Page 52

dima_118

52  Automation und Digitalisierung Wissenszuwachs eröffnet neue Geschäftsfelder Das Beratungs- und Softwarehaus ams.Solution zeigt auf der METAV, wie Werkzeug- und Formenbauer Industrie 4.0 nutzen können, um zusätzliche Geschäftsfelder zu erschließen. Im Zentrum des Messeauftritts von ams, Kaarst, steht die Weiterentwicklung der Branchenlösung ams.erp TOOL. Die rein auftragsbezogen arbeitende Unternehmenssoftware synchronisiert die technischen und kaufmännischen Informationen aller Projektbeteiligten in Echtzeit. Beispielsweise sorgt das voll integrierte Produktdatenmanagement ams.pdm dafür, dass sich der Datenaustausch zwischen dem ERP (Enterprise Resource Planning)-Programm des Werkzeugbauers und den CADSystemen seiner Auftraggeber automatisieren lässt. Dank der durchgängigen Prozessabdeckung schafft ams.erp TOOL eine gemeinsame Datenbasis für Marketing, Vertrieb, Konstruktion, Disposition, Einkauf, Fertigung, Versand, Montage und Service Management. Werkzeug- und Formenbauer nutzen das zentral vorgehaltene Wissen, um für ihre Kunden attraktive Zusatzleistungen zu entwickeln: Auf der Grundlage ihrer Kernkompetenz, des kundenspezifischen Werkzeugbaus, können sie zum Beispiel eine rein auftragsbezogen ablaufende Teilefertigung aufbauen und sich hierüber ein wichtiges Differenzierungsmerkmal im internationalen Wettbewerb verschaffen. Vom reinen Werkzeugbauer zum auftragsbezogenen Teilefertiger Im Wettlauf um die Güte der Werkzeuge wird die Luft dünner. Zu hoch ist das Innovationstempo der asiatischen Konkurrenz, als dass sich die europäischen Werkzeug- und Formenbauer allein über die Qualität ihrer Produkte abheben können. Nachhaltigeren Erfolg verspricht es, wenn die hiesigen Anbieter einen Trumpf ausspielen, den nur sie in der Hand halten: die räumliche und kulturelle Nähe zu ihren Auftraggebern. Diese Nähe erlaubt es ihnen Angebote abzugeben, die neben dem Bau der Werkzeuge auch deren Anwendung enthalten. Für die Ablauforganisation des Werkzeugbauers führt der Portfolioausbau zu einer Zäsur. Um zusätzlich zu den Werkzeugen auch die letztendlich benötigten Teile zu produzieren, müssen sie sich von einem Auftragsfertiger mit der Losgröße 1 zum Teilefertiger mit der Losgröße n entwickeln. Gefordert ist eine Kleinserienfertigung, aus der sich die Abrufe bedienen lassen, die in den Rahmenkontrakten vereinbart sind. Anwendungsbeispiel Stickel Wie Werkzeugbauer den Weg zum integrierten Teilefertiger erfolgreich gehen können, zeigt der schwäbische Automobilzulieferer Stickel. Der 95 Mitarbeiter beschäftigende ams-Anwender fertigt hochwertige Umformteile aus Stahl, Aluminium und nichtrostenden Blechen. Rund drei Viertel der Produktion gehen in den Prototypen- und Versuchsbau. Weitere 20 Prozent sind Ersatzteile, die Stickel für Oldtimer der Marken Porsche und Daimler produziert. „Im Jahr stellen wir rund 500 verschiedene Produkte her. Bei etwa 80 Prozent der Aufträge liegen die Stückzahlen zwischen 20 und 200 Bauteilen“, skizziert Inhaber Matthias Stickel den Der schwäbische Mittelständler zählt zu den ersten Adressen, wenn Autobauer wie Audi, BMW, Daimler, Porsche oder Volkswagen anspruchsvolle Teile für ihre Versuchsfahrzeuge benötigen (Bild: Stickel) ¢¢ERP für Losgröße 1+ Das Beratungs- und Softwarehaus ams.Solution AG, ein Unternehmen der ams.group, ist auf die Projektmanagement Anforderungen von Einzel-, Auftrags- und Variantenfertigern spezialisiert. Seit 30 Jahren werden auf Basis der branchenorientierten Business-Software ams.erp schlanke und dynamische Unternehmensprozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette realisiert. dima 1.2018


dima_118
To see the actual publication please follow the link above