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14 Titelthema Einfache Lösung für extreme Ansprüche Die Systemlösung „Twisterband“ der Kölner Igus GmbH sorgt für zuverlässige Energieversorgung bei der aufwendigen und sehr komplexen Kleinteilefertigung von Technischer Keramik bei der Sembach GmbH & Co. KG in Lauf an der Pegnitz. Tradition ist gefragt in Lauf an der Pegnitz. dima  3.2016 Gleichzeitig ist die kleine Stadt nahe Nürnberg ein Synonym für technische Keramik. Beides hat mit Oskar Sembach zu tun. Denn er gründete 1904 die Speckstein- Steatit-Gesellschaft, den Vorgänger der heutigen Sembach GmbH & Co. KG. Mit der Gründung seines Unternehmens legte er den Grundstein für die moderne Steatit-Industrie. Sein Erfindergeist war ausschlaggebend für die Entwicklung des Formgebungsprozesses Trockenpressen, den das Unternehmen wie auch die anderen Hersteller in der Branche noch heute verwenden. Oskar Sembach markierte somit gleichzeitig den Anfang der gesamten technisch-keramischen Industrie in Lauf. Mittlerweile blickt Sembach auf eine über 100-jährige Tradition zurück, beschäftigt 250 Mitarbeiter und bietet den Kunden drei verschiedene Formgebungsverfahren für keramische Komponenten an. Das in vierter Generation familiengeführte Unternehmen gehört heute zu den führenden internationalen Anbietern Technischer Keramik. Der Werkstoff hat eine lange Geschichte: Bereits in den ersten Telefonen waren Bauteile aus technischer Keramik enthalten. Heute sind beispielsweise im Automobilbereich mehrere Bauteile der Lambda-Sonde daraus gefertigt. Auch im VW-Käfer wurde bereits technische Keramik eingesetzt. Sie ist hitzebeständig, verschleißfest und ein guter Isolationswerkstoff. Weitere Anwendungsfelder sind Hausgeräte, wie etwa Glaskeramikkochfelder, oder auch Maschinen und Anlagen, medizinische Gerätetechnik sowie Energietechnik. Und zudem hat Keramik eine schöne Haptik, wenn sie poliert ist und eignet sich für dekorative Objekte. Einsatzmöglichkeiten reichen vom Fahrzeug-Interieur über hochwertige HiFi-Anlagen bis hin zu Kaffeemaschinen. „Da entsteht ein neuer Markt, den wir uns erschließen wollen“, erklärt Martina Sembach, Leiterin der Unternehmenskommunikation. „Gerade auch Schmuckstücke wirken durch die glänzende Oberfläche und die kühl-edle Haptik der technischen Keramik sehr exklusiv.“ Nahezu eine Milliarde keramische Bauteile „Man darf technische Keramik nicht mit Keramikprodukten etwa aus dem Sanitärbereich verwechseln, sondern es geht um hochpräzise Teile“, erklärt sie. Gefertigt werden die Komponenten mit drei passgenauen Herstellungsverfahren: Trockenpressen, Extrusion und Spritzguss. „Man könnte sagen, wir fertigen alles, was in eine Hand passt“, so Martina Sembach. Man stelle also keine riesigen, sondern kleine Teile her. Davon allerdings sehr viele – nahezu eine Milliarde keramische Bauteile produziert das Unternehmen jährlich für den nationalen und internationalen Markt. Die Maschinen und Anlagen bei Sembach müssen an die Fertigung dieser hohen Stückzahlen angepasst


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