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52  Sonderteil Additive Fertigung ¢¢ Additiv gefertigte Bauteile für die Raumfahrt Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat Siemens Digital Industries Software damit beauftragt, Applikationen für die Konstruktion von Teilen in der Luft- und Raumfahrt zu entwickeln, die in additiver Fertigung aus Metall hergestellt werden. Diese Applikationen profitieren von Siemens´ durchgängiger Softwarelösung für die industrielle additive Fertigung. Die Lösung kombiniert generatives Engineering, Topologie Optimierung, prädiktive Analytik, Prozesssimulation, Bauvorbereitung und Produktionsabwicklung. Das Design4AM Projekt basiert auf der engen Zusammenarbeit zwischen Siemens und Sonaca, dem Spezialisten für Luft- und Raumfahrtkonstruktionen, mit finanzieller Unterstützung der ESA und des Belgian Federal Science Policy Office (Belspo). Design4AM schafft einen validierten Prozess für die Verwendung der  12.1–D81  10–A40 umfassenden additiven Fertigungssoftware von Siemens, um hochoptimierte, leichtgewichtige Strukturbauteile für Raumfahrtanwendungen zu konstruieren. Dazu zählen Armaturen (strukturell mit CFK-Platten verbunden), Halterungen und Bipods für verbesserte Leistung und Kosten (Bild: Siemens PLM Software).  www.siemens.com/plm ¢¢3D-Kompetenz gestärkt Mit zusätzlichen Investitionen im Bereich der additiven Fertigung mit Metallpulver baut H.P. Kaysser aus Leutenbach seine Kompetenz im 3D-Druck weiter aus. Eine neue Maschine mit größerem Bauraum erhöht sowohl die Kapazitäten als auch die Flexibilität der umfangreichen hauseigenen Fertigung. Damit reagiert das Familienunternehmen auf die gestiegene Nachfrage nach 3D-gefertigten Bauteilen. Darüber hinaus erweitert der baden-württembergische Hersteller die Bandbreite der Fertigungstechnologien für seine Systemlösungen in Metall (Bild: H.P. Kaysser).  www.kaysser.de ¢¢ Bauteile für die Luft- und Raumfahrt aus dem Metall-3D-Drucker Schnelligkeit und Qualität sind gängige Anforderungen in der Fertigung. Bei der Luft- und Raumfahrt kommen strenge Zertifizierungsprozesse, die einen zuverlässigen hohen Standard der Bauteilqualität verlangen, als Herausforderung hinzu. Mit den Selective Laser Melting-Maschinen SLM 500 Quad treibt Rolls-Royce die additive Fertigung im Unternehmen nun weiter voran. Die SLM-Maschine spielt dabei eine wichtige Rolle in der gewinnbringenden Einführung der additiven Fertigung für Bauteile in der Luft- und Raumfahrt. Rolls-Royce benötigte Multilasersysteme, um sowohl die Produktivitätsanforderungen zu erfüllen als auch zuvor festgelegte strenge Qualitätskontrollen einzuhalten. Dies veranlasste das Unternehmen zur Einführung der SLM 500 Quad von SLM Solutions. Die Spezialisten mit Hauptsitz in Lübeck konzentrieren sich auf die metallbasierte additive Fertigung sowie auf Multilasermaschinen. Mit vier Lasern, die eine Baurate von 171 cm3 zulassen, ist  1402  12.0–E03 die SLM 500 das Flaggschiff unter den Metall-3D-Druckern für Großserienprozesse und bietet gleichzeitig eine automatisierte Metallpulverzufuhr,-rückgewinnung und -siebung in einem geschlossenen System. So wird das Handling mit Metallpulver für den Bediener minimiert. Wesentlich für die Wahl von SLM Solutions als Lieferant war für Rolls-Royce die Steuerung des Gasstroms zur Aufrechterhaltung einer kontrollierten Atmosphäre im gesamten Bauraum. Der Gasstrom und die Steuerung innerhalb der Multilasermaschine wurde vom Rolls-Royce-Team wegen der direkten Korrelation zur Bauqualität gründlich untersucht. Der Gasstrom der Maschinen von SLM Solutions lieferte optimale Ergebnisse bei kompakter Stellfläche. Mit Blick in die Zukunft hat SLM Solutions Rolls-Royce als Betakunden für Maschinenzubehör in die Kooperation aufgenommen.  www.slm-solutions.com dima 5.2019


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