3D-Druck

Darf dieser Begriff für eine derart einmalige wie anspruchsvolle Technologie überhaupt verwendet werden? Diese Frage kam vor etwa fünf Jahren in einer Diskussionsrunde von Experten auf, die sich um die Begriffe additive Fertigung, generatives Fertigungsverfahren oder Rapid Prototyping / Tooling / Manufacturing fast gegenseitig über den Tisch zogen. Nahezu alle waren sich jedoch einig darüber, dass der Name 3D-Druck diesem hoch innovativen Verfahren nicht gerecht werden kann.

Das erinnert mich wiederum an eine ähnliche Debatte um Mobiltelefone, die man partout nicht Handys nennen sollte – unzählbare Dollar, Yen oder Euro an Investitionen lassen es einfach nicht zu, ein solches Hightech-Produkt Handy nennen zu dürfen. Milliarden Smartphone-Nutzern dürfte das Gerangel um solche Begrifflichkeiten vermutlich allerdings genauso wichtig sein wie der sprichwörtlich umgefallene Sack Reis in den hinteren Regionen der Volksrepublik China.


Wie dem auch sei: Vor rund 20 Jahren stolperte ich erstmals über den Begriff Rapid Prototyping – und gefühlt annähernd genauso lange dauerte es, um zu überblicken, welche Bandbreite diese faszinierende Technologie tatsächlich bietet. Bezüglich der Namensgebung bin ich längst zu dem Schluss gekommen, dass bildlich vorstellbare Begriffe absolut ihre Berechtigung haben. Sehen Sie es mir also nach, wenn im Sonderteil Additive Fertigung wiederkehrend die Bezeichnung 3D-Druck ihre Verwendung findet. Für mich ist es die Gewissheit: Wenn Lieschen Müller mit diesem Begriff etwas anfangen kann, hat sich die Technologie nun nach jahrzehntelangem Anlauf endlich durchgesetzt – belegt durch eine Beobachtung in meinem Baumarkt um die Ecke, der inzwischen 3D-Drucker für unter 500 Euro anbietet.


Noch mehr Anlauf benötigte das über 100 Jahre alte Verfahren Wälzschälen zur Herstellung von Innen- und Außenverzahnungen, das trotz seiner hohen Effektivität erst in den letzten Jahren den Durchbruch in der industriellen Fertigung schaffte. Warum das so ist, erfahren Sie in unserem Special Verzahnen. Dieser Extrateil dokumentiert in eindrucksvoller Weise, wie sich exzellent ausgelegte Maschinen in Kombination mit Automation und Digitalisierung hocheffizient und präzise nutzen lassen, um selbst anspruchsvollste Bauteile wirtschaftlich herzustellen. Viel Spaß beim Input der Faszination Technik wünscht Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, Ihr dima-Redaktionsteam.

 

Dag Heidecker
Chefredakteur


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