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28  Blechbearbeitung Werkzeuge und Formen effizient wechseln Der Wechsel von Werkzeugen und Formen ist genauso individuell wie die Produkte, die mit diesen hergestellt werden. Neben dem Wechsel mithilfe eines Krans oder stationären Systems sind oft flexible, frei verfahrbare Maschinen – etwa von Genkinger-baka – die beste Wahl. Die Produktpalette reicht von manuellen Geräten für den gelegentlichen Wechsel von leichten Werkzeugen oder Formen bis hin zu halbautomatischen Maschinen für Werkzeuge bis zu 50 t. Drei Faktoren stehen bei der Entwicklung und Auswahl des geeigneten Werkzeugwechselwagens im Vordergrund: Sicherheit, Geschwindigkeit und Flexibilität. Häufig fällt die Wahl auf ein mobiles System, wenn der Wechsel mittels Krans nicht möglich ist und stationäre Lösungen zu unflexibel sind. Das Handling der Werkzeuge wird dann oft mit konventionellen Gabelstaplern oder Hubwagen erledigt. Diese Vorgehensweise erweist sich allerdings nicht selten als Kompromiss und geht zu Lasten der Sicherheit. Schnelle und sichere Abläufe Neben vielen anderen Parametern fließen die folgenden Variablen besonders in die Auslegung der Wechselmaschine ein: Häufigkeit der Wechsel, Größe und Gewicht der Werkzeuge, zurückzulegende Wegstrecken, Platzsituation im Produktivbereich sowie Andocksituation an verschiedenen Maschinen. Durch einen stufenlosen Hub und einen feinfühligen Antrieb in Verbindung mit Laser-Distanzsensoren, welche die Positionierung vor der Presse vereinfachen, bedienen die Werkzeugwechselmaschinen auch einen heterogenen Maschinenpark. Kniffliger ist oftmals die Wahl des geeigneten Andocksystems. Wenn die Werkzeuge eine Tonne und schwerer wiegen, ist eine Schub-/Zugeinrichtung für einen sicheren Werkzeugwechsel unausweichlich. Auch hier spielt die Art der Werkzeuge, die Wechselhäufigkeit und die Anzahl der Werkzeuge eine Rolle. Im Idealfall sind alle Werkzeuge mit den gleichen Adaptern ausgerüstet und werden sicher mit Mehrwegewerkzeugwechsler mit einer Hubhöhe von 2600 mm (Bilder: Genkinger-baka)  5301 + 8503 ¢¢Aus der Praxis Der typische Ablauf mit einem Genkinger-baka-Wechsler sieht wie folgt aus: Das Werkzeug wird aus dem Lager oder vom Rüsttisch abgeholt und zur Maschine gebracht. Dort positioniert sich der Wechselwagen exakt und verbindet sich fest mit der Maschine. Dies kann entweder mechanisch durch Andockleisten oder elektronisch mittels Distanzlasers geschehen. Anschließend wird das Werkzeug je nach Gewicht manuell oder mit einer hydraulischen Schub-/Zugeinrichtung exakt in die Maschine eingebracht. dima 5.2019


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