Europäische Zerspanwerkzeugbranche – aktueller Stand und Ausblick

Die Nachfrage nach Zerspanwerkzeugen hat in verschiedenen Branchen - insbesondere in der Automobilindustrie - wieder spürbar angezogen“, so Markus Horn (Bild), Präsident des Europäischen Zerspanwerkzeuge-Verbands ECTA beim ‚ECTA Rendezvous - Spotlight European Cutting Tools Industry‘ in der Jahresmitte 2021. „Dafür bekommen wir zunehmend Probleme mit sinkender Verfügbarkeit und steigenden Kosten bei den Rohstoffen.“
Bild: VDMA e.V.

In seinem Vortrag über die Situation und die Aussichten der Branche in Europa anlässlich des Online-Events mit über 100 Teilnehmern aus aller Welt zeigte Horn sich zuversichtlich, dass die Zerspanwerkzeughersteller jetzt das Schlimmste überstanden haben. Josua Burkart, hpo forecasting ag, informierte über die Erfolge bei der Vorhersage von wirtschaftlichen Zyklen der Branche und prophezeite eine Abkühlung der Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte. Allerdings sei noch nicht abzusehen, wie sich die gigantischen Stimulus- und Infrastrukturpakete in einigen Ländern auswirken. Einen Überblick über die Marktentwicklung in den relevanten europäischen Märkten für Zerspanungswerkzeuge verbunden mit einem Ausblick auf die Zukunft bis 2040 auf Basis der VDMA-Studie ‚Antrieb im Wandel‘ gab Kai Krüger, FEV Consulting: Langfristig erwarte er starke Verschiebungen innerhalb der Produktionsprozesslandschaft für automobile Antriebssysteme in Richtung neuer Technologien und rechne mit dem Verlust von 160.000 Arbeitsplätzen im gesamten Automotive-Sektor in Europa.

Das ECTA Rendezvous – Spotlight European Cutting Tools Industry schlägt die Brücke zur nächsten ECTA European Cutting Tools Conference, die im Juni 2022 stattfinden soll.

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