Hand: igus-Geschäftsführer Frank Blase gab im Workshop detaillierte Einblicke in die Produkte des motion plastics-Spezialisten dima 2.2018


dima_218
To see the actual publication please follow the link above