Werkzeughersteller präsentiert Geschäftsbericht

Im Rahmen der Pressekonferenz Mitte Juli 2021 berichtete Dr. Jochen Kress über das Geschäftsjahr 2020. Des Weiteren informierte der Geschäftsführer von Mapal über strategische Branchen und Produktinnovationen, die den Weg für eine sichere Zukunft weisen.
Bild: Mapal Fabrik für Präzisionswerkzeuge Dr. Kress KG

Seit jeher ist Mapal eng mit der Automobilindustrie verbunden. Entsprechend groß ist der Einfluss der Branche auf das Unternehmen. Bereits seit 2018 hat die Automobilindustrie mit sinkenden Absatzzahlen an PKW zu kämpfen. Das lag zum einen an weltweiten Themen wie dem Brexit, dem Dieselskandal, Handelskonflikten sowie politischen Instabilitäten und zum anderen an der Frage der Mobilität der Zukunft, dem Wandel hin zu alternativen Antriebskonzepten. Den Werkzeughersteller traf der Rückgang etwas zeitversetzt im zweiten Halbjahr 2019 mit voller Wucht. Besonders die für das Unternehmen so wichtigen Projektaufträge brachen zu großen Teilen weg. Im ersten Halbjahr wuchs Mapal noch, so wurde ein Teil des Rückgangs auf das Gesamtjahr gesehen kompensiert. Der Umsatz der Gruppe ging in Summe im Jahr 2019 nur gering um drei Prozent auf 620 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Krisenjahr weltweit

Hinzu kam im Jahr 2020 die globale Corona-Krise. Zuerst musste Mapal China für mehrere Wochen schließen – immerhin der zweitgrößte Standort der Unternehmensgruppe. Anschließend erreichte das Virus alle weiteren Märkte. Das Herunterfahren der Produktionen weltweit ließ Aufträge für Mapal ausbleiben. Die Lage der bereits krisengeschüttelten Automobilindustrie verschlechterte sich und die Produktionszahlen sanken deutlich. Auch der zweite große Markt für Mapal Werkzeuge – die Luftfahrtindustrie – geriet durch Corona in die Krise. Flugzeuge weltweit blieben am Boden, Bestellungen für Flugzeuge wurden massenweise storniert: Die Branche hatte mit Umsatzrückgängen bis 90 Prozent zu kämpfen. Entsprechend kommen auch aus diesem Bereich nur wenige Aufträge bei Mapal an. Zusammengefasst treffen die Konjunkturkrise, der Strukturwandel im Automobilbereich sowie Corona den Werkzeughersteller in erheblichem Maße. Die Situation heute ist deutlich dramatischer, als sie während der Finanzkrise 2008/2009 war. Denn sie ist nicht nur durch äußere Umstände verursacht, sondern auch durch markt- und branchenspezifische Themen. Folglich reduzierte sich der Gruppenumsatz 2020 auf 460 Millionen Euro.

Vorsichtig optimistisch 

Stand heute geht die Geschäftsführung unter optimistischen Gesichtspunkten davon aus, dass Mapal frühestens im Jahr 2023 wieder ein ähnliches Umsatzniveau wie vor der Corona-Krise erreichen wird. Für das Jahr 2021 rechnet Mapal aus heutiger Sicht mit einer Umsatzsteigerung von zehn bis 15 Prozent. Indikationen für diese Prognose liegen in einer erkennbaren Marktbelebung innerhalb der letzten Monate sowie in zusätzlichen Potenzialen aus neuen Branchen, beispielweise im Bereich Werkzeug- und Formenbau. Auch für den Technologiewandel in der Automobilindustrie sind die Süddeutschen bestens gerüstet. „Lösungen für sämtliche Antriebskonzepte sowie für die erforderlichen Nebenaggregate kommen bereits heute nahezu bei allen E-Mobilitätsherstellern zum Einsatz“, so Dr. Jochen Kress (Bild). Darüber hinaus hat Mapal die Zeit der Pandemie intensiv genutzt, um neue Produkte und Lösungen auch im digitalen Umfeld zu entwickeln. Diese haben sich beim Kunden bewährt und bilden die Basis für ein zusätzliches Wachstum.

MAPAL Fabrik für Präzisionswerkzeuge

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