Bild: Siemens
Moderne Bedienkonzepte für Werkzeugmaschinen

Fertigungsmaschinen lassen sich mit modernen Konzepten deutlich leichter bedienen. Dessen bewusst, hat Siemens die Entwicklung von Hard- und Software vorangetrieben und stellt Lösungen rund um die Highend-CNC Sinumerik 840D sl vor.


Als klassische Investitionsgüter müssen Werkzeugmaschinen in erster Linie zuverlässig funktionieren und möglichst schnell die gewünschten Produkte in der geforderten Qualität fertigen. Einen wichtigen Beitrag hierzu leistet auch die Benutzereinheit. Sie ist die zentrale Schnittstelle zwischen Bediener und dem eigentlichen Zerspanungsvorgang. Für OEMs gilt es, diese modern und gleichzeitig übersichtlich sowie intuitiv bedienbar zu gestalten.


Siemens unterstützt seine Kunden dabei mit neu entwickelten Bedienkonzepten, die sich für sämtliche Bearbeitungstechnologien eignen. Zahlreiche Neuerungen gestatten es den Maschinenherstellern, das jeweils gewünschte Design einfach auf die eigene Benutzereinheit zu übertragen und es unterschiedlichen Bedürfnissen anzupassen. Entscheidend dafür sind diverse Weiterentwicklungen von Hard- und Software, die miteinander Hand in Hand gehen. Das betonen auch die beiden verantwortlichen Siemens-Produktmanager dieser Bereiche: Francisco Javier Franco Espinoza (Hardware) und Michael Engel (Software). Letzterer nennt dazu ein Beispiel: „Da uns die Hardware-Kollegen eine durchgängige Linie von Wide-Screen-Bildschirmen im 16:9-Format zur Verfügung stellen, konnten die Software-Entwickler Sidescreens einbinden. Diese lassen sich vom OEM ganz einfach als Navigations- und/oder Informationsleiste konfigurieren, sodass der Endanwender letztlich deutlich mehr Übersicht bekommt und dadurch effizienter arbeiten kann.“

 

Look and Feel von Tablets und Smartphones


Wohin die Hardware-Reise bei Siemens geht, hat die Motion-Control-Sparte des Konzerns mit den Sinumerik blackline-Panels bereits angedeutet. Die hinter einer großflächigen Glasfront befindlichen Industrie-Displays haben eine hohe Auflösung, sind robust und durchgängig berührungssensibel. Ergo können Anwender ähnlich einfach wischen und drücken, wie sie es von ihren privaten Tablets und Smartphones gewohnt sind. „Unsere neue Generation der Bedieneinheiten – Sinumerik blackline plus – verfügt natürlich auch über kapazitative Touchscreens, die Handschuhbedienung ermöglichen. Dabei gewährleisten wir mit bis zu IP65 zudem besten Schutz gegen Umgebungseinflüsse“, erklärt Francisco Javier Franco. „Darüber hinaus bedienen wir Kundenwünsche nach breiteren Bildschirmen sowie HD-Auflösung. Das moderne Design unterstützt die OEMs bei der zu ihren Maschinen passenden Gestaltung der Bedieneinheiten.“


Die 16:9-Panels erlauben sowohl eine horizontale als auch vertikale Orientierung. Es gibt sie in den Größen 15, 19, 22 und 24 Zoll. Das moderne, breite Format ist für Maschinenanwender und -hersteller ein besonderer Gewinn, weil es ermöglicht, die zusätzlichen Flächen mit hilfreichen Funktionen und Inhalten zu belegen. So konnte etwa auf separate Tasten komplett verzichtet werden, da diese Funktionen nun auf den Touchscreen gelegt werden können: Die Belegung der virtuellen Tasten ist frei konfigurier- sowie einfach änderbar. Die Panels der Sinumerik blackline plus-Reihe werden ergänzt um anbaubare Maschinensteuertafeln. Diese sind als Basisversion MCP 398C (Machine Control Panel) für alle verfügbaren Screen-Formate gleich. Sie lassen sich aber je nach Größe mit zusätzlichen Modulen erweitern, die nach Wunsch des OEMs oder Endanwenders unterschiedlich gestaltet werden können.


Siemens baut die Hardware seiner neuen Bedieneinheiten für den industriellen Einsatz in verschiedenen Ausprägungen: als Thin Client (TOP), als Monitor (IFP) oder als PC (IPC). Dabei steht die TOP-Variante als Panel für Windows-PCs oder als „eingebettete Lösung“ – also ganz ohne PC – zur Verfügung. Der große Vorteil der TOP-Produktlinie besteht in der flexiblen Anordnung der benötigten Geräte: Dabei dürfen Entfernungen von bis zu 100 m zwischen Steuerung und Bedieneinheit bzw. zwischen Steuerung, Industrie-PC und Bedieneinheit liegen. Verbunden werden die Einheiten einfach via Ethernet. Über die Sinumerik TOP-Lösung lassen sich bis zu vier Bedieneinheiten an einer CNC betreiben. Das ist nicht zuletzt für große Maschinen interessant.

 

OEM kann Bedieneinheit einfach konfigurieren


Um das breite Format bestmöglich nutzbar zu machen, stellen die Software-Entwickler von Siemens eine große Auswahl von Informationen und Funktionen bereit, mit denen sich die Sidescreen-Flächen belegen lassen. Welche das im Einzelnen sind, entscheidet der Maschinenhersteller – gegebenenfalls in Absprache mit seinen Kunden.


Mit Simatic WinCC bietet Siemens die wichtige Basiskonfiguration und intuitiv aufgebaute Software-Werkzeuge, mit denen sich die Benutzer-Oberfläche individuell anpassen lässt. „Früher musste die HMI (Human Machine Interface)-Oberfläche von Spezialisten programmiert werden“, erläutert Produktmanager Michael Engel. „Jetzt ermöglichen wir es den OEMs, mit WinCC die Gestaltung per drag and drop vorzunehmen. Dafür reichen normale PC-Kenntnisse aus, und der Mitarbeiter des Maschinenherstellers kann sich voll darauf konzentrieren, die Bedienoberfläche so benutzerfreundlich wie möglich aufzubauen.“


Der OEM kann seinen Kunden also zahlreiche für den Betrieb seiner Maschine wichtige Informationen gleichzeitig und übersichtlich zur Verfügung stellen. So lassen sich beispielsweise ergänzende Daten der Maschine anzeigen, während zudem ein Tastaturfeld zur Verfügung steht. Darüber hinaus kann zeitgleich mit Sinumerik Operate der nächste Programmablauf simuliert werden und/oder ein Echtzeit-Video laufen, das Bilder von einer im Maschinenraum installierten Kamera überträgt, die dem Facharbeiter einen Blick auf verdeckte Bereiche gewährt.


Die darstellbaren Inhalte und Informationen sind also vielfältig. Dabei gibt es auch im Hinblick auf die optische Gestaltung zahlreiche Möglichkeiten, wie Diplom-Informatiker Michael Engel hervorhebt: „Unsere Kunden können die HMI-Oberfläche ganz und gar der eigenen Firmen-Corporate Identity anpassen. Mit einem solch eigenständigen Design kann sich der Anwender sehr einfach und deutlich von Mitbewerbern differenzieren, was in der heutigen Zeit immer wichtiger wird.“

 

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www.siemens.de/sinumerik

 

 

 

 

 

Beitrag aus dima 3/2018:

 

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