Page 49

dima_519

¢¢Spezialist im Präzisionsmaschinenbau Peiseler hat die technischen Anforderungen bestens erfüllt und sich dabei maßgeblich in die Entwicklung eingebracht. Das Ergebnis sind gezielt auf Gefertec ausgerichtete Lösungen. „Unsere Sonderkonstruktion der bei der größeren Maschine arc 605 zum Einsatz kommenden Zweiachs Schwenkeinrichtung ZAS 320 ist ein wahres Unikat“, bestätigt Marc Gronau vom Peiseler-Vertrieb. Es wurde zwar auf bewährte Komponenten aus der ZAS-Baureihe wie Schneckenradgetriebe, Lagerungen und Klemmungen zurückgegriffen, aber ansonsten alles komplett neu für diesen Kunden aufgebaut. Auch die auf der ATC-Baureihe basierende Zweiachs-Schwenkeinrichtung ZATC 300 zur präzisen Bauteil-Positionierung in der kleineren Maschine arc 405 ist speziell den Gefertec-Bedürfnissen angepasst. haben uns dieser Aufgabe mit großem Engagement gestellt und sehen in dem innovativen Fertigungsverfahren unseres Kunden ein großes Potenzial auch für uns.“ Für die generative Fertigung von Metall-Bauteilen gibt es in der Tat zahlreiche Anwendungen: Gefertec beliefert z. B. Branchen wie den Werkzeugbau, Schienenverkehr oder Schiffbau. Vorteile gegenüber anderen Verfahren Die Vorteile des 3DMP-Prozesses überzeugen: Gegenüber konventionellen Verfahren wie dem Fräsen sind – wie eingangs erwähnt – erhebliche Kosteneinsparungen möglich, denn die Span- und damit Materialverluste können beim Fräsen beträchtlich sein. Beim Aufschweißen mit Draht lässt sich hingegen das Material hochgradig nutzen. Auch die reduzierte Anzahl von Fertigungsschritten und der verringerte Werkzeugverschleiß schlagen positiv zu Buche. Darüber hinaus lassen sich Lager- und Logistikkosten senken. „Da unsere Maschinen sehr viel schneller produzieren als das beim Fräsen möglich ist und das erforderliche Bauteil von einem auf den anderen Tag gedruckt werden kann, ist eine Lieferung geradezu just-in-time möglich“, betont Marcus Ortloff, Vertriebsingenieur bei Gefertec. Gerade bei schwer zerspanbaren Edelstählen und Titan komme es insofern zu signifikanten Kostenvorteilen. Im Vergleich zu anderen additiven Technologien gibt es ebenfalls Vorteile, etwa gegenüber dem Pulverbettverfah- Sonderteil Additive Fertigung  49 Sind überzeugt von dem revolutionären generativen Verfahren ihres Unternehmens Gefertec: Marcus Ortloff, Vertriebsingenieur (l.), und Projektingenieur Produktentwicklung Martin Lange ren. „Hier punktet unser Prozess mit einer mehr als zehnmal höheren Aufbaurate und einer wesentlich besseren Materialausnutzung“, erläutert Ortloff. So sei die Gefertec-Technologie auch interessant für 3D-Druck-Dienstleister, die damit ihr Produktportfolio erweitern und noch flexibler auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen können. Ausgezeichnete Marktperspektiven Die Positionierung des Bauteils ist bei dem 3DMP-Verfahren fundamental für eine erfolgreiche Fertigung. Deshalb war die Wahl des passenden Technologie Partners ein zentraler Faktor. Gefertec entschied sich für Peiseler und arbeitet bis heute exklusiv mit dem Remscheider Unternehmen zusammen. Dafür gibt » Es ist wichtig, auf namhafte Komponenten- Hersteller zu setzen « es gute Gründe. „So haben wir – wie bei allen wichtigen Komponenten – auf ausgesprochen hohe Qualität geachtet“, berichtet Martin Lange, Projektingenieur Produktentwicklung bei Gefertec. Nicht minder wichtig sei die ausgeprägte Kundenorientierung und der exzellente Service. „Das hohe Engagement und die technische Performance von Peiseler wie auch der starke Service und die sehr gute Beratung bestätigen uns darin, wie wichtig es ist, auf namhafte Komponenten Hersteller zu setzen“, begründet Ortloff. Genau deshalb arbeite sein Unternehmen daneben auch mit Siemens im Bereich der Steuerungsanlage und Fronius bei der Schweißtechnik zusammen. Diese renommierten Namen vermittelten die Sicherheit, keine Prozessfehler zu riskieren. Zudem sei damit auch eine Art Image-Transfer verbunden. „Eine Marke wie Peiseler schmückt gewissermaßen unsere Maschine und ist ein gutes Verkaufsargument“, sagt Ortloff. Schließlich sei das Unternehmen in der Maschinenbauwelt gleichermaßen renommiert wie bekannt und gehöre als „High-Score“ zu den Besten auf dem Weltmarkt. Bei den Kunden habe das eine durchaus positive Wirkung. Generell sieht Ortloff hervorragende Marktperspektiven für die 3DMP-Technologie. Für dieses Jahr plant sein Unternehmen eine Verdopplung des Umsatzes. Und langfristig – so die Vision – könne schließlich überall wo eine Fräse steht und ein Span fällt eine Gefertec Maschine stehen: zum einen ergänzend zu konventionellen Technologien, zum anderen für die Endbearbeitung in der generativen Fertigung.  www.peiseler.de –  www.gefertec.de  11.0–C60 Gefertec www.dima-magazin.com


dima_519
To see the actual publication please follow the link above