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36  Automation + Digitalisierung Kamerasensoren – neue Potenziale für die Praxis Stoßen konventionelle Sensoren – etwa induktive Schalter, optische Taster oder Lasertaster – in bestimmen Applikationen an ihre technischen Grenzen, schlägt meist die Stunde für bildverarbeitende Systeme wie Kamerasensoren. Aktuelle Neu- und Weiterentwicklungen sorgen zudem dafür, dass deren Einsatzmöglichkeiten mittlerweile weit über die reine Qualitätssicherung hinausgehen. Trifft Anwender auf Anwendung, muss ein Kamerasensor benutzerfreundlich sein – wobei „einfach“ in aller Regel zu wenig ist. Einfacher und bei Bedarf vielseitig: Das sind die Eigenschaften, die bei solchen Systemen immer häufig gefragt sind. Kamerasensoren werden als komplette, softwarestützte Bildverarbeitungseinheiten meist als Kompaktgeräte oder als Lösungen mit C-Mount-Anschluss offeriert. Sie lassen sich überall dort einsetzen, wo automatisch montiert, gefördert, sortiert oder verpackt wird. Standard oder hohe Flexibilität in der Anwendung? Kompaktgeräte mit integrierter Optik (feste Brennweite), Beleuchtung und Elektronik eignen sich quasi als standardisierte Lösungen für konkrete Einsätze in den Bereichen Lagenachführung, Geometrie, Vergleich und Identifikation. Sind in Anwendungen indes komplexere Aufgaben auf einer größeren oder kleineren Arbeitsfläche mit einem vordefinierten Arbeitsabstand zu bewältigen, dann setzen solche Geräte mit ihren festen Brennweiten gewisse Grenzen. Stattdessen empfehlen sich hier Kamerasensoren mit C-Mount-Anschluss, die je nach erforderlicher Brennweite eine völlig freie Objektivwahl und daher ein vergleichsweise erweitertes Einsatzspektrum bieten. Sowohl bei den Kompaktgeräten als auch den Kamerasensoren mit C-Mount-Anschluss gab es in den letzten Jahren einige technische Fortschritte, die die Installation der Geräte maßgeblich erleichtern und vor allem deren potenziellen Einsatzfelder entscheidend erwei- Kamerasensoren der Lüdenscheider Spezialisten: Kompaktgerät mit integrierter Optik, Beleuchtung und Elektronik (l.) sowie eine Lösung mit C-Mount-Objektivanschluss (Bilder: ipf electronic) Viel Flexibilität: Geräte mit C-Mount-Anschluss gestatten die freie Objektivwahl und somit ein breites Einsatzspektrum – die einzelnen Komponenten (v. l.): Zwischenring zur Variation der Naheinstellgrenze, Objektiv, Objektivschutzverlängerung und Objektivschutzkappe ¢¢Erweiterte Funktionen über Standardbrowser Alle OC53-Kamerasensoren können im laufenden Fertigungsprozess über ein Webinterface (für jeden Standardbrowser) konfiguriert werden. Mit neuen Versionen des Interfaces ist es nun möglich, bis zu 16 Kamerasensoren gleichzeitig auf einem Großbildschirm in Echtzeit zu visualisieren. Dieser Multiviewer liefert somit gewissermaßen ein Live-Bild der Funktionsweise aller im aktuellen Produktionsprozess installierten Kameras. Darüber hinaus ist ein Anwender in der Lage, über das Webinterface für jedes Gerät eine Statistik (z. B. Auswahl an detektierten IO- und NIO-Teilen) abzurufen, Prüfprogramme auf einem Sensor anzuwählen oder spezifische Prüfmerkmale zu parametrieren. dima 5.2019


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