Fachartikel: Italienischer Sägeblatthersteller vertraut schwäbischer Präzision

Enge Straßen, steile Bergpässe, zahlreiche Kurven: Ungeachtet einer kniffligen Anfahrt fand vor mehr als 25 Jahren die erste Vollmer Schärfmaschine ihren Weg durch die norditalienischen Alpen. Empfänger war der Sägeblatthersteller Moreschi - bis heute ein starker Partner der Spezialisten aus Biberach an der Riß.
Auch die zweite Generation der Familie Moreschi ist bereits in die Geschäfte des Sägeblattherstellers involviert (v.l.n.r.): Sohn Mattia und Tochter Gloria mit Vater Marco Moreschi, Geschäftsführer von Moreschi Srl und den Moreschi-Brüdern Luciano und Angelo.
Auch die zweite Generation der Familie Moreschi ist bereits in die Geschäfte des Sägeblattherstellers involviert (v.l.n.r.): Sohn Mattia und Tochter Gloria mit Vater Marco Moreschi, Geschäftsführer von Moreschi Srl und den Moreschi-Brüdern Luciano und Angelo.Bild: Vollmer Werke GmbH

Tradition und Familie spielen trotz Wachstum und internationaler Ausrichtung eine große Rolle für die Firma Moreschi. Auch die zweite Generation ist bereits in die Geschäfte involviert: Die Kinder Gloria und Mattia von Marco Moreschi, einem der beiden Gründer, sind neben rund 40 Mitarbeitern ebenfalls im Unternehmen beschäftigt. „Für uns ist nicht nur die Familientradition sehr wichtig, sondern auch verlässliche Partner zu haben, um unseren Kunden die besten Sägeblätter bieten zu können“, sagt Geschäftsführer Marco Moreschi. „Deswegen setzen wir seit 1991 auf die Schleifmaschinen aus Biberach. Zurzeit haben wir bei uns mehr als 15 Vollmer Maschinen im Einsatz.“

Der italienische Sägeblatthersteller Moreschi setzt unter anderem Modelle der Vollmer Schärfmaschine CM für die Bearbeitung seiner hartmetallbestückten Kreissägeblätter ein.
Der italienische Sägeblatthersteller Moreschi setzt unter anderem Modelle der Vollmer Schärfmaschine CM für die Bearbeitung seiner hartmetallbestückten Kreissägeblätter ein. Bild: Vollmer Werke GmbH

Präzision von klein bis groß

Vor allem Schleifmaschinen der Modellreihen CHD, CHF und CM stehen bei Moreschi. Sie gestatten sowohl die präzise Schärfung in einer Aufspannung als auch das Bearbeiten verschiedenster Sägeblätter mit unterschiedlichen Durchmessern und Zahngeometrien. Die Mitarbeiter schätzen besonders die effiziente und einfache Bedienung der Maschinen sowie deren Zuverlässigkeit.

Die CHD 270 des schwäbischen Schärfspezialisten eignet sich dank acht CNC-gesteuerter Achsen und der Messeinrichtung für die automatische Bearbeitung von hartmetallbestückten Kreissägeblättern, deren Außendurchmesser zwischen 80 und 840mm liegen. Die Schleifmaschine CM 300 erreicht durch ein fixiertes Schleifaggregat und ihre massive Bauweise eine hohe Genauigkeit für Kreissägeblätter, deren Durchmesser zwischen 200 und 1.440mm liegen. Geht es in die XXL-Ausmaße bis hin zu Kreissägeblättern mit 2.200mm Durchmesser, nutzt Moreschi die Vollmer Schleifmaschinen CHM und CHMF 400. Die beiden Modelle übernehmen mit jeweils fünf CNC-Achsen den Schliff an den Span- und Freiflächen der Sägezähne sowie an deren Flanken.

Maßgeschneiderte Sägeblätter

Zum internationalen Kundenstamm der Italiener gehören zahlreiche Unternehmen aus der Stahl- und Metalllegierungsbranche. So werden die Sägeblätter sowohl für die Sägen großer Hersteller als auch in Sägewerken verwendet. Da die Bedürfnisse der Kunden sehr unterschiedlich sein können, bietet Moreschi ihnen eine individuelle Beratung und die Maßfertigung von Sägeblättern. Diese bearbeiten präzise Materialien verschiedenster Härtegrade und Größen, darunter Stahl und Metalllegierungen, aber auch Holz, Kunststoffe und Verbundwerkstoffe.

Um eine hohe Qualität zu gewährleisten, führt Moreschi mehrere Testläufe durch, bevor das finale Produkt den Kunden erreicht. Das Unternehmen arbeitet darüber hinaus stets an der Weiterentwicklung seiner Produkte und Techniken, um passende Lösungen für die verschiedenen Anwendungsbereiche seiner Kunden zu finden. Dazu steht Moreschi im Austausch mit italienischen Universitäten.

„Mittelständische Hersteller von Sägeblättern wie Moreschi stehen ihren Kunden mit Beratung, Fertigung und Wartung zur Seite und benötigen dafür automatisierte Schärfmaschinen, die auch bei kleinen Stückzahlen eine hohe Präzision mit einfacher Bedienung bieten“, weiß Dr. Stefan Brand, Geschäftsführer der Vollmer Gruppe. „Dass Moreschi auf Vollmer vertraut, macht uns stolz und wir sind zuversichtlich, dass auch in Zukunft unsere Schärfmaschinen aus Biberach ihren Weg nach Vilminore de Scalve finden.“

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