Index Open House begrüßt mehr als 2.000 Fachbesucher

Die Traub MS12-4 bietet mit weniger Maschinenkomponenten als bei vier Einspindlern dennoch vierfache Produktivität bei deutlich geringerer Aufstellfläche. Die Steuerung und sämtliche Peripheriekomponenten wie Stangenlader, Späneförderer, Kühlschmierstoffr
Die Traub MS12-4 bietet mit weniger Maschinenkomponenten als bei vier Einspindlern dennoch vierfache Produktivität bei deutlich geringerer Aufstellfläche. Die Steuerung und sämtliche Peripheriekomponenten wie Stangenlader, Späneförderer, Kühlschmierstoffreinigung, Absaugung usw. werden nur einmal benötigt.- Bild: TeDo Verlag GmbH

Roberto Deger, Kaufmännischer Geschäftsführer, Dr. Dirk Prust, Technischer Geschäftsführer (Vorsitzender) und Reiner Hammerl, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing, gaben vor dem offiziellen Veranstaltungsstart auf der Pressekonferenz bereits Einblicke in aktuelle Zahlen.

Markt und Trends

Index beschäftigt 1.905 Mitarbeiter weltweit, verfügt über sechs Produktionsstätten (drei in Deutschland, Slowakei, China, Brasilien), 13 Vertriebs- sowie Servicegesellschaften und ist über ein weltweites Netzwerk an mehr als 80 Standorten präsent. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte der Global Player einen Auftragseingang von 490,1 Millionen Euro und Umsatzerlöse in Höhe von 475,3 Millionen Euro: Das bedeutet ein Plus von 9,5 bzw. 3,4 Prozent zum Vorjahr. In Anbetracht herausfordernder Umgebungsvariablen ist dies ein achtbares Ergebnis. Nichtsdestotrotz: Seit drei Jahren ist der Auftragseingang in Deutschland rückläufig.

In Startposition zur Pressekonferenz (von links): Roberto Deger, Kaufmännischer Geschäftsführer, Reiner Hammerl, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing, und Dr. Dirk Prust, Technischer Geschäftsführer (Vorsitzender), gaben aktuelle Einblicke und stellten sich den Fragen der internationalen Journalisten.
In Startposition zur Pressekonferenz (von links): Roberto Deger, Kaufmännischer Geschäftsführer, Reiner Hammerl, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing, und Dr. Dirk Prust, Technischer Geschäftsführer (Vorsitzender), gaben aktuelle Einblicke und stellten sich den Fragen der internationalen Journalisten.Bild: TeDo Verlag GmbH

Wesentliche Branchen mit positiven Signalen sind aktuell unter anderem die Armaturen / Fluidtechnik, Luft- und Raumfahrt oder Medizintechnik. Wegen des Megatrends KI bieten derzeit Rechenzentren außerdem einen enormen Absatzmarkt. Zur Wärmeabfuhr sind Kühlsysteme erforderlich, die wiederum mit den entsprechenden Komponenten zu bestücken sind. Für die Herstellung solcher Bauteile sind viele Maschinen des Anbieters prädestiniert. „Wir erwarten für 2026 ein Plus von acht Prozent auf rund 514 Millionen Euro“, wagte Dr. Dirk Prust eine erste Prognose für das laufende Jahr. „Zudem ist die Index Group mit ihren neun Strategie-Initiativen, die zunächst bis auf das Jahr 2030 zielen, gut für die Zukunft aufgestellt“, ist Dr. Prust überzeugt. Eine Neuerung umfasst beispielsweise die Entscheidung, künftig nicht mehr nur in Deutschland zu entwickeln. Zusätzlich sollen auch in weiteren Ländern marktgerechte Lösungen für die Anforderungen ‚vor Ort‘ entworfen werden.

Maschinen-Innovationen

Mit dem zum Open House 2026 erstmals vorgestellten Dreh-Fräszentrum G160 rundet Index seine aktuelle G-Baureihe nach unten ab. Diese ‚Kleine‘ im Programm baut zwar konzeptionell auf der bisherigen G200.2 auf, kann aber im Bereich Fräsen wesentliche Verbesserungen vorweisen. Ein besonderes Merkmal ist die große Auswahl an Optionen hinsichtlich Spindeln, Werkzeugträger und Peripherie: So kann jeder Kunden eine bedarfsgerechte kostenoptimierte Maschine für sich konfigurieren. Die G160 ist mit einer direktangetriebenen, daher hochdynamischen Hauptspindel ausgestattet, die in zwei Größen – Stangendurchlass 42mm und 65mm – zur Wahl steht. Aufgrund der technischen Daten (Drehzahl 7.000 / 6.000 Umdrehungen pro Minute, Drehmoment 65 / 170Nm) bietet sich die 42er-Variante für kleinere, hochdrehende Teile an, während sich die größere auch für Einlegeteile eignet, die im bis zu 175mm großen Spannfutter Platz finden. Eine umfangreiche Palette an Automationslösungen komplettiert das Angebot.

Als Weltpremiere präsentiert wurde die Traub MS12-4: Sie erreicht durch ihr völlig neues Konzept eine bis zu vierfache Ausbringung gegenüber Einspindeldrehautomaten. Die Maschine überzeugt mit beispielloser Produktivität, wodurch sie für jegliche Kleinteile wie Stifte, Schrauben, Pins etc., die in der Medizin- und Uhrentechnik sowie der Elektroindustrie benötigt werden, günstige Herstellungskosten realisieren kann. Der mehrspindlige Lang-/Kurzdrehautomat eignet sich für kleine Werkstücke im Durchmesserbereich von 3 bis 13mm.

Hinter dieser Maschine steckt ein völlig neuer Denkansatz, der nicht auf die übliche Spindeltrommel und sequentielle Bearbeitung setzt. Stattdessen liegt der MS12-4 das Konzept des einspindligen Langdrehautomaten Traub TNL12 zugrunde.

„Dieses System aus vier Hauptspindeln, vier Werkzeugrevolvern sowie zwei oder vier Gegenspindeln und bis zu vier weiteren flexiblen Werkzeugträgern vereint die einspindlige Denkweise mit der hohen Produktivität von Mehrspindlern“, erklärt Benjamin Klotz, Leiter der Maschinenentwicklung. „Dieses Konzept kann vier Werkstücke gleichzeitig fertigen, wobei eine Zerspanung an bis zu acht Spindeln gleichzeitig für sehr kurze Stückzeiten sorgt.“ Besonders erwähnenswert ist zudem das patentierte integrierte Stangenlademagazin mit durchmesserunabhängigen Führungselementen.

Highlights aus der Automation

Die Automatisierungslösung iXcenter gibt es nun auch für Index Mehrspindeldrehautomaten. Die direkt an der Maschine angebaute Roboterzelle übernimmt das automatisierte Entladen und Handling von Werkstücken und führt zusätzlich definierte Nebenprozesse aus, zum Beispiel das Messen, Reinigen, Entgraten oder Beschriften.

Jährlicher Lichtblick: Mehr als 2.000 Fachinteressierte kamen zum Index Open House 2026, um Neuheiten und Maschinen-Highlights live in Augenschein zu nehmen.
Jährlicher Lichtblick: Mehr als 2.000 Fachinteressierte kamen zum Index Open House 2026, um Neuheiten und Maschinen-Highlights live in Augenschein zu nehmen. – Bild: TeDo Verlag GmbH

So unterstützt sie eine stabile mannarme Serienfertigung von Einlegeteilen bei gleichbleibender Prozessqualität.

Kunden erzielen damit unter anderem eine höhere Produktivität sowie maximale Autonomie beispielsweise für die zweite und dritte Schicht im Betrieb.

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