Auch die Werkzeugausgabe erfolgt bei SMP automatisiert. Konnte sich früher jeder Mitarbeiter nach Belieben am Werkzeugschrank bedienen, muss er sich nun am Ausgabeautomaten Garant Tool24 persönlich anmelden. Dieser gibt Auskunft über den gesamten Werkzeugbestand und benachrichtigt den Einkäufer, wenn der Meldebestand erreicht wurde – dann wird automatisch nachbestellt. Dank einer Schnittstelle zu Connected Manufacturing lassen sich die Bestände von der Werkzeugverwaltung aus einsehen sowie Werkzeuge hin- und zurückbuchen. In Zukunft soll Connected Manufacturing zusätzlich mit dem ERP-System verknüpft werden, um eine nahtlose Übergabe der Aufträge an die Fertigung zu gewährleisten.

Wiederholsichere Nachproduktion

Mit der 3D-Simulation im CAM-System, den Werkzeugwechslern, der Roboterzelle und der Einführung von Connected Manufacturing legte Schüßler den Grundstein für weiteres Wachstum. Dank der Neuerungen ist SMP heute in der Lage, nicht nur wiederholsicher exakte Kopien eines Prototyps zu erstellen, sondern auch die komplette Fertigung auf Kleinserienproduktion zu skalieren. Auftraggeber, die kurzentschlossen weitere Kopien wünschen, können somit rasch und mit Losgrößen bis zu 150 Stück bedient werden. Bei längerem Vorlauf sind sogar Kleinserien mit bis zu 300 Stück möglich.

„Wir haben jetzt rund 20 Prozent weniger Stillstand und damit gut 60 Maschinenstunden mehr im Monat zur Verfügung. Wir rüsten schneller, haben extrem niedrige Fehlerquoten und können voll von der Automatisierung profitieren“, fasst Daniel Schüßler zusammen. „Für uns zahlt es sich aus, dass wir frühzeitig mit der Digitalisierung begonnen haben. Solange die Strukturen überschaubar sind, kann Connected Manufacturing in wenigen Tagen implementiert werden und einfach mitwachsen.“

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