Ein Jahrhundert Farbe, Fortschritt und Familiengeist

Seit 1926 steht FreiLacke für innovative Farben und Lacke. Der Betrieb mit Sitz in Döggingen (Schwarzwald) entwickelt maßgeschneiderte Lösungen für Kunden aus den Bereichen Räder, Fahrzeugbau, Maschinen- und Apparatebau, Lohnbeschichtung, Schienenfahrzeuge, Windkraft, Funktionsmöbel, Lagertechnik sowie Bau und Sanitär.
Seit 1926 steht FreiLacke für innovative Farben und Lacke. Der Betrieb mit Sitz in Döggingen (Schwarzwald) entwickelt maßgeschneiderte Lösungen für Kunden aus den Bereichen Räder, Fahrzeugbau, Maschinen- und Apparatebau, Lohnbeschichtung, Schienenfahrzeuge, Windkraft, Funktionsmöbel, Lagertechnik sowie Bau und Sanitär.Bild: Emil Frei GmbH & Co. KG

Start in herausfordernden Zeiten

1926 legt Emil Frei senior den Grundstein für das, was heute eines der prägendsten Industrieunternehmen im Schwarzwald ist. Trotz der wirtschaftlichen Turbulenzen der Zwischenkriegszeit wagt er den Schritt in die Selbstständigkeit und baut zunächst einen Großhandel für Farben und Lacke auf. Seine Erfolgsformel: Gespür für Kundenbedürfnisse, seine Nähe zu den Menschen und sein Wille, Lösungen für Herausforderungen und Anwendungen zu entwickeln waren der Grundstein für eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte. Diese Philosophie ist auch 100 Jahre nach der Gründung noch tief in der Firmen-DNA verankert und wird in der täglichen Arbeit der mittlerweile über 650 Mitarbeitenden gelebt.

Als modernes Familienunternehmen in der dritten Generation mit über 650 Mitarbeitern ist die Sicherung des Stammsitzes genauso wichtig wie ein weltweiter Vertrieb und die Nähe zu den Kunden durch Tochterunternehmen und Partner im Ausland.
Als modernes Familienunternehmen in der dritten Generation mit über 650 Mitarbeitern ist die Sicherung des Stammsitzes genauso wichtig wie ein weltweiter Vertrieb und die Nähe zu den Kunden durch Tochterunternehmen und Partner im Ausland.Bild: Emil Frei GmbH & Co. KG

Bereits 1927 beginnt er in Döggingen mit der eigenen Produktion – ein mutiger Schritt, der das Wachstum beschleunigt. Selbst der Zweite Weltkrieg kann die Entwicklung nicht stoppen. 1947 steigen seine drei Söhne mit ein und die Firma wächst in den Wirtschaftswunderjahren rasant. Neue Hallen entstehen, die Belegschaft wächst und in den 1960ern setzt die zweite Generation auf neue Technologien wie Pulverlacke, Elektrotauchlacke sowie glasfaserverstärkte Kunststoffe.

Vom Schwarzwald in die Welt

Bis in die 1990er-Jahre hinein wächst das Unternehmen kontinuierlich. Die dritte Generation übernimmt ab 2003 und setzt klare Schwerpunkte: internationale Ausrichtung, nachhaltige Produktion und eine Kultur des Miteinanders. Tochtergesellschaften in Schweden, England, Russland und China folgen, später auch ein Standort in Mexiko. Disziplinierte Investitionen – etwa in moderne Produktionshallen, ein neues Verwaltungsgebäude oder die Erweiterung der Pulverlackfertigung – machen FreiLacke zu einem global gefragten Anbieter.

Die Erfolgsgeschichte geht weiter
Pünktlich zum 100. Firmenjubiläum beginnt das nächste Kapitel dieser beeindruckenden Schwarzwälder Erfolgsgeschichte – und mit der neuen Langfristpositionierung 2032 wurden die strategischen Weichen für die nächsten Jahre bereits gestellt. Und wieder einmal zeigt sich: Die besten Ideen und Lösungen entstehen dort, wo Erfahrung, Mut und Menschen zusammenfinden. FreiLacke plant im Jubiläumsjahr unterschiedliche Aktionen, um soziale Einrichtungen in der Region zu unterstützen sowie Feierlichkeiten für seine Belegschaft, deren Familien und Kunden. Noch mehr Details zu der Unternehmensgeschichte – inklusive Video – finden Interessierte HIER.

Gleichzeitig bleibt die Firma tief in der Region verwurzelt: mit stabilen Arbeitsplätzen, einer Ausbildungsquote von rund zehn Prozent, sozialem Engagement über die Emil-Frei-Stiftung und einer gelebten Firmenkultur, die mehrfach von „Great Place to Work“ ausgezeichnet wurde.

Herausforderungen der Gegenwart

Die Jahre seit 2016 haben FreiLacke – wie viele Mittelständler – vor unerwartete Bewährungsproben gestellt. Die Corona-Zeit trifft den Familienbetrieb hart: Nachfrageeinbrüche, Rohstoffknappheit und globale Lieferkettenstörungen verlangen maximale Flexibilität. Ein Krisenstab hält den Betrieb mit viel Improvisationsgeist und enger Zusammenarbeit am Laufen. Digitalisierungsschritte wie Homeoffice, virtuelle Ausbildungstage und Online-Kommunikation beschleunigen sich.

Kaum ist diese herausfordernde Zeit überstanden, bringen der Ukraine-Konflikt sowie geopolitische Unsicherheiten neue Belastungen. FreiLacke beweist jedoch Stabilität – dank kurzer Entscheidungswege, einer loyalen Belegschaft und verlässlicher Kundenbeziehungen.

2026: ein Mittelständler mit Wurzeln und Flügeln

Heute erwirtschaftet das Unternehmen einen Umsatz von rund 180 Millionen Euro, mehr als die Hälfte davon im Ausland. Über 650 Personen arbeiten am Stammsitz in Döggingen und an internationalen Standorten. Gefragt sind insbesondere die Systemlacklösungen, die FreiLacke zu einem der wenigen Hersteller machen, der alle relevanten Lacktechnologien unter einem Dach entwickelt und der den Begriff als Vorreiter maßgeblich geprägt hat.

Die Produktpalette von Europas führendem Systemlack-Anbieter umfasst das gesamte Spektrum von Pulverlacken, Flüssiglacken  und Elektrotauchlacken bis hin zu Composites-Lösungen.
Die Produktpalette von Europas führendem Systemlack-Anbieter umfasst das gesamte Spektrum von Pulverlacken, Flüssiglacken und Elektrotauchlacken bis hin zu Composites-Lösungen. Bild: Emil Frei GmbH & Co. KG

Aktuell entsteht ein neues Produkt-Technologie-Center (PTC), das Entwicklung, Anwendungstechnik und Schulungen bündelt. Damit stellt FreiLacke die Weichen für die kommenden Jahrzehnte.

Ein Blick nach vorn: Tradition trifft Innovation

Die nächsten 100 Jahre lassen sich nicht planen – aber FreiLacke hat eine verlässliche Basis. Dazu gehören Innovationskraft, nachhaltiges Handeln, ein breites internationales Netzwerk und der im Schwarzwald tief verwurzelte Familiengeist. Viele Mitarbeitende sind seit Jahrzehnten im Unternehmen tätig, manche in zweiter oder dritter Generation.

Die Geschäftsführer Dr. Rainer Frei und Hans-Peter Frei betonen, dass genau diese Mischung die Zukunftsfähigkeit ausmacht: „Am Ende geht es weder um Technologien noch um Kennzahlen. Es geht um die Menschen. Sie sind der Kern unserer Erfolgsformel – damals wie heute.“