
Inmitten dieser Herausforderungen sehen sich Ingenieurteams mit einem paradoxen Problem konfrontiert: Sie verbringen einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit mit Aufgaben, die weder innovativ noch wertschöpfend sind. Doch es gibt Unternehmen, die diesen Kreislauf durchbrechen.
PKW-Hersteller optimiert 3D-Druck-Greifer
Automation kann auch den Einsatz generischer Softwaretools bedeuten, etwa für den Entwurf oder die Berechnung filigraner und bionischer Strukturen. Allerdings scheitern viele Fertigungsprozesse an fehlender Software-Integration. Diese Lücke wird durch Synera mit über 70 Konnektoren zu gängigen Tools wie Siemens NX, Abaqus, Moldflow oder Eosprint geschlossen. Und mit dem RPA-Add-in lassen sich sogar UI-basierte Anwendungen ohne API automatisieren – die letzte Automatisierungslücke verschwindet.
KI-Agenten entlasten Fachkräfte in der Produktion
Ein Praxisbeispiel für die nahtlose Integration der Prozessautomatisierungssoftware von Synera ist ein führender OEM: Er ist seit mehr als drei Jahrzehnten Innovationsführer im Bereich der additiven Fertigung in der Automobilindustrie und setzt die Technologie heute in zahlreichen Entwicklungsbereichen ein. Gerade im 3D-Druck entfaltet die Software ihr volles Potenzial, da topologisch optimierte, bionische Strukturen dank der hohen Flexibilität des Verfahrens nahezu direkt umgesetzt werden können – ein entscheidender Vorteil für den Leichtbau.
Der führende PKW-Hersteller konnte durch die Automation von Designprozessen im Bereich der additiven Fertigung die Entwicklung kundenspezifischer, 3D-gedruckter Robotergreifer effizienter gestalten. Damit ließen sich Produktionsabläufe beschleunigen, die Lebensdauer der Komponenten erhöht und Emissionen reduzieren. Ergebnis: Das Gewicht konnte um 30 Prozent (50kg) reduziert werden, wodurch die Lebensdauer des Roboters verlängert und der Systemverschleiß deutlich verringert wurde. Zudem sanken die Produktionszeiten und -kosten signifikant. Ein Robotergreifer ist nun in 22 Stunden mittels 3D-Druck herstellbar – ein klarer Wettbewerbsvorteil für die Herstellung von jährlich über 300.000 ‚gedruckten‘ Teilen für die weltweiten Produktionsstandorte. Im Vergleich zu konventionellen Methoden verringerten sich die CO2-Emissionen um rund 60 Prozent.

Engineering neu gedacht
Während zahlreiche Firmen noch über Automatisierung sprechen, setzt Synera bereits auf die nächste Evolutionsstufe: KI-Agenten, die nicht nur denken, sondern handeln. Die KI-Agenten-Plattform für Ingenieure verbindet die kognitive Intelligenz moderner LLMs mit direktem Zugriff auf Engineering-Systeme wie CAD, CAE und ERP. Das Ergebnis: Digitale Fertigungspartner, die repetitive Aufgaben eigenständig übernehmen, Entscheidungen auf Basis von Fachwissen treffen und Prozesse automatisiert durchführen – rund um die Uhr.
Was früher Tage oder Wochen dauerte, erledigen spezialisierte Agenten heute in wenigen Stunden. Und sie arbeiten nicht allein: Mehrere Agenten können sich zu einem Multi-Agenten-System zusammenschließen – vergleichbar mit einem Engineering-Team, nur ohne Pausen, ohne Skalierungsgrenzen. Für Fertigungsbetriebe bedeutet das nicht nur Effizienzgewinne, sondern auch eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. Insbesondere im RFQ (Request for Quote)-Prozess kann der Einsatz sinnvoll sein.

Wenn KI das Angebot schreibt
In der industriellen Realität dauern Angebotsprozesse gerade bei komplexen Aussschreibungen nicht selten mehrere Wochen – und damit oft den Auftrag. Doch es geht auch anders: Mit KI-Agenten oder gar einem Multi-Agentensystem, das wie ein digitales Engineering-Team agiert, lassen sich Angebotsabläufe signifikant verkürzen.
Insbesondere in der Additiven Fertigung ist dies ein Effizienzgewinn und es zeigt sich, wie groß die Produktivitätssprünge durch Automatisierung sein können. Hier lassen sich Build-Vorbereitungen wie Nesting, Support-Generierung und Simulation vollständig automatisieren und enorm beschleunigen.
Der Weg zur agentischen Fertigung
Was heute noch visionär klingt, ist bei einigen Unternehmen, wie der Raumfahrtbehörde Nasa, bereits Realität: Sie nutzen Prozessautomatisierungssoftware, um ihre Engineering-Prozesse mit KI-Agenten zu automatisieren und neu zu orchestrieren. Doch am meisten zeigt sich die Stärke von KI-Agenten in der additiven Fertigung im RFQ-Prozess. Die KI-Agenten übernehmen Aufgaben autonom, kommunizieren untereinander und greifen direkt auf CAD-, CAE- und ERP-Systeme zu – ein durchgängiger, automatisierter Workflow von der Konstruktion bis zur Kalkulation entsteht.
In der Folge gewinnen Ingenieure mehr Zeit für Innovation, da Routineaufgaben automatisiert werden. Gleichzeitig sinken die Kosten durch weniger manuelle Arbeit und Fehlerquellen. Verkürzte Angebotszyklen befähigen zur schnelleren Markteinführung und stärken die Wettbewerbsfähigkeit. Die agentische Fertigung ist kein Zukunftsszenario, sondern ein greifbarer Wettbewerbsvorteil. Wer die Potenziale von KI-Agenten frühzeitig erkennt und nutzt, verschafft sich einen entscheidenden Vorsprung in Geschwindigkeit, Effizienz und Marktposition.

















