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52 Präzisionswerkzeuge Drei-in-eins-Werkzeug spart 50 Prozent Bearbeitungszeit Der Gelenkwellen-, Getriebekomponenten- und Antriebsteile-Spezialist Grünewald ersetzt standardisierte VHMStufenbohrer durch Sumocham-Wechselkopfbohrer von Iscar. Gegenüber vorher erzielt das Unternehmen damit einen Zeitvorteil von bis zu 50 Prozent. Grünewald Feinmaschinenbau – hinter dima  3.2016 diesem Firmennamen vermutet man zunächst ein Unternehmen, das feinmechanisches Gerät entwickelt und fertigt. Betritt man jedoch die modernen Produktionshallen der Grünewald Feinmaschinenbau GmbH & Co KG im hessischen Grävenwiesbach, wird man schnell mit der hochproduktiven Realität eines spezialisierten Automobil-Zulieferers konfrontiert. Stand in den Gründerjahren nach 1946 die Herstellung von Vorhangschlössern und Sondermaschinen im Vordergrund, begann die Firma schon ab 1952 mit der Auftragsfertigung von Gelenkwellen. Daraus entwickelte sich mit den Jahren der heutige Spezialist für die Herstellung von Gelenkwellen sowie Getriebekomponenten und Antriebsteilen für die Automobilindustrie. Das Familienunternehmen hat heute mehr als 250 Mitarbeiter/ innen an zwei Produktionsstandorten. Im Gegensatz zu manchen Zulieferern, die nur als eine Art verlängerte Werkbank fungieren, unterstützt Grünewald Feinmaschinenbau seine Kunden bereits ab der Produktentwicklung und Prototypenfertigung bis hin zur Prozess- und damit Qualitäts- sowie Wirtschaftlichkeitsoptimierung. Carola Grünewald, Geschäftsführerin des Betriebs, erklärt: „Wir verfügen über sehr gutes und größtenteils selbst ausgebildetes Fachpersonal und einen modernen Maschinenpark. Darüber hinaus haben wir eine Reihe zuverlässiger Lieferanten für die unerlässliche Produktionstechnik-Peripherie. Zudem betreiben wir einen eigenen Betriebsmittel- und Vorrichtungsbau, um im Fall der Fälle schnell reagieren zu können und vor allem auch das produktionstechnische Know-how im Haus zu behalten.“ Partnerschaft mit Iscar seit den 70er Jahren Zu den wichtigen Lieferanten zählt seit Jahren auch der Zerspanungswerkzeuge- Spezialist Iscar Germany GmbH aus Ettlingen, der hier sowohl Standardwerkzeuge für die Abstech-/Einstech-Stechdreh- sowie die Dreh-, Bohr- und Fräsbearbeitung im Einsatz hat als auch mit Sonderlösungen vertreten ist. Die meisten der Sonderwerkzeuge wurden früher in Eigenregie im Betriebsmittelbau hergestellt. Heute dagegen setzt man auf die Kompetenz und das Fachwissen von Lieferpartnern wie Iscar. Denis Buhlmann, Leiter Fertigungssteuerung Werk 1 bei Grünewald Feinmaschinenbau, beschreibt die t Der Mitnehmerflansch wird von der Unterseite in einem Arbeitsgang mit dem multifunktionalen vielen Herausforderungen, die sich der Fertigung täglich stellen: „Wir produzieren zu 90 Prozent für die Automobilindustrie und zu 10 Prozent für den Maschinen- und Pressenbau. Im drei-schichtigen Betrieb fertigen wir Stückzahlen von einigen wenigen Sonderteilen bis hin zu Millionen Serienteilen.“ Trotz Spezialisierung muss Grünewald immer scharf kalkulieren, um im Geschäft zu bleiben. Dabei spielen beispielsweise multifunktionale Spezialwerkzeuge eine große Rolle, da sich nur so die unproduktiven Nebenzeiten wie Umspannen oder Umrüsten und Werkzeugwechsel vermeiden lassen. „Bei Chargen mit einigen tausend Teilen bringt das erhebliche Zeiteinsparungen, eine höhere Qualität und mehr Produktivität mit sich“, erklärt Buhlmann. „Grundsätzlich setzen wir an Standardwerkzeugen ein, was gut ist und was uns vorwärtsbringt. Doch mit dem richti- „Mit den multifunktionalen Wechselkopfbohrern ‚Sumocham‘ haben wir voll ins Schwarze getroffen“ Wechselkopf-Sonderbohrwerkzeug „Sumocham“ bearbeitet und zugleich von der Oberseite gesenkt p Die drei Wechselkopfbohrer für verschiedene Flanschgrößen in den Bohrdurchmessern 6,8 Millimeter, 8,5 Millimeter und 10,5 Millimeter verfügen jeweils über einen passenden Bohrkopf. (Bilder: Iscar Germany GmbH)


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