Mitten im Markt für autonome Systeme

Die Xponential Europe für autonome Systeme findet vom 18. bis zum 20. Februar 2024 erstmals in Düsseldorf statt.
Die Xponential Europe für autonome Systeme findet vom 18. bis zum 20. Februar 2025 erstmals in Düsseldorf statt. – Bild: Messe Düsseldorf GmbH

Das autonom durch Düsseldorf fahrende Mira-Auto, der unbemannte Frachter Watertrack 8 auf dem Rhein (gesteuert von der Leitzentrale im Duisburger Ruhrort), die Drohne Ariol bringt Transportgut nach Lüdenscheid – die Beispiele zeigen, was inzwischen mit autonomen Systemen möglich ist. „Deutschland ist der größte Markt für autonome Fahr- und Steuerungssysteme in Europa“, sagt Malte Seifert, Director Metals, Energy & Autonomous Technologies der Messe Düsseldorf. Er ist verantwortlich für die Xponential Europe, die im kommenden Jahr vom 18. bis zum 20. Februar in Düsseldorf erstmals an den Start geht. Mit dem europäischen Format der Xponential, die in den USA bereits seit 50 Jahren der führende Branchentreffpunkt für unbemannte Systeme und Robotik ist, soll speziell deutschen und europäischen Unternehmen die Möglichkeit geboten werden, ihre Spitzentechnologien und internationale Leistungsfähigkeit auf den Markt zu bringen.

Spitzenplatz bei Patentanmeldungen

Dass Deutschland und Europa bei der Entwicklung autonomer Fahrsysteme mit zu den Vorreitern zählen, zeigen auch die Patentanmeldungen. Nach letztverfügbaren Zahlen des Deutschen Patent- und Markenamts halten deutsche Unternehmen 42 Prozent der für den deutschen Markt gültigen Patente in dieser Technologie. Damit liegen sie vor japanischen (28 Prozent) und US-amerikanischen (11 Prozent) Unternehmen an der Spitze. Bezogen auf alle weltweit angemeldeten Patente mit Bezug zum autonomen Fahren liegt Europa (33.614 Patentanmeldungen) vor den USA (28.479), Japan (10.505) und China (9.208).

Zahlreiche Projekte

„Das unterstreicht die Bedeutung, die Europa und Deutschland auf diesem Technologiefeld haben“, so Seifert. Dabei nehmen Nordrhein-Westfalen und die Region an Rhein und Ruhr eine führende Rolle bei der Mobilität 4.0 und unbemannten Fortbewegung ein. Das zeigen auch die laufenden Forschungsprojekte und Entwicklungen in der Region.

Eine der ersten Adressen für Technologieforschung ist die RWTH Aachen. Hier wurde im vergangenen Jahr eines der größten Forschungsprojekte zum autonomen Fahren abgeschlossen. Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) entstanden mit dem Unicaragil vier fahrerlose, vollautomatisierte Fahrzeugprototypen. Federführend war das Institut für Kraftfahrzeuge (ika) in Zusammenarbeit mit acht Universitäten und neun Unternehmen. Ergebnis sind vier vollfunktionsfähige Prototypen, die unterschiedliche Anwendungen gestatten: das autoCargo zur vollautomatischen Paketauslieferung, das autoTaxi als Carsharing-Option, das autoShuttle zur flexiblen Ergänzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) sowie das Fahrzeugmodell autoElf als Familienfahrzeug.