

Mit seiner Lösung richtet sich das Start-up vor allem an den Bereich Remote Support in der Industrie. Das ‚Fliegengewicht‘ unter den AR-Brillen lässt sich aber auch in zahlreichen weiteren Anwendungen nutzen.
dima Bei Augmented Reality gab es bereits zig Versuche, den Markt zu erobern. Wieso sollte Ihnen dieser entscheidende Wurf gelingen?
Sebastian Beetschen: Bisher wurden die Prozesse bei der Einführung von AR im industriellen Umfeld viel zu komplex gestaltet. Die Integration der Datenübertragung ist teilweise sehr aufwendig und zeitintensiv. Wenn die Implementierung eines neuen Arbeitsgeräts schon so herausfordernd ist und der Anwender dann auch noch den ganzen Tag eine schwere unhandliche AR-Brille tragen muss, ist die Frustration zu Recht hoch. Die zahlreichen negativen Erfahrungen mit Augmented Reality-Anwendungen, die zwar gut gedacht aber im industriellen Umfeld wenig praktikabel sind, führten schlussendlich zu einem Vertrauensverlust in die gesamte AR-Branche.
Wir von Almer Technologies haben die Schwachstellen erkannt und unsere Datenbrille Arc 2 derart konzipiert, dass sie sich ausschließlich an den Bedürfnissen ihrer Nutzer orientiert. Sie wiegt nur 179g und bietet eine Komplettlösung aus Hard- und Software. Die vom Kunden benötigte Software wird einfach auf die jeweilige Brille aufgespielt. So können die Nutzer die Smart Glasses aufziehen und direkt loslegen. Es sind keine aufwendigen Programmierungen nötig und der Integrationsaufwand in bestehende Prozesse entfällt. Dazu arbeiten wir mit dem Technologiekonzern TeamViewer zusammen und haben auch eine Kooperation mit dem weltweit agierenden Chiphersteller Qualcomm. Neben der 25 Megapixel-Kamera mit Zoom, Weitwinkel und integrierter Taschenlampe verfügt die Arc 2 außerdem über eine einfach gestaltete Navigation mittels drei Knöpfen oder wahlweise Sprachsteuerung. Mit einer Akkulaufzeit von rund 8h hält sie darüber hinaus eine komplette Arbeitsschicht durch.
dima Das Personal sollte Spaß an seinen Werkzeugen, in diesem Fall den ‚Smart Glasses‘ haben – sonst bleibt das Produkt in der Ecke liegen. Das gelingt mit der Arc 2 wie?
Die Arc 2 gestaltet die Kommunikation komfortabler und unterstützt den User bei seiner täglichen Arbeit, ohne ihn abzulenken. Das hochauflösende See Through Display fügt sich nahtlos ins Sichtfeld ein, ohne zu stören. Damit macht die Arc 2 genau das, was sie soll – die Realität erweitern und um benötigte Informationen ergänzen. Aufgrund der selbsterklärenden Handhabung ist die Nutzungshemmschwelle im Vergleich zu anderen ‚Wearables‘ geringer. Alles in allem werden Betriebsabläufe mit unserer Datenbrille einfach effizienter gestaltet.

















