Lohnt „EMTA“?

Lohnt die Automatisierung vorhandener Werkzeugmaschinen? Durchaus, wie Fastems belegt: Der Anbieter von flexiblen Automationslösungen zeigt immer wieder, dass es viele Situationen in der spanabhebenden Fertigung gibt, in denen Bestandsmaschinen durch Automatisierung an Produktivität und Flexibilität gewinnen.
Mithilfe der Automatisierung von Werkzeugmaschinen steigt die Produktionskapazität 
in aller Regel deutlich.
Mithilfe der Automatisierung von Werkzeugmaschinen steigt die Produktionskapazität in aller Regel deutlich.Bild: Fastems Oy AB

Existing machine tool automation – EMTA: So lautet der englische Fachbegriff für die Automatisierung bestehender Werkzeugmaschinen (WZM). In der Praxis lassen sich damit verschiedenste Lösungen realisieren: entweder die Automation einer Stand-Alone-Maschine, die Automatisierung von WZM, die bereits in eine Art Automatisierungssystem integriert sind oder eine Kombination aus beiden Ansätzen.

Steigender Trend

EMTA ist ein Trend mit wachsender Nachfrage, wie Kundenfallstudien zeigen: Buck CNC Technik automatisiert zwei Dreh-Fräszentren, eine Bestandsmaschine (Mori Seiki NT4300 DCG) und ein neues Dreh-Fräszentrum G220 von Index in einer Roboterzelle als Komplettsystem. Kongsberg Automotive integriert fünf bestehende Makino a55 in ein FFS (Flexibles Fertigungssystem) von Fastems. Supset automatisierte eine bestehende Matsuura H.Plus 603 Fräsmaschine.

Vorteile von EMTA

Teemu-Pekka Ahonen, Produktmanager für robotergestützte Lösungen bei Fastems, erläutert, warum sich die Investition in EMTA lohnt: „Ein offensichtlicher Grund ist die Produktionskapazität. Sie kann durch Automatisierung enorm gesteigert werden und bietet außerdem einzigartige Möglichkeiten, insbesondere wenn die Produktionsfläche im Shop-Floor begrenzt ist. Relevant sind zudem die klassischen Parameter der Produktionsentwicklung, wie Auslastung der Werkzeugmaschinen, Durchlaufzeiten, Rentabilität, Fertigungsqualität und natürlich auch das Engagement der Mitarbeiter. Insbesondere der Wunsch nach Verbesserungen in diesen Bereichen treibt EMTA oft voran.“ Hinzu kommt, dass es der Produktion möglicherweise an validierbaren Analysen und Kennzahlen mangelt. Kenngrößen hierzu kann die Automatisierung sofort liefern.

Erfolgreiche Umsetzung

Der Schlüssel zum Erfolg beim Thema EMTA ist eine Kombination aus Projektmanagement, Schnittstellen und Sicherheit. Aus der Sicht von Fastems sollte ein EMTA-Projekt immer aus einer Vorstudienphase und einer Projektphase bestehen. Auf Grundlage der in der Vorstudie gesammelten Informationen lassen sich die Potenziale, die technischen Voraussetzungen sowie Gegebenheiten und die anschließende betriebswirtschaftliche Betrachtung im Detail bestimmen. In der Projektphase werden die Verantwortlichkeiten des Endkunden, des Automatisierungsanbieters und des Herstellers bzw. Händlers der WZM festgelegt und das Projektteam gebildet. Danach wird der Zeitplan zur Umsetzung des Projekts festgelegt.

„Zu berücksichtigen sind u.a. die Anzahl, der Typ und das Alter der Maschinen, die Steuerung und in diesem Zusammenhang die Versionen der Maschinensoftware“, so Ahonen. „Wir wollen Fertigungsunternehmen helfen, das Beste aus ihren Produktionsanlagen herauszuholen und das volle Potenzial ihrer Fertigung auszuschöpfen. Deshalb sehen wir in EMTA die Zukunft.“ Fastems hat die wichtigsten Perspektiven rund um das Thema in einem Leitfaden zusammengefasst, abrufbar unter: www.fastems.de

www.fastems.de

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