
Schirmer entwickelt sich dynamisch: Zwischen 2019 und 2024 verdoppelte sich der Umsatz des 1979 gegründeten und international agierenden Maschinenbauers auf 80 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum wuchs die Anzahl der Mitarbeiter überdurchschnittlich; der Anteil des Fachkräftenachwuchses verdreifachte sich auf aktuell 24 Auszubildende. 2025 erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 300 Mitarbeitern und einem 70-köpfigen, exklusiv für Schirmer arbeitenden Team von Beckhoff Automation einen Umsatz von knapp 90 Millionen Euro. In diesem Jahr erwartet Schirmer weiteres Wachstum.
Klares Bekenntnis zur Region
Um das aktuelle und künftig erwartete Wachstum abzuleisten, investiert Schirmer jetzt in ein neues, größeres und modernes Werk und die dafür notwendige Betriebsausstattung und bekennt sich damit klar zum Standort Ostwestfalen. Der Betrieb sieht sich als Technologieführer im Premiumsegment der hoch automatisierten Profilbearbeitung und als Lösungsanbieter. Dazu konfiguriert Schirmer aus einem Baukasten weitestgehend standardisierter Prozessmodule auf kundenindividuelle Produkt- und Produktionsanforderungen abgestimmte Maschinenkonzepte für die Bearbeitung von PVC-, Aluminium- und Stahlprofilen in verschiedenen Branchen, z.B. Fenster- und Fassadenbau, Luft- und Raumfahrt, Automotive, Railway, Maschinenbau, Möbel- und Innenausbau.
Schaltschrankloses Steuerungskonzept ‘MX-Automation’ von Beckhoff
Fusion aus Mechanik und Elektronik
2016 mündete die seit 1980 bestehende enge Kooperation mit Beckhoff Automation in der Integration in die Unternehmensgruppe. Seitdem haben beide Unternehmen ihre Partnerschaft vertieft und profitieren von der Fusion aus Mechanik und Elektronik. Die Verzahnung aus hochwertigem Maschinenbau und innovativer Automatisierungstechnik resultiert in weltweit führenden Produktionsmaschinen. Neueste Beckhoff-Steuerungstechnologie kommt auf diese Weise schnell und konsequent zum Einsatz. So hat Schirmer z.B. 2026 damit begonnen, alle seine Bearbeitungszentren mit dem neuen modularen und steckbaren schaltschranklosen Steuerungskonzept ‘MX-Automation’ von Beckhoff auszustatten – „eine neue, revolutionäre Stufe der Automatisierungstechnik vor allem zum Vorteil der Kunden von Schirmer“, heißt es aus den Unternehmen.
Solides Fundament für weiteres Wachstum
Die neue Produktion, für die nun der Spatenstich erfolgte, soll im Herbst 2027 fertiggestellt sein. Sie wird auf 28.500 Quadratmetern Bruttogeschossfläche Fertigung, Vormontage, Endmontage und Inbetriebnahme umfassen. 2028 folgt dann die Fertigstellung des Verwaltungsgebäudes mit circa 4.200 Quadratmetern Bürofläche. Hier ziehen u.a. Konstruktion und Entwicklung von Schirmer ein sowie einige Bereiche von Beckhoff Automation.
Mit dem Neubau bündelt Schirmer alle Unternehmensbereiche, die neben Verl bislang noch in Gütersloh-Avenwedde und Gütersloh-Spexard ansässig sind. Das optimiert nicht nur Prozesse, Informations- und Materialflüsse sowie Logistik entlang der Wertschöpfungskette. Es schafft mit attraktiven Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie den Kapazitäten für Investitionen auch die Voraussetzung für den Ausbau der Wertschöpfungstiefe und für weiteres Wachstum. Schirmer-Geschäftsführer Ludger Martinschledde schätzt das künftige Umsatzpotenzial auf 150 Millionen Euro. Dieses zu erschließen, will Schirmer in bestehenden Märkten und Branchen die steigende Nachfrage nach höher automatisierten Produktionslösungen bedienen, den Internationalisierungsgrad über Europa hinaus ausbauen sowie insbesondere mit den Bearbeitungszentren für Aluminium- und Stahlprofile neue Branchen erschließen.
Kunden profitieren vom ‚Dreiklang‘ …
… aus Qualität, Geschwindigkeit und Flexibilität im Bauteilspektrum. Dass die Lösungen von Schirmer schon heute Profile spannen können, die es erst morgen gibt, bietet Käufern Investitionssicherheit. Dank hoher Autonomiezeiten setzen die Anlagen zudem dem Fachkräftemangel bei den Kunden etwas entgegen.















