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Dieser Standard gewährleistet eine feste Verbindung der Kettenglieder bei dynamischen Anwendungen. Die Energieführungen genießen durch diese Art der Verbindung einen robusten Schutz gegen äußere Einwirkungen, halten einer hohen Biegebeanspruchung stand und weisen eine hohe Zugfestigkeit und mechanische Belastbarkeit auf. Nachteile sind aber die entstehenden Relativbewegungen zwischen den Gelenken und infolgedessen eine gewisse Verschleißanfälligkeit der beweglichen Teile. Beim Abrollen der Energieführung tritt zudem der sogenannte Polygoneffekt auf: Die Kette läuft im Biegesegment nicht vollständig rund ab. Es kommt zu Abwinkelungen der Kettenglieder; aus einem für die Bewegung optimalen Kreis wird ein Vieleck (Polygon). Neben einem höheren Abrieb resultiert daraus auch ein höheres Maß an Erschütterungen in Längs- und Querrichtung, die Schwingungen verursachen können. Charakteristika der Energieketten Technologie von igus Das Schwingungsverhalten von Energieketten zu verbessern ist Ziel jedes Herstellers. Die meisten Produzenten von Qualitätsketten setzen vor allem auf die kleine Teilung der Glieder für einen leisen und ruhigen Lauf. Die igus GmbH aus Köln verfolgt ebenfalls die Kleinteiligkeit als Konstruktionsprinzip, hat aber darüber hinaus eine fortschrittliche Verbindungskomponente »igus hat eine fortschrittliche Verbindungskomponente der Kettenglieder der Kettenglieder konzipiert: das elastische Federelement aus Hochleistungskunststoff. Statt über die herkömmliche, relativ starre Verbindung aus Bolzen und Bohrung verfügen die Energiekettenserien E3, E6 und E6.1 über eine flexible Konnektivität, die durch eine verbesserte Geometrie den Polygoneffekt beim Abrollen auf ein Minimum reduziert. Extrem niedrige Geräuschentwicklung und ein beinahe vibrationsloser Lauf der Kette sind so möglich. Gerade hohe Beschleunigungen lassen sich mit der E6-Energiekette besonders laufruhig realisieren. In 220 Millionen Test-Zyklen im igus-Technikum konnte die Konstruktionsneuheit konzipiert: das elastische Federelement aus Hochleistungskunststoff« ihre Vorteile und Effektivität unter Beweis stellen. Das Federelement unterstützt zudem den modularen Aufbau der Energiekette. Die Glieder der Ketten-Seitenteile lassen sich durch das Einsetzen / Entfernen der Federn rasch verbinden oder trennen, sodass die Energieführung einfach auf die individuelle Anforderung der jeweiligen Anwendung angepasst, mit Leitungen bestückt und Titelthema  11 montiert werden kann. Dabei ist die Kette im Innen- wie im Außenradius zu öffnen. Die Energiekette E6 lässt sich zudem ohne aufwendige Umrüstung in ein geschlossenes Rohr umwandeln, das bietet besonderen Schutz vor Verschmutzung, Spänen und sonstigen Umwelteinflüssen. Ausgezeichnete Eigenschaften Der korrosionsbeständige Polymer Werkstoff der Kette und Federn zeichnet sich gemäß den Tests des Fraunhofer IPA, Stuttgart, durch Abriebfestigkeit und Verschleißarmut aus, die in der Ausfertigung mit Sondermaterial sogar die höchste Qualitätsnorm für Reinräume (ISO-Klasse 1) erfüllen. Die Laufruhe äußert sich auch in der geringen Geräuschentwicklung der E6, die mit einem gemessenen Schalldruckpegel von nur 37 dB(A) deutlich unter den Werten ihrer Konkurrenten liegt; das bestätigt auch ein unabhängiges Gutachten des TÜV Rheinland. Federelemente, die aus dem elektrisch leitfähigen Werkstoff „igumid ESD“ gefertigt sind, können außerdem bei Bedarf für einen dauerhaft konstanten Leitwert und damit Ableitfähigkeit sorgen. Durch das Federelement wird die Energiekette gleichermaßen robust wie flexibel. Die Kette gewinnt an Elastizität, ohne an Zugkraft einzubüßen. Selbst hochdynamische Anwendungen mit Millionen von Biegewechseln können somit störungs- und abriebfrei betrieben werden. Eine lange Lebensdauer ist damit garantiert. Eine Studie des Werkzeugmaschinenlabors WZL der RWTH Aachen hat sich dem Vergleich des Schwingungsverhaltens von fünf unterschiedlichen Energieführungsketten gewidmet. Untersucht wurden die beiden igus-Energieketten E6 und die Serie 380 aus dem E4/00-Standardprogramm sowie drei vergleichbare Energieketten anderer Anbieter. Mit Innenbreiten von 100 Mil- Frontal-Ansicht einer Energiekette: Der steigende Automationsgrad bedingt mehr Leitungen, die sicher geschützt und aufgeräumt „verpackt“ werden müssen www.dima-magazin.com


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