
Mit dem digitalen Lernkonzept wollen die Maschinenbauer aus Süddeutschland die Dreh- und Fräsausbildung modernisieren und internetaffine Jugendliche für Metallberufe interessieren. Das Konzept kombiniert interaktive Inhalte mit den Mechanismen von Onlinespielen und Animationssoftware. Über eine Online-Lernplattform greifen Ausbilder, Lehrer und Auszubildende ortsunabhängig auf die Inhalte zu, die an realen Maschinen oder deren digitalen Zwillingen erarbeitet werden können. In Leipzig zeigt Weiler die Drehmaschine Praktikant VCPlus Education4.0, Kunzmann präsentiert die Fräsmaschine WF 410 MC+ One Education4.0. Beide Modelle wurden speziell für die Ausbildung entwickelt.
Digitale Lerneinheit
Ebenfalls auf die Ausbildung zielt die neue Lerneinheit ‚Digitales Messen‘. Mit ihr wird vermittelt, wie Werkstücke direkt an der Drehmaschine mit integrierten Handmessmitteln geprüft werden können. Der Ausbilder erstellt dafür ein digitales Messprotokoll, das er zusammen mit der passenden Werkstückzeichnung an die Maschine des Auszubildenden sendet. Der Auszubildende misst dann das bearbeitete Werkstück mithilfe der integrierten Messmittel der Maschine. Die Ergebnisse werden automatisch im Protokoll erfasst und digital zurückgesendet. Dieser vollständig papierlose Prozess gestattet eine effiziente und präzise Qualitätskontrolle. Die Lerneinheit ist sowohl auf konventionellen als auch auf zyklengesteuerten Drehmaschinen einsetzbar.
Servokonventionelles Drehen mit Flexibilität
Mit der C35 HD stellt Weiler auf der Intec zudem seine aktuelle servokonventionelle Präzisions-Drehmaschine vor. Sie ist besonders kompakt gebaut, kombiniert manuelles Drehen mit vorprogrammierten Zyklen und erlaubt so die Bearbeitung komplexer Formen. Mit einem Umlaufdurchmesser über Bett von 360mm, Spitzenweiten bis zu 800mm und 180mm Spitzenhöhe deckt sie ein breites Teilespektrum ab. Die C-Baureihe ist das Bindeglied zwischen konventionellen und zyklengesteuerten Drehmaschinen und verfügt über Handräder für manuelles Arbeiten. Daneben erleichtern vorprogrammierte Einfachzyklen das Arbeiten, z.B. um Kegel, Radien und Gewinde rasch und wirtschaftlich zu drehen. Damit ist die C35 HD flexibel einsetzbar; gleichzeitig bietet sie Leistung und Energieeffizienz.
Jugendliche für Metallberufe interessieren
Die neue E50 HD von Weiler, Nachfolgerin der ersten zyklengesteuerten Präzisions-Drehmaschine, überzeugt mit einer großen Laufruhe und hohen Präzision. Sie zeichnet sich durch ein robustes Maschinenbett, eine optimierte Späneentsorgung und eine helle sparsame LED-Arbeitsraumbeleuchtung aus. Das Energiesparsystem e-TIM sorgt ebenfalls für mehr Energieeffizienz. Ein leistungsstarker 20kW-Antrieb bietet Drehzahlen bis 2.500 Umdrehungen pro Minute und ein Drehmoment von 1.300Nm. Dazu gibt es umfangreiche Ausstattungsoptionen und ein vielfältiges Zubehör.
Einstieg in CNC-Technik
Kunzmann zeigt auf der Messe die konventionelle Fräsmaschine WF 410 M mit einem Arbeitsraum von 410 x 350 x 450mm (X, Y, Z), die sich über ein Handrad oder per Streckensteuerung bedienen lässt. Sie eignet sich gleichermaßen für den flexiblen Einsatz in der Ausbildung als auch zur Herstellung hochwertiger Einzelteile und Kleinserien. Ihre Heidenhain TNC 128-Steuerung bietet dialoggeführte Zyklen und grafische Simulationen. Auf diese Weise erlaubt sie neben dem manuellen Arbeiten auch einen einfachen Einstieg in die CNC-Technik.

Die neue WF 610 MC+, eine Weiterentwicklung der bewährten Hybridfräsmaschinen des Maschinenbauers, ist ebenfalls zu sehen. Angeboten wird sie alternativ mit der Siemens Sinumerik One-Steuerung oder – wie auf der Intec zu sehen – einer Heidenhain TNC7 basic. Die Maschine ist für die Bearbeitung häufig wechselnder Werkstücke im Werkzeug-, Vorrichtungs- und Prototypenbau sowie in der Ausbildung ausgelegt: Mit Linear-Rollenführungen und einer ergonomischen Konstruktion kombiniert sie Geschwindigkeit, Wartungsarmut und Bedienkomfort. Optional sind eine Motorspindel mit 12.000 Umdrehungen pro Minute oder ein um 90° schwenkbarer Fräskopf verfügbar.

















