
Marposs, ein weltweit führender Anbieter von Präzisionsmess- und Prüfeinrichtungen, zeigte auf der diesjährigen Control seine aktuellen Lösungen, die die Qualitätskontrolle für produzierende Unternehmen verbessern und vereinfachen. Zu den Neuheiten gehört das Bussystem SmartNet, mit dem die Verbindung von Sensoren zu den Anzeige- und Auswertegeräten optimiert wird. Ein weiteres Highlight sind Neuigkeiten in der Reihe der optischen Messlösungen, speziell für die Elektromobilität.
Sensoren einfach verbinden
Mit der Einführung des Bussystems SmartNet wird die Verbindung von Sensoren, z.B. Längenmesstastern und Messzellen, zu den Messwertzanzeige- und Auswertegeräten deutlich effizienter. SmartNet ist selbstlernend und so in der Lage, die angeschlossenen Sensoren selbstständig zu finden und zu überwachen. Das verkürzt die Installationszeit deutlich und minimiert Fehler bei der Inbetriebnahme. Alle Informationen der Sensoren liegen digital vor, beispielsweise Typ, Funktion oder Linearisierung des Messsignals. Das innovative Bussystem erlaubt eine rasche und synchronisierte Übertragung der Messwerte an einen PC oder eine SPS über Ethernet oder Feldbus.
Die Elektronik ist im Stecker des Messwertgebers integriert, sodass statt einer zusätzlichen Box jetzt nur noch das Verbindungskabel notwendig ist. So sparen Anwender Aufwand und Kosten. Ebenfalls im Stecker enthalten ist eine LED-Statusanzeige: Sie signalisiert die korrekte Funktion oder auch einen möglichen Fehler. Das eliminiert aufwändige Fehlersuchen und senkt Wartungskosten. Alles in allem wird die Betriebssicherheit so wesentlich gesteigert.
Optische Vermessung
Optische Messverfahren bewähren sich bei Qualitätskontrollen in der Herstellung von Elektrofahrzeugen. Mit der Serie Optocloud bietet Marposs eine besonders geeignete Lösung zur berührungslosen 3D-Vermessung von Statoren und anderen Bauteilen. Die Marposs-eigene Software erstellt aus den Sensordaten eine 3D-Punktewolke und rekonstruiert daraus ein 3D-Modell der vermessenen Werkstücke. Damit sind Messzyklen für beispielsweise Hairpinstatoren unter 30 Sekunden möglich, was eine 100%-Kontrolle in der Fertigungskette erlaubt.
Für das optische Vermessen wellenförmiger Werkstücke erweitert Marposs die Optoquick-Reihe um einen neuen optischen Sensor. Dieser erfasst mit hoher Geschwindigkeit komplexe Konturen, die für die Projektion im Schattenkantenverfahren verdeckt liegen. Zum Beispiel kann damit die Verzahnungsgeometrie auf dem kompletten Umfang rasch gemessen werden. Der Sensor kann zusätzlich oder als Alternative zu berührenden 3D-Tastern zum Einsatz kommen.

















