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46  Qualitätssicherung und Messtechnik Gerne in Qualität investiert Bei der VIP GmbH & Co. KG wird Qualitätssicherung großgeschrieben. Das kleine Familienunternehmen in Sulzbach an der Saar prüft nicht nur mit einer Zeiss Accura seine Teile, sondern hat sich auch einen FixAssist von Zeiss Industrielle Messtechnik, Oberkochen, zugelegt. Damit ist der Hersteller von Maschinenelementen für alle Eventualitäten gerüstet. Der FixAssist Vast hilft, Winkel exakt einzustellen, um komplizierte Bauteile hochgenau messen zu können (Bilder: Zeiss) Im idyllischen Saarland setzt ein kleines Unternehmen auf großes Gerät: In der Produktionshalle der VIP GmbH & Co. KG mit lediglich neun Mitarbeitern verrichtet eine Messmaschine der Oberklasse – die Zeiss Accura – ihren Dienst. Das ist eine ungewöhnlich große Anschaffung für einen solch kleinen Betrieb. Und dennoch unverzichtbar, wie Geschäftsführer Michael Preinfalk erklärt: „Da wir fast ausschließlich einbaufertige Teile nach Kundenzeichnungen herstellen, dürfen wirklich keine Fehler auftreten. Qualität hat bei uns absolute Priorität.“ Der 2015 gegründete Betrieb hatte zu Beginn noch kein Koordinatenmessgerät (KMG) im Einsatz. Es zeichnete sich jedoch schnell ab, dass die technischen Anforderungen der Kunden an die produzierten Teile von Jahr zu Jahr höher werden – bei gleichzeitig zunehmender Komplexität. Der Unternehmenslenker merkt schnell, dass manuelle Messungen hier an ihre Grenzen stoßen. Dazu gibt Michael Preinfalk auch gleich ein Beispiel: VIP erhält den Auftrag, Planetenräder vorzudrehen und zu messen. Diese enthalten auf beiden Seiten Bohrungen, die zueinander in einem entsprechenden Winkel stehen müssen. Hier zeigt sich das Problem der manuellen Messung ganz deutlich: ein viel zu hoher Zeitaufwand für Messungen, die am Ende nicht präzise genug für den Kunden sind. Für den Geschäftsführer steht fest, dass sich etwas tun muss: „Eine Messmaschine, mit der wir in relativ kurzer Zeit eine hohe Stückzahl an Messungen durchführen können, auch gerade was Form- und Lagetoleranzen angeht, ist bei der Qualitätsüberprüfung eine entscheidende Arbeitserleichterung.“ Preinfalk schätzt als Verantwortlicher für das Qualitätsmanagement die hohe Präzision der Zeiss-Messgeräte sowie die genaue Dokumentation der Ergebnisse. Er berichtet, dass sein Vater schon im ehemaligen Unternehmen mit Produkten und Messgeräten von Zeiss gearbeitet habe. Die hätten ihren Dienst immer zuverlässig getan und die Anwender überzeugt. „Wie das am Markt dann halt so ist, schaut man sich um und entscheidet sich am Ende für das Beste“, bringt es der Geschäftsführer pragmatisch auf den Punkt. Und so lässt sich dann auch Vater Wolfgang Preinfalk davon überzeugen, dass es sinnvoll ist, in ein Koordinatenmessgerät zu investieren. Zubehör sichert präzise Messergebnisse Die übliche Ausstattung genügt allerdings noch nicht ganz für die täglichen Anforderungen bei VIP. Da die Planetenräder vergleichsweise breit sind, müssen lange Taster zur Anwendung kommen, um die gesamte Rundheit zu erfassen. Darüber hinaus ist der konisch zulaufende Innendurchmesser zu messen – eine komplizierte Angelegenheit, denn die inneren Bohrungen stehen im 90-Grad-Winkel zum Messkopf. Wenn der Würfel an der Tellerverlängerung dabei nicht korrekt ausgerichtet ist, kommt es während des Messens zu Antastungen mit dem Schaft; das verfälscht die Messergebnisse. Daraus folgt ein Problem: Wenn bei diesen Teilen die Winkelabweichung von den Bohrungen auf der einen Seite zu denen auf der anderen Seite zu groß ist, passt später die Verzahnung nicht, und die Bohrung befindet sich nicht mehr im Zahn selbst, sondern womöglich im Zahngrund. Im schlimmsten Fall führt Autorin: Judith Knappe, Tübingen dies dazu, dass die Zähne abbrechen – eine denkbar un- dima 1.2018


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