Bild: D. Heidecker
Fräsen praxisnah erleben

Die Hermle AG begrüßte im Frühjahr 2018 erneut zahlreiche Gäste auf ihrer imposanten Hausausstellung in Gosheim. Mit über 2900 Besuchern aus über 30 Ländern von 1300 Firmen verzeichneten die Spezialisten für Frästechnologie einen neuen Besucherrekord.


Während der zeitgleichen Fachpresseveranstaltung gab Franz-Xaver Bernhard, Vorstand, Vertrieb, Forschung & Entwicklung bei Hermle, Einblicke in aktuelle Trends: „Das Thema Automation zieht sich quer durch alle Branchen – und damit eben auch die Digitalisierung. Kunden fordern von uns Lösungen, die universell anpassbar sind, variabel und flexibel.“


Als im Jahr 1998 die Hermle-Leibinger Systemtechnik GmbH, inzwischen eine 100%ige Hermle-Tochter, gegründet wurde, stand die Automatisierung von Bearbeitungszentren (BAZ) noch im experimentellen Stadium. Relativ schnell erkannten die Verantwortlichen aber, wie sinnvoll der Einsatz von Robotertechnologie und auch die Verkettung mehrerer BAZ zu einem Fertigungssystem ist. Bis heute sind über 300 Anlagen an Hermle-Maschinen installiert, darunter Linearanlagen mit bis zu fünf BAZ, die mit einem Roboter bedient werden. „Rund 25 % unserer heute verkauften Maschinen sind inzwischen automatisiert“, so Vorstand Bernhard.


Diese Entwicklung treiben die Baden-Württemberger permanent voran: Mit einer weiteren Ausbaustufe zum Multipalettensystem wird beispielsweise HS flex noch attraktiver. Kombiniert mit dem Hermle Automation-Control-System (HACS) bietet das Handlingsystem jetzt noch mehr Produktivität und Flexibilität. Nach einer sehr erfolgreichen Markteinführung im April 2017 hat sich das HS flex, welches an die Maschinenmodelle C 12, C 22, C 32, C 42 der HIGH-PERFORMANCE-LINE und an die C 250 und C 400 der PERFORMANCE-LINE adaptiert werden kann, zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt – und die Nachfrage ist ungebrochen.


Mit dem HS flex ist die Handhabung von Paletten (Abmessungen bis 500 mm x 400 mm) mit einem Transportgewicht von bis zu 450 kg möglich. Dank neuer Software-Funktionalität in HACS ist es nun auch möglich, Paletten im Einzelfall zu überbauen und damit ein noch breiteres Werkstückspektrum im System zu bevorraten. Die Speicherauslegung der beiden Speichermodule ist speziell an die Bedürfnisse der Kunden angepasst und in zahlreichen Varianten und Kombinationen möglich.

 

Bildschirm individuell konfigurierbar


Beim Thema Digitalisierung sind die süddeutschen Spezialisten am Puls der Zeit. „Unsere selbstentwickelten Softwarelösungen helfen dem Bediener ungemein, das doch recht komplexe System eines BAZ inklusive Roboter – etwa zur Beladung – sicher zu beherrschen und einfach anzuwenden“, berichtet Bernhard. „Um die smarte Fabrik bzw. Industrie 4.0 zu erreichen, benötige ich zunächst Automatisierung, und zwar auf ganz hohem Niveau. Ein Schwerpunkt bei unseren neuen Entwicklungen liegt dementsprechend im diesem Bereich.“


Beim Hermle „HOME“-Bildschirm beispielsweise sind die wesentlichen Informationen in einer Oberfläche zentralisiert. Der Bediener kann die für ihn relevanten Inhalte individuell zusammenstellen, insbesondere in Verbindung mit den Software-Optionen HACS und HIMS (Hermle Information-Monitoring-Software). HOME kann sowohl auf Heidenhain- als auch Siemens-Steuerungen angewendet werden und wird zum Sommer bei allen Hermle-Modellen serienmäßig ohne Aufpreis integriert zur Verfügung stehen. Gerade der Bedienkomfort und die Nutzung von Informationstools wie HIMS für die Mehrmaschinenbedienung sind wichtige Bausteine, um die BAZ für einen effizienten Einsatz fit zu machen. Die Produktivität vor allen Dingen bei der Mehrmaschinenbedienung lässt sich somit wesentlich steigern.

 

Investitionen in die Zukunft


Nähere Einblicke in aktuelle Erweiterungen bei den Fertigungsbereichen gab Benedikt Hermle, der in diesem Jahr die Bereiche Materialwirtschaft, Produktion und Service im Vorstand bei Hermle übernommen hat: „Die Produktionshalle für spanende Fertigung am Standort Gosheim haben wir innerhalb von knapp zwei Jahren umfassend erweitert.“ Das zum Einsatz kommende flexible Fertigungssystem wurde permanent weiter optimiert und mit einer vollautomatisierten Auftragsverwaltung ausgestattet. Darüber hinaus berichtete Benedikt Hermle über den neuen zusätzlichen Standort in Zimmern ob Rottweil: „Hier erfolgt die Produktion von Mineralgussbetten und -bauteilen, um unseren Kunden eine gleichbleibende Qualität absolut garantieren zu können.“

 

Praxisnahe Präsentationen


Mit interessanten Bearbeitungen während der Hausaustellung wurden die Leistungsfähigkeit und die möglichen Einsatzgebiete der Hermle-BAZ anschaulich und imposant in Szene gesetzt. Zum Beispiel wurde aus einem großen Aluminiumrohling ein filigraner 2 kg schwerer Eifelturm in zahlreichen komplexen Frässtrategien hergestellt. Spektakuläre weitere Bearbeitungs-Highlights waren ein aus Hartmetall gefertigtes Armbanduhrengehäuse, ein Peltonschaufelrad für die Wasserkraftindustrie (Durchmesser: 1 m), ein Impeller aus Titan und natürlich zahlreiche Gesenkformen für den Werkzeug- und Formenbau.


Spezielle Messebauteile zeigten die Vielfalt der Bearbeitungsmöglichkeiten mit Hermle-Produkte auf. So wurde eine Kaffeekanne aus Aluminium 5-achsig simultan aus dem Vollen gefräst; die Einsatzmöglichkeiten der Robotertechnik verdeutlichte die Herstellung eines Tesa-Abrollers. Auf einer Fräs- und Drehtechnologie kombinierenden MT-Maschine erfolgte die Fertigung eines fünfarmigen Kerzenständers, und eine aus Aluminium bearbeitete Panflöte spielte mit Druckluft beaufschlagt eine Melodie.


Um dem Automatisierungstrend gerade auch für die Anforderungen durch Industrie 4.0 gerecht zu werden, wurden zahlreiche Maschinen mit eigenen Automationslösungen ausgestattet und unter Produktionsbedingungen vorgeführt. Das Robotersystem RS 2 Kombi mit Kanban-Speicher stieß auf großes Interesse. Hier konnte die Hermle-Leibinger Systemtechnik GmbH viele Möglichkeiten der Speicherbevorratung, des Paletten- und Greiferhandlings, aber vor allen Dingen der komplexen Automatisierung von Hermle-BAZ aufzeigen. Zahlreiche bereichsübergreifende Fachvorträge lieferten darüber hinaus hochgradige Informationen für die Besucher.


www.hermle.de

 

 

 

 

 

Beitrag aus dima 3/2018:

 

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